St.-Elisabeth-Dom

St.-Elisabeth-Dom

Košice Region

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Der St.-Elisabeth-Dom in Košice (Slowakei) ist die größte Kirche des Landes und einer der östlichsten gotischen Domkirchen Europas. Überwiegend im gotischen Stil errichtet, erstreckt er sich über eine Fläche von 1.200 Quadratmetern und bietet Platz für mehr als 5.000 Menschen. Der Dom besitzt einen einzigartigen architektonischen Grundriss: Das Mittelschiff und vier Seitenschiffe werden von einem Querschiff gleicher Höhe und Breite durchkreuzt – so entsteht ein griechisches Kreuz. Der Nordturm erreicht eine Höhe von 59 Metern; reich verzierte Portale sowie drei gleich hohe Außen-Giebel schmücken die Kirche und machen sie zum Höhepunkt mittelalterlicher Steinhandwerkskunst in Zentraleuropa. Zum Bauensemble gehören außerdem die benachbarte St.-Michael-Kapelle und der St.-Urban-Turm, die beide als Kulturdenkmal eingetragen sind. Die Ursprünge reichen bis zu einer älteren romanischen Kirche zurück, die dem Heiligen Michael geweiht war und im 13. Jahrhundert später dem heiligen Elisabeth von Ungarn neu geweiht wurde. Die heutige Anlage entstand zwischen dem späten 14. Jahrhundert und dem frühen 16. Jahrhundert. Finanziert wurde sie von wohlhabenden Bürgern; unterstützt wurde sie durch Kaiser Sigismund und die päpstliche Kurie. Der architektonische Stil prägte auch die umliegenden Regionen – darunter Teile Polens und Siebenbürgen. Heute ist der Dom die Hauptkirche des Erzbistums Košice und ein bedeutendes Symbol der Gotik in der Slowakei.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch am besten im Frühling und im frühen Herbst planen: Dann ist das Wetter angenehm und man entgeht den größten Menschenmengen. Empfehlenswert ist es, Tickets im Voraus über die offizielle Website des Doms zu kaufen, um den Einlass in den Stoßzeiten sicherzustellen. Ermäßigungen gibt es häufig für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen. Geführte Touren bereichern den Besuch, weil sie detaillierte historische und architektonische Einblicke bieten. Fotografieren ist meist erlaubt, Besucher sollten jedoch die speziellen Einschränkungen im Inneren des Doms prüfen. Aufgrund der Größe der gesamten Anlage und der Möglichkeit, Türme für Panoramablicke zu erklimmen, werden bequeme Schuhe empfohlen.

Interessante Fakten

  • Es ist die größte Kirche der Slowakei: mit einer Innenfläche von 1.200 Quadratmetern und Platz für mehr als 5.000 Menschen.
  • Der Dom gehört zu den östlichsten gotischen Domkirchen Europas und beeinflusste die Gotik in nahegelegenen Regionen wie Polen und Siebenbürgen.
  • Der einzigartige Grundriss im Stil des griechischen Kreuzes entsteht durch ein Querschiff, das in Höhe und Breite dem Mittelschiff entspricht, und schafft so einen großen, offenen Innenraum.
  • Kaiser Sigismund von Luxemburg beteiligte sich finanziell am Bau und stellte die Hälfte der Einnahmen aus der Košice-Zollabgabe bereit.
  • Das Domensemble – einschließlich der St.-Michael-Kapelle und des St.-Urban-Turms – wurde 1970 zum Kulturdenkmal erklärt.

Geschichte

Die ursprüngliche Kirche an dieser Stelle war ein romanischer Bau, der dem Heiligen Michael gewidmet war und bis in die Mitte des 11.

Jahrhunderts zurückreicht.

Im 13.

Jahrhundert wurde der Kirchenbau nach der Ankunft deutscher Siedler und als Elisabeth zur Stadtpatronin wurde, ihr neu geweiht und im gotischen Stil wiederaufgebaut – dabei blieb der romanische Turm erhalten.

1380

Ein Brand um 1380 zerstörte diese frühere Kirche, was den Bau des heutigen Domes auslöste.

1380

Die erste Bauphase, etwa von 1380 bis 1420, wurde von wohlhabenden Einheimischen finanziert und von Kaiser Sigismund sowie der päpstlichen Kurie unterstützt.

Der Dom wurde als Basilika mit fünf Schiffen errichtet und mit reich verzierten Portalen ausgestattet.

Aufsicht führten Meisterbauer, darunter Mikuláš und Peter aus Budin.

1420

Eine zweite Bauphase von 1420 bis 1440 brachte neue Mauerwerkstechniken hervor, die von Peter Parler beeinflusst waren – das erhöhte die Geräumigkeit und Leichtigkeit der Kathedrale.

Ortsführer

1
Mittelschiff und Querschiff14. bis 16. Jahrhundert

Das Herz des Domes: Hier schneiden Mittelschiff und vier Seitenschiffe mit einem Querschiff gleicher Höhe und Breite zusammen und bilden ein griechisches Kreuz. So entsteht ein voluminöser und heller Mittelpunkt, einzigartig in der gotischen Architektur.

2
Nordturm14. bis 15. Jahrhundert

Der 59 Meter hohe Nordturm ist ein markantes Element in der Silhouette des Domes und bietet Panoramablicke über Košice. Er ist ein Beispiel für gotische Vertikalität und meisterhaftes Handwerk.

3
Südliches polygonales ChorumgangsseitengewölbeEnde des 14. Jahrhunderts

Diese Seitengänge gehörten zu den ersten Teilen, die in der Anfangsphase errichtet wurden. Sie weisen polygonale Formen auf, wie sie typisch für den gotischen Stil sind, und sind mit reich verzierten Portalen ausgestattet.

4
St.-Michael-Kapelle und St.-Urban-TurmMittelalter

Benachbarte Bauten, die zum Domensemble gehören und zu Kulturdenkmalen erklärt wurden. Sie ergänzen die historische und architektonische Bedeutung des Domes.

Kontakt

Telefon: 055/622 00 79