Basilika Mariä Himmelfahrt

Basilika Mariä Himmelfahrt

Trnava Region

70/10090 min

Die Basilika St. Nikolaus, auch bekannt als Dom St. Nikolaus oder der „Hrubý kostol“, ist eine römisch-katholische Minor-Basilika in Trnava in der Slowakei. Ihre Anfänge reichen bis zu einer romanischen Pfarrkirche aus dem 11. Jahrhundert zurück. Sie wurde Ende des 14. und Anfang des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil neu errichtet und 1421 vollendet. Besonders hervorzuheben ist ihre große Ausdehnung: 60 Meter Länge und 31 Meter Breite, dazu eine Höhe des Hauptschiffs von 18 Metern sowie eine markante Fassade mit zwei Türmen. Von 1543 bis 1820 diente sie als Metropolitankathedrale des Erzbistums Esztergom und unterstreicht damit die Bedeutung von Trnava während der Türkenkriege. Im Inneren befinden sich wertvolle barocke Kapellen, darunter die Kapelle der Jungfrau Maria von Trnava, berühmt für ihr wundertätiges Bild, das Berichten zufolge während der osmanischen Überfälle geweint haben soll. In der Basilika finden sich originale gotische Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert sowie spätere Wandbilder aus dem frühen 20. Jahrhundert. Der Südturm beherbergt einige der größten Glocken Europas, darunter die Glocke des St. Nikolaus. Die Kirche besitzt zwei historische Orgeln: eine aus dem Jahr 1783, erbaut von Valentin Arnold, sowie eine große Rieger-Orgel, die Anfang des 20. Jahrhunderts installiert wurde. Papst Benedikt XVI. erhob die Basilika 2008 zur Minor-Basilika – sie wurde damit die zehnte Basilika dieser Art in der Slowakei. Noch heute ist sie ein wichtiges religiöses, kulturelles und historisches Wahrzeichen in der Region Trnava.

Planen Sie Ihre Reise nach Slowakei mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Besucher sollten die Basilika unter der Woche erkunden, um Menschenmengen am Wochenende zu vermeiden. Ein Besuch früh am Morgen oder am späten Nachmittag sorgt für eine ruhige Atmosphäre und bessere Lichtverhältnisse für die Fotografie. Tickets können vor Ort gekauft werden, dennoch empfiehlt es sich, vorher nach besonderen Veranstaltungen oder Gottesdiensten zu schauen. Die Basilika bietet Ermäßigungen für Senioren, Studierende und Gruppen. Geführte Touren werden angeboten und sind empfehlenswert, um die reiche Geschichte und Kunst vollständig zu würdigen. Die beste Zeit für einen Besuch ist der Zeitraum von Frühjahr bis frühem Herbst, wenn auch die umliegende Stadt mit kulturellen Aktivitäten lebendig ist.

Interessante Fakten

  • Der Nordturm der Basilika beherbergt eine der größten Glocken Europas, benannt nach St. Nikolaus.
  • Das wundertätige Bild der Jungfrau Maria von Trnava in der barocken Kapelle soll während der osmanischen Invasionen geweint haben.
  • In der Basilika befinden sich originale gotische Wandmalereien, die bis in das späte 15. Jahrhundert zurückreichen.
  • Der Südturm ist mit zwei Kükengestellen (cockerels) gekrönt – Symbole, die mit dem historischen Wappen des Stadthauptmanns verbunden sind.
  • Mehrere Erzbischöfe von Esztergom sowie andere bedeutende kirchliche Persönlichkeiten sind in der Basilika bestattet; ihre Epitaphe stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Geschichte

Der Ort beherbergte ursprünglich im 11.

Jahrhundert eine romanische Pfarrkirche, die dem St.

Nikolaus gewidmet war.

1380

Zwischen 1380 und 1421 wurde die heutige gotische Anlage errichtet, um die ältere Kirche zu ersetzen – ein Zeichen für das Wachstum von Trnava.

1543

Von 1543 bis 1820 diente die Basilika als Metropolitankathedrale des Erzbistums Esztergom, in einer Zeit, in der Trnava aufgrund der Türkenkriege ein religiöses Zentrum war.

Im 17.

und 18.

Jahrhundert kamen barocke Kapellen und Erweiterungen hinzu, darunter die Kapelle der Jungfrau Maria von Trnava.

2008

2008 wurde die Kirche zum Marienwallfahrtsort erklärt und im selben Jahr von Papst Benedikt XVI.

der Status einer Minor-Basilika verliehen.

Ortsführer

1
Hauptschiff und gotische Wandmalereien15. Jahrhundert

Das Hauptschiff der Basilika ist vor allem wegen seiner enormen Höhe von 18 Metern bemerkenswert und enthält originale gotische Wandmalereien aus dem späten 15. Jahrhundert – dazu kommen neuere Wandgemälde aus dem frühen 20. Jahrhundert, die religiöse Themen veranschaulichen.

2
Kapelle der Jungfrau Maria von Trnava1739-1741
Erzbischof Imrich Esterházi

Eine barocke Kapelle, die zwischen 1739 und 1741 erbaut wurde und das wundertätige Bild der Jungfrau Maria beherbergt – ein zentraler Anziehungspunkt der Wallfahrt. Die Legende berichtet, dass das Bild während der Türkenkriege Tränen vergossen habe.

3
Südturm mit Glocken17. Jahrhundert (Höhenanpassung des Turms)

Der Südturm enthält drei bedeutende Glocken mit den Namen St. Stephan, St. Nikolaus und St. Barbara und wird von zwei Kükengestellen (cockerels) gekrönt – Symbole, die mit dem Stadtswappen der Stadt in Verbindung stehen.

4
Historische Orgeln1783 und frühes 20. Jahrhundert
Valentin Arnold (kleinere Orgel)

Die Basilika besitzt zwei Orgeln: die kleinere aus dem Jahr 1783 von Valentin Arnold, die älteste Orgel in Trnava, sowie eine große Rieger-Orgel, die Anfang des 20. Jahrhunderts installiert wurde und vom bekannten lokalen Komponisten Mikuláš Schneider-Trnavský genutzt wurde.

Kontakt

Telefon: 033/551 44 24