
Museum des Liptauer Dorfes in Pribylina
Žilina Region
Das Museum des Liptauer Dorfes in Pribylina ist ein Freilichtmuseum für Ethnografie. Es widmet sich der Bewahrung der traditionellen ländlichen Architektur und des Lebensstils der Region Liptau im Norden der Slowakei. Das Museum wurde 1991 gegründet. Zu sehen sind originale Holzhäuser, die aus Dörfern umgesetzt wurden, die vom Stausee Liptovská Mara überflutet wurden. Ergänzt werden sie durch Rekonstruktionen bedeutender mittelalterlicher Steingebäude – darunter die frühgotische Kirche der Jungfrau Maria aus Liptovská Mara und das gotisch-renaissancistische Herrenhaus aus Parížovce. Besucher können verschiedene Wohnstätten erkunden, die unterschiedliche soziale Schichten aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert abbilden – darunter Häuser armer Bauern, von Handwerkern, von Dorfältesten sowie die örtliche Schule. Außerdem gibt es im Museum eine kleine Zoopräsentation mit Heimtieren sowie die Zucht von Hucul-Pferden, bei denen Besucher auch Reitmöglichkeiten nutzen können. Saisonale Volksaufführungen, Vorführungen traditioneller Handwerkskünste und der Verkauf authentischer Volkskunst runden das Erlebnis ab. Begleitende Texte in mehreren Sprachen stehen bei jedem Gebäude bereit, und das Museumspersonal gibt zusätzliche Einblicke. Das Museum gehört zum Liptov-Museum in Ružomberok und liegt in der Nähe des symbolträchtigen Bergs Kriváň – was seine kulturelle und naturbezogene Anziehungskraft noch verstärkt.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch ist die Sommersaison, wenn Live-Volksaufführungen und Vorführungen traditioneller Handwerkskünste stattfinden. Es empfiehlt sich, insbesondere an Feiertagen und bei besonderen Veranstaltungen wie Osterfeierlichkeiten, Tickets im Voraus online zu kaufen. Vor Ort können Besucher mehrsprachige Informations-Texte nutzen und sich vom Museumspersonal ausführlich erklären lassen. Wer das Museum zu Fuß erkundet, erlebt den traditionellen Grundriss des Dorfes und die Tierausstellungen besonders intensiv. Für Gruppen und Senioren sind möglicherweise Ermäßigungen verfügbar.
Interessante Fakten
- •Das Museum beherbergt originale Holzhäuser aus Dörfern, die vom Stausee Liptovská Mara überflutet wurden.
- •Es gibt zwei einzigartige mittelalterliche Steingebäude: eine frühgotische Kirche und ein Herrenhaus im gotisch-renaissancistischen Stil.
- •Das Museum unterhält einen kleinen Zoo mit Heimtieren und züchtet seltene Hucul-Pferde, die für ihre Ausdauer und ihre sanfte Art bekannt sind.
- •Im Jahr 2001 wurden Möbel von der historischen Považská Forest Railway ins Museum verlegt – ein Hinweis auf das regionale industrielle Erbe.
Geschichte
Der Grundstein des Museums des Liptauer Dorfes wurde 1972 gelegt, und 1991 wurde das Museum für die Öffentlichkeit eröffnet.
Es entstand als Reaktion auf den Bau des Wasserreservoirs Liptovská Mara, durch den mehrere Dörfer untergingen.
Das Museum bewahrt und präsentiert traditionelle Architektur und das ländliche Leben aus dem Liptau, indem es originale Gebäude aus den überfluteten Gebieten sowie aus weiteren Teilen des Liptau umsetzt.
Im Jahr 2001 wurden Möbel aus der Považská Forest Railway hinzugefügt und damit die historischen Ausstellungsstücke weiter bereichert.
Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das Museum zu einem kulturellen Zentrum mit Programmen rund um Folklore sowie mit lebendigen Vorführungen traditioneller Handwerkskünste und Bräuche.
Ortsführer
Frühgotische Kirche der Jungfrau Maria aus Liptovská Mara14th century
Eine rekonstruierte frühgotische Steinkirche, die ursprünglich aus dem Dorf Liptovská Mara stammt und mittelalterliche religiöse Architektur sowie ihre historische Bedeutung zeigt.
Gotisch-renaissancistisches Herrenhaus aus Parížovce16th century
Ein historisches Herrenhaus, das gotische und Renaissance-Elemente der Architektur vereint und den Lebensstil des ortsansässigen Adels in Liptau widerspiegelt.
Traditionelle Holzhäuser19th - early 20th century
Verschiedene originale Holzhäuser, die aus überfluteten Dörfern umgesetzt wurden und die Lebensbedingungen unterschiedlicher sozialer Schichten veranschaulichen – darunter arme Bauern, Handwerker und Dorfvertreter aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Hucul-Pferdezucht und Ritte
Das Museum züchtet Hucul-Pferde, eine robuste und traditionsreiche Rasse, die in der Karpatenregion beheimatet ist, und bietet Besuchern die Möglichkeit, mit ihnen zu reiten.
Kontakt
Telefon: 044/529 31 63