Dom St. Emmeram

Dom St. Emmeram

Nitra Region

75/10090 min

Der Dom St. Emmeram, der im Burgareal von Nitra in der Slowakei liegt, ist eine beeindruckende römisch-katholische Kathedrale, die dem heiligen Emmeram von Regensburg gewidmet ist – einem Bischof und Missionar aus dem 7. Jahrhundert. Die Kathedrale ist ein architektonisches Mosaik aus mehreren Epochen: Der älteste Teil, die romanische Rotunde, stammt aus den 11. bis 12. Jahrhunderten, während die obere gotische Kirche zwischen 1333 und 1355 errichtet wurde. Die untere Kirche, gebaut von 1621 bis 1642, sowie spätere Renovierungen machten das gesamte Ensemble zu einer barocken Meisterleistung. Im Inneren können Besucher eine silberne Reliquienbüste aus dem Jahr 1674 sowie Reliquien des heiligen Kyrill bewundern. Zur weiteren Ausstattung gehören eine reich verzierte Barockkanzel aus dem frühen 18. Jahrhundert, farbige Bleiglasfenster von Ľudovít Fulla und ein einzigartiges Altarrelief in Skulpturform, das die Kreuzabnahme darstellt. Der Dom hat eine große kulturelle Bedeutung: 1961 wurde er zum nationalen Kulturdenkmal erklärt und 1998 von Papst Johannes Paul II. wieder in den Rang einer Basilika erhoben. Außerdem dient er als Begräbnisstätte bedeutender Persönlichkeiten wie Jozef Tiso. Die Mischung aus architektonischen Stilen, historischen Reliquien und künstlerischen Schätzen macht den Dom in der Slowakei zu einem einzigartigen spirituellen und kulturellen Wahrzeichen.

Planen Sie Ihre Reise nach Slowakei mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch des Dom St. Emmeram ist im Frühling und Sommer, wenn das Wetter angenehm ist, um das Burgareal von Nitra zu erkunden. Besucher werden ermutigt, geführte Touren im Voraus über die offizielle Website zu buchen, um tiefere Einblicke in die Geschichte und die Kunst der Kathedrale zu erhalten. Für Gruppen, Senioren und Studierende können Ermäßigungen verfügbar sein. Barrierefreiheit ist mit einem barrierefreien Zugang gegeben; vor Ort sind außerdem Annehmlichkeiten wie Parkplatz und Erfrischungen in der Nähe verfügbar. Der Besuch einer Messe oder eines Konzerts in der Kathedrale kann das Erlebnis für Besucher noch bereichern.

Interessante Fakten

  • Der Dom beherbergt eine silberne Reliquienbüste aus dem Jahr 1674 mit Reliquien des heiligen Emmeram.
  • Er enthält Reliquien des heiligen Kyrill, einer Schlüsselfigur in der slawischen christlichen Geschichte.
  • Die Barockkanzel trägt das Symbol des Auges der Vorsehung und Putten – passend zum reich verzierten Inneren der Kirche.
  • Der Dom war eines der ersten nationalen Kulturdenkmäler, die 1961 in der Slowakei erklärt wurden.
  • Jozef Tiso, eine umstrittene historische Persönlichkeit, wurde 2008 erneut in der Gruft des Doms beigesetzt.

Geschichte

Der älteste Teil des Dom St.

Emmeram ist die romanische Rotunde aus dem 11.

bis 12.

Jahrhundert.

Ursprünglich hielt man sie für die Kirche des Pribina aus dem 9.

Jahrhundert – diese These wurde später widerlegt.

Nach einem Brand im 13.

1317

Jahrhundert und Schäden durch die Truppen von Matúš Csák im Jahr 1317 wurde die obere gotische Kirche zwischen 1333 und 1355 unter Bischof Meško errichtet.

1621

Die untere Kirche wurde zwischen 1621 und 1642 gebaut.

In der Barockzeit wurde die gesamte Kathedrale vom italienischen Architekten Domenico Martinelli umgestaltet.

Dazu gehörte, den romanischen Teil zu schließen und das Langhaus der unteren Kirche zu verengen.

1961

1961 wurde der Dom zum nationalen Kulturdenkmal erklärt, und 1998 erhielt er nach einem Besuch von Papst Johannes Paul II.

seinen Basilika-Titel zurück.

Ortsführer

1
Romanische Rotunde11th-12th century

Der älteste Teil der Kathedrale aus dem 11.–12. Jahrhundert mit frühmittelalterlichen architektonischen Elementen sowie einer silbernen Reliquienbüste aus dem Jahr 1674.

2
Obere gotische Kirche1333-1355
Bischof Meško

Zwischen 1333 und 1355 errichtet, ist diese einschiffige gotische Kirche auf dem höchsten Punkt des Burgbergs gelegen. Charakteristisch sind der enge Raum und gotische architektonische Merkmale.

3
Untere Kirche1621-1642

Zwischen 1621 und 1642 gebaut, besitzt die untere Kirche barocke Elemente und beherbergt das wertvollste skulpturale Altarrelief der Kathedrale, das die Kreuzabnahme darstellt.

4
Barocke Umgestaltung18th century
Domenico Martinelli

Das gesamte Kirchenensemble wurde im Barockstil vom italienischen Architekten Domenico Martinelli umgebaut – inklusive der Schließung des romanischen Teils und der Verengung des Langhauses der unteren Kirche.

5
Innenraumkunstwerke20th century (stained glass), modern altar
Ľudovít Fulla (Fenster), J. Pospíšil (Altar)

Zu den Highlights gehören farbige Bleiglasfenster von Ľudovít Fulla mit Heiligendarstellungen, ein moderner goldener Onyx-Altar mit einem Kruzifix von J. Pospíšil sowie wertvolle Reliquien aus Rom.

Kontakt

Telefon: 0910 842 991