
Hervartov-Holzkirche
Prešov Region
Die Hervartov-Holzkirche, offiziell als Kirche des Heiligen Franz von Assisi bekannt, ist eine bemerkenswerte römisch-katholische Holzkirche im Ort Hervartov in der Region Prešov in der Slowakei. Sie wurde Ende des 15. Jahrhunderts aus einheimischem Fichten- und Eibenholz errichtet und ist ein hervorragendes Beispiel gotischer Holzbautradition. Über mehr als fünf Jahrhunderte ist die Kirche nahezu unverändert geblieben. Die Außenfassade ist mit handgespaltenen Schindeln bedeckt – ein Spiegelbild der reichen Zimmermannstradition des Dorfes. Im Inneren ist sie reich mit Wandmalereien ausgestattet, die aus dem Zeitraum von 1655 bis 1805 stammen. Dargestellt sind biblische Szenen, Heiligenbilder sowie andächtige Motive wie Adam und Eva, St. Georg, der den Drachen erschlägt, und ein gut erhaltener Letzter Abendmahl. Außerdem beherbergt die Kirche spätgotische geschnitzte Altäre, die der Heiligen Katharina, der Jungfrau Maria und der Heiligen Barbara gewidmet sind. 2008 wurde sie als UNESCO-Welterbestätte anerkannt – im Rahmen der „Holzkirchen des slowakischen Teils des Karpatengebiets“ – und damit ihre kulturelle und historische Bedeutung hervorgehoben. Die Kirche ist weiterhin ein aktiver Ort des Gebets und ein Zeugnis für das fortdauernde Erbe der sakralen Holzarchitektur in der Slowakei.
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Tipp: Besucher werden gebeten, ihren Besuch im Voraus zu planen – besonders außerhalb der Sommersaison – indem sie die Kirche per E-Mail oder Telefon kontaktieren, um den Zugang sicherzustellen, da die Öffnungszeiten von Freiwilligen organisiert werden. Die Kirche ist montags bis freitags von 9:00 bis 12:00 und 13:00 bis 16:00 geöffnet sowie am Wochenende von 13:00 bis 16:00. Spenden werden ausdrücklich willkommen geheißen, um dabei zu helfen, diese historische Stätte zu erhalten.
Interessante Fakten
- •Die Kirche ist die älteste und am besten erhaltene gotische Holzkirche in der Slowakei.
- •Die Wandmalereien im Inneren stammen aus der Zeit von 1655 bis 1805 und zeigen biblische Szenen wie Adam und Eva, St. Georg, der den Drachen erschlägt, und das Letzte Abendmahl.
- •Die Kirche wurde aus einheimischem Fichten- und Eibenholz gebaut und mit handgespaltenen Schindeln überzogen – das spiegelt die traditionelle Zimmermannskunst wider.
- •Sie beherbergt spätgotische geschnitzte Altäre, die der Heiligen Katharina, der Jungfrau Maria und der Heiligen Barbara gewidmet sind.
- •Die Hervartov-Holzkirche wurde 2008 gemeinsam mit sieben weiteren Holzkirchen im slowakischen Teil der Karpaten als UNESCO-Welterbestätte eingetragen.
Geschichte
Die Hervartov-Holzkirche wurde Ende des 15.
Jahrhunderts mit einheimischem Fichten- und Eibenholz erbaut und zeigt gotische Holzbautradition.
Im Verlauf des 17.
und 18.
Jahrhunderts wurde das Innere mit umfangreichen Wandmalereien ausgestaltet, die biblische und heilige Motive zeigen.
Die Kirche ist seit mehr als 500 Jahren weitgehend unverändert geblieben und bewahrt so ihre ursprüngliche Struktur sowie ihre künstlerische Ausstattung.
2008 wurde sie zum UNESCO-Welterbe erklärt und würdigt ihre herausragende Erhaltung sowie ihren kulturellen Wert als Teil der Holzkirchen der Karpatenregion.
Ortsführer
Hauptschiff und Wandmalereien1655-1805
Im Hauptschiff finden sich umfangreiche Wandmalereien aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die biblische Szenen und Heilige darstellen – darunter Adam und Eva, St. Georg, der den Drachen erschlägt, und das Letzte Abendmahl. So erhalten Besucher einen lebendigen Eindruck von der religiösen Kunst dieser Epoche.
Spätgotische AltäreLate 15th century
In der Kirche befinden sich mehrere spätgotische, geschnitzte Altäre, die der Heiligen Katharina, der Jungfrau Maria und der Heiligen Barbara gewidmet sind. Sie zeigen die ausgezeichnete Holzschnitzkunst dieser Epoche.
Außenansicht und HolzbauLate 15th century
Die Kirche wurde aus einheimischem Fichten- und Eibenholz errichtet und mit handgespaltenen Schindeln überzogen. Damit ist die Außenansicht ein typisches Beispiel für traditionelle slowakische Zimmermannstechniken und hat sich über mehr als 500 Jahre nahezu nicht verändert.