
Trnava Dom
Trnava Region
Die Trnava Domkirche, auch als Kathedrale des hl. Johannes des Täufers bekannt, ist eine bedeutende Barockkirche der römisch-katholischen Kirche in Trnava (Slowakei). Sie wurde im 17. Jahrhundert im Zuge des Universitätskomplexes von Trnava errichtet, in Auftrag gegeben von Pfalzgraf Mikuláš Esterházy und von italienischen Meistern Antonio und Pietro Spazzi gebaut, mit den Arbeiten ab 1629. Die Kirche wurde 1637 geweiht, noch bevor sie fertiggestellt war. Sie diente nicht nur als Ort des Gottesdienstes, sondern auch als Schauplatz theologischer Debatten und universitären Zeremonien. Architektonisch gilt sie als das erste stilistisch „reine“ frühbarocke Sakralgebäude in der Slowakei: mit einem einschiffigen Baukörper, zwei Türmen und einem flachen Abschluss des Sanktuariums. Die Kathedrale ist 61 Meter lang und 28 Meter breit, ausgerichtet nach Westen. Besonders bemerkenswert ist ihr monumentaler hölzerner Hauptaltar, der zwischen 1637 und 1640 vollendet wurde und 20,3 Meter hoch sowie 14,8 Meter breit ist. Damit zählt er zu den größten Altären dieser Art in Europa. Zur künstlerischen Ausstattung gehören Fresken und Stuckarbeiten italienischer Künstler wie G. B. Rossa, G. Tornini und P. Conti; die Fresken an der Decke stammen von norditalienischen Malern F. I. Grafenstein und C. Ricchi. Die barocke Kanzel von 1637 ist ein Meisterwerk von B. Knilling und V. Stadler. Zudem beherbergt die Kathedrale unterirdische Katakomben mit historischen Gräbern. 1978 wurde sie von Papst Johannes Paul II. zum Dom erhoben und bleibt bis heute das geistige Zentrum des Erzbistums Trnava. Ihre reiche Geschichte, die architektonische Pracht und die künstlerischen Schätze machen den Trnava Dom zu einem einzigartigen Kultur- und Glaubensort in der Slowakei.
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Tipp: Besucher sollten in Erwägung ziehen, an einer Messe oder an besonderen liturgischen Veranstaltungen teilzunehmen, um die spirituelle Atmosphäre der Kathedrale zu erleben. Die beste Zeit für einen Besuch ist der Frühling und der frühe Herbst, wenn das Wetter angenehm ist für Erkundungen im historischen Stadtkern. Es empfiehlt sich, die offizielle Website der Kathedrale zu prüfen oder das Büro des Erzbistums zu kontaktieren, um aktuelle Öffnungszeiten und Veranstaltungstermine zu erhalten. Der Eintritt ist in der Regel frei, Spenden werden jedoch gern gesehen, um laufende Restaurierungsarbeiten zu unterstützen. Führungen sind möglicherweise auf Anfrage verfügbar. Fotografieren im Inneren kann während der Gottesdienste eingeschränkt sein.
Interessante Fakten
- •Der hölzerne Hauptaltar der Trnava Kathedrale ist einer der größten Altäre seiner Art in Europa und misst über 20 Meter Höhe.
- •Die Innendekoration wurde von renommierten italienischen Künstlern geschaffen, darunter Freskomaler aus Norditalien.
- •Unter der Kathedrale befinden sich unterirdische Katakomben mit historischen Gräbern, darunter auch die bedeutender Förderer wie Mikuláš Esterházy.
- •Die barocke Kanzel aus dem Jahr 1637 ist ein Meisterwerk der österreichischen Meister B. Knilling und V. Stadler.
- •1978 wurde die Kathedrale durch Papst Johannes Paul II. in ihren heutigen Status erhoben und beherbergte 2003 seinen Besuch.
Geschichte
Mit dem Bau der Trnava Domkirche wurde 1629 begonnen – unter der Schirmherrschaft von Pfalzgraf Mikuláš Esterházy sowie der italienischen Architekten Antonio und Pietro Spazzi.
Geweiht im Jahr 1637, gehörte sie ursprünglich zum Universitätskomplex von Trnava und war eng mit den Aktivitäten des Jesuitenordens in der Region verknüpft.
Die Kathedrale erlebte verschiedene Restaurierungen, darunter Dachreparaturen im 18.
Jahrhundert sowie bedeutende Konservierungsarbeiten an Fresken und Altarauszügen im 20.
Jahrhundert.
1977 stellte Papst Paul VI.
Trnava erneut als Sitz eines Erzbischofs auf, und 1978 wurde die Kirche von Papst Johannes Paul II.
zum Dom erhoben.
Die Kathedrale erlebte 2003 einen Besuch des Papstes.
Ihre Geschichte spiegelt die religiöse und kulturelle Entwicklung von Trnava wider und ihre Rolle als geistiges Zentrum in der Slowakei.
Ortsführer
Hochaltar1637-1640
Ein monumentaler hölzerner Hochaltar, der zwischen 1637 und 1640 fertiggestellt wurde. Er ist 20,3 Meter hoch und 14,8 Meter breit. Er zählt zu den größten Barockaltären in Europa und wurde von Wiener Meistern B. Knilling und V. Knoth gefertigt; mit Beiträgen des einheimischen Meisters V. Stadler und von Ferdinand aus Cífer.
Fresken an der Decke17. Jahrhundert
Die Decke der Kathedrale ist mit Fresken von norditalienischen Malern F. I. Grafenstein und C. Ricchi geschmückt. Sie zeigen den frühbarocken künstlerischen Stil und religiöse Themen.
Barocke Kanzel1637
Eine fein gearbeitete frühbarocke Kanzel aus dem Jahr 1637, geschaffen von den österreichischen Meistern B. Knilling und V. Stadler. Sie befindet sich an der linken Säule im Inneren der Kathedrale.
Unterirdische Katakomben
Unter der Kathedrale liegen Katakomben mit historischen Gräbern bedeutender Persönlichkeiten – darunter dem Begründer der Kathedrale Mikuláš Esterházy und weiteren Angehörigen der Familie Esterházy.
Kontakt
Telefon: 033/591 21 11