
Burg Šariš
Prešov Region
Die Burg Šariš zählt zu den ältesten und größten Burgen der Slowakei. Sie liegt auf einem kegelartigen Hügel nahe der Stadt Veľký Šariš. Ihre Anfänge gehen auf das 13. Jahrhundert zurück. Die Burg wurde errichtet, um eine wichtige Handelsroute entlang des Flusses Torysa zu schützen. Sie war der ursprüngliche Sitz der Grafschaft Šariš und eine königliche Burg, die bei ihren Aufenthalten in der Region Könige beherbergte. Architektonisch vereint sie gotische und renaissancezeitliche Elemente: Dazu gehören ein markanter rechteckiger Bergfried sowie ein befestigter Mauerring mit vierzehn Bastionen. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte die Burg mehrere Erweiterungen und Verstärkungen – besonders im 15. und 16. Jahrhundert, als sie so angepasst wurde, dass sie Artillerieangriffen standhalten konnte. Obwohl sie 1678 durch einen Brand schwer beschädigt wurde und nie vollständig wiederhergestellt werden konnte, sind die Ruinen ein bedeutendes Kulturdenkmal und eine nationale Naturreserve. Heute ist die Burg Šariš ein beliebtes Ziel für Wanderungen. Besucher erwartet ein lehrreicher Rundweg und ein überwältigender Blick auf die Gebirgszüge Hohe Tatra, Levočské vrchy, Čergov und Slanské vrchy. Die historische Bedeutung und die reizvolle Lage machen den Ort gleichermaßen für Geschichtsinteressierte und Naturfreunde zu einem spannenden Ausflugsziel.
Planen Sie Ihre Reise nach Slowakei mit KI
Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.
Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Burg Šariš ist der späte Frühling bis in den frühen Herbst, wenn das Wetter zum Wandern besonders günstig ist. In der Hochsaison wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen und auf der offiziellen Website nach geführten Touren sowie kulturellen Veranstaltungen zu schauen. Der Zugangspfad ist asphaltiert und auch für Fahrräder geeignet – so ist die Burg für viele Besuchergruppen erreichbar. Ermäßigungen können für Kinder, Senioren und Gruppen verfügbar sein. Ein Besuch am frühen Morgen bietet eine ruhigere Erkundung und ideales Licht für die Fotografie.
Interessante Fakten
- •Die Burg Šariš liegt auf einem 570 Meter hohen andesitischen Vulkanhügel und bietet strategisch günstige Ausblicke auf die umliegende Region.
- •Zur Bauanlage gehören vierzehn Bastionen, die in die Verteidigungsmauern integriert sind – eine seltene Besonderheit bei slowakischen mittelalterlichen Burgen.
- •Über mehrere Jahrhunderte diente die Burg als Sitz der Grafschaft Šariš und verlieh der Region ihren Namen.
- •Die Burg war eine königliche Residenz und beherbergte bei ihren Reisen ungarische Könige.
- •Am Standort gibt es archäologische Hinweise auf eine durchgehende Besiedlung vom Neolithikum über die Bronzezeit bis in die frühmittelalterlichen Perioden.
- •Eine Pulverexplosion im Jahr 1660 beschädigte die Burg stark, und 1678 wurde sie durch einen Brand weiter zerstört – was schließlich zur Aufgabe führte.
Geschichte
Der Standort der Burg Šariš war seit der Jungsteinzeit bis ins 4.
Jahrhundert n.
Chr.
besiedelt, bevor es zwischen dem 10.
und 12.
Jahrhundert zu einer erneuten Besiedlung kam.
Die Burg selbst wurde im 13.
Jahrhundert als königliche Festung errichtet, um Handelswege zu schützen.
Sie wurde zum Verwaltungszentrum der Grafschaft Šariš und stand im Besitz verschiedener Adelsfamilien, darunter der Omodejovci und Peréniovci.
Über die Jahrhunderte wurde die Burg ausgebaut und befestigt – insbesondere als Reaktion auf die türkischen Bedrohungen nach der Schlacht von Mohács im Jahr 1526.
1642 kam sie in den Besitz der Familie Rákoci, doch eine Pulverexplosion im Jahr 1660 und ein verheerendes Feuer 1678 führten zum Niedergang.
Die Burg wurde nie wiederaufgebaut und wechselte schließlich mehrfach den Besitzer, bevor sie 1963 zum nationalen Kulturdenkmal wurde.
Ortsführer
Der Bergfried (Donjon)13. Jahrhundert
Der zentrale rechteckige Turm misst 13,2 mal 13,2 Meter und hat Wände mit einer Stärke von 4,5 Metern. Er wurde aus lokalem Andesitgestein gebaut, mit verstärkten Sandsteinecken. Er diente als wichtigste defensive und bewohnte Struktur der Burg und bot einen beherrschenden Blick auf die umliegende Landschaft.
Burgmauern und Bastionen14.–16. Jahrhundert
Die Burg besitzt einen befestigten Mauerring mit vierzehn Bastionen, die mit Schießscharten ausgestattet sind. Sie wurden errichtet, um die Verteidigung gegen Artillerie zu verbessern. Diese Bastionen entstanden über unterschiedliche Zeiträume hinweg und spiegeln damit die fortschreitende Entwicklung der militärischen Architektur der Burg wider.
Zugangspfad und Lehrpfad
Eine gepflasterte Asphaltstraße führt zur Burg; sie dient zugleich als Naturlehrpfad durch die den Hügel umgebende nationale Naturreserve. Der Weg ist sowohl zum Wandern als auch zum Radfahren geeignet und macht die Burg für ein breites Publikum zugänglich.
Kontakt
Telefon: 0919 062 090