Nikolausdom, Prešov

Nikolausdom, Prešov

Prešov Region

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Die Konkathedrale St. Nikolaus in Prešov ist ein bemerkenswertes Beispiel für spätgotische Architektur in der Slowakei. Ursprünglich wurde sie in der Mitte des 14. Jahrhunderts auf den Fundamenten eines sakralen Baus aus dem 13. Jahrhundert errichtet. Charakteristisch ist eine geräumige Hallenkirche mit drei Schiffen sowie ein polygonaler Chorraum; zudem finden sich Stern- und Netzgewölbe. Im Inneren beeindrucken die reich profilierten spätgotischen Portale, originale gotische Fenster mit filigranem Maßwerk sowie massive polygonale Pfeiler, die spitzbogige Arkaden tragen. Besonders hervorzuheben ist der 71 Meter hohe Turm, der 1903 neu aufgebaut wurde: Er prägt die Skyline mit seinen pseudo-gotischen Arkaden und einem steilen, pyramidenförmigen Dach. Zwischen 1502 und 1515 erfuhr die Kirche unter dem Baumeister John Brengyszeyna umfangreiche Erweiterungen und Umbauten: Dazu gehörten der Anbau eines südlichen Seitenschiffs, eine Kapelle mit spätgotischen Motiven sowie originale, farbige Gewölbemalereien (Polychromien). Außerdem bewahrt die Konkathedrale originale gotische, geschnitzte Türen sowie Steindarstellungen ungarischer Könige – Zeugnis für ihr reiches historisches und kulturelles Erbe. 2008 durch Papst Benedikt XVI. zur Konkathedrale erhoben, ist sie bis heute ein wichtiges religiöses und architektonisches Wahrzeichen, das fortlaufend restauriert wird.

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Tipp: Besucher sollten den Dom vorzugsweise unter der Woche erkunden, um Menschenmengen zu vermeiden und die detaillierte gotische Architektur in Ruhe zu genießen. Die beste Zeit für einen Besuch ist im Frühling und im frühen Herbst, wenn das Wetter angenehm ist. Es wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen, um tiefere Einblicke in Geschichte und Kunst des Doms zu erhalten. Ermäßigungen können für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen verfügbar sein. Bitte beachten: Der Dom wird derzeit restauriert, daher könnten einige Bereiche vorübergehend nicht zugänglich sein.

Interessante Fakten

  • Der Turm des Doms erreicht 71 Meter und umfasst 200 Stufen bis zur Spitze.
  • Das Gewölbe umfasst einzigartige spätgotische Stern- und Netzgewölbe; in manchen Bereichen sind die originalen Polychromien (farbige Fassung) noch erhalten.
  • Die steinernen Porträts ungarischer Könige – St. Ladislaus, St. Stephan und St. Imrich – sind auf den Gewölben über dem südlichen Seitenschiff durch den Maler Peter Moler polychrom gefasst.
  • Das kreisförmige Gewölbe im Erdgeschoss des Turms ist im Osten der Slowakei einzigartig.
  • Das südliche Portal zeigt reiches, flamboyantes Maßwerk sowie ein reich profiliertes spätgotisches Portal aus dem Jahr 1509.

Geschichte

Die Konkathedrale St.

Nikolaus wurde ursprünglich in der Mitte des 14.

Jahrhunderts auf einer sakralen Grundlage aus dem 13.

Jahrhundert errichtet.

1418

Nach einem Brand im Jahr 1418 setzten die Wiederaufbauarbeiten zwischen 1420 und 1440 wieder ein – inspiriert von der böhmischen Gotik, insbesondere von den Werken von Peter Parler.

1502

Der bedeutendste Umbau fand von 1502 bis 1515 unter John Brengyszeyna statt: Er vereinte die unterschiedlichen Teile der Kirche und erweiterte sie nach Süden.

In dieser Zeit wurde der Turm mit einem einzigartigen kreisförmigen Gewölbe versehen.

1903

1903 wurde der Turm mit einem hohen, pyramidenförmigen Dach und pseudo-gotischen Arkaden neu aufgebaut.

2008

2008 erhob Papst Benedikt XVI.

die Kirche zur Konkathedrale – ein Zeichen für ihre fortdauernde religiöse Bedeutung.

Ortsführer

1
Hauptschiff und Chorraum14th-15th century

Der zentrale Kirchenraum des Doms mit einem spätgotischen Sterngewölbe, das 16 Meter hoch aufragt – getragen von massiven polygonalen Pfeilern und spitzbogigen Arkaden, die die drei Schiffe voneinander trennen. Der Chorraum endet polygonal und ist mit filigranen Netz- und Sterngewölben der Gotik eingewölbt.

2
Südliches Seitenschiff und Kapelle1502-1515
John Brengyszeyna (Baumeister), Peter Moler (Maler)

Der Bereich wurde im frühen 16. Jahrhundert erweitert: Er besitzt von 1509 ein Sterngewölbe in einer Hallenkonstruktion sowie eine Kapelle, die mit spätgotischen Motiven aus rotierendem, flammendem Maßwerk dekoriert ist. An den Wänden des südlichen Seitenschiffs finden sich steinerne Porträts ungarischer Könige sowie originale, farbige Gewölbemalereien (Polychromien) von Peter Moler.

3
Turm des Doms1903 (reconstruction)
John Brengyszeyna (ursprünglicher Baumeister)

Der 71 Meter hohe Turm dominiert die Silhouette der Kathedrale und wurde 1903 mit pseudo-gotischen Arkaden sowie einem hohen, pyramidenförmigen Dach neu errichtet. Der Turmeingang besitzt ein gotisches Portal mit einem Dreipass-Motiv; an den Ecken schmücken kleinere, dekorative Türmchen.

4
Nordportal und Wendeltreppecirca 1400

Das nördliche Portal bewahrt seine originale gotische, geschnitzte Tür aus dem 15. Jahrhundert. Sie führt zu einer Wendeltreppe, die zur Kapelle im zweiten Stock hinaufführt. Das Portal zeigt Maßwerkfelder, die um 1400 in einem weichen Zierstil geschnitzt wurden.

Kontakt

Telefon: 051/773 35 00