St.-Martinsdom

St.-Martinsdom

Bratislava Region

85/10090 min

Der St.-Martinsdom liegt im historischen Zentrum von Bratislava – direkt unterhalb der Burg. Er ist die größte und zugleich eine der ältesten Kirchen der Stadt. Von 1563 bis 1830 diente er als Krönungskirche des Königreichs Ungarn und ist damit von enormer historischer Bedeutung. Architektonisch handelt es sich um eine traditionelle gotische Basilika mit Kreuzgrund: Das Langhaus besteht aus drei Seitenschiffen, getrennt durch zwei Reihen von Säulen, und es dominiert ein imposanter 85 Meter hoher Turm, der einst Teil der mittelalterlichen Befestigungsanlagen der Stadt war. Oben auf dem Turm thront eine Nachbildung der Ungarischen Krone – als Symbol für das königliche Erbe. Umgeben ist der Dom von malerischen Höfen und historischen Nebengebäuden, darunter auch ein in Betrieb befindliches Priesterseminar. Im Inneren zeigt der Altar eine bedeutende barocke Reiterstatue des St. Martin: dargestellt ist, wie er seinen Mantel mit einem Bettler teilt – ganz im Zeichen der Nächstenliebe. Seit seinen Anfängen im romanischen Stil zu Beginn des 13. Jahrhunderts hat der Dom mehrere Rekonstruktionen und stilistische Veränderungen durchlaufen. Die großen gotischen Erweiterungen wurden bis Mitte des 15. Jahrhunderts abgeschlossen. Barocke Ergänzungen im 18. Jahrhundert und eine im 19. Jahrhundert einsetzende „Neugotisierung“ prägen heute sein Erscheinungsbild. Noch immer ist er ein wichtiges religiöses und kulturelles Wahrzeichen – und zieht Besucher an wegen seiner architektonischen Schönheit, seiner historischen Bedeutung und der besonderen spirituellen Atmosphäre.

Planen Sie Ihre Reise nach Slowakei mit KI

Erstellen Sie in wenigen Minuten einen detaillierten Reiseplan. KI schlägt die besten Orte, Restaurants und eine optimierte Route vor.

Tipp: Besucher sollten idealerweise morgens oder spät am Nachmittag kommen, um große Menschenmengen zu vermeiden und die ruhige Atmosphäre zu genießen. Tickets für geführte Touren oder Sonderveranstaltungen lassen sich häufig im Voraus über die offizielle Website des Doms buchen. Ermäßigungen sind eventuell für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Gruppen verfügbar. Der Dom ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und liegt nahe an weiteren Attraktionen in Bratislava – so lässt sich der Besuch bequem mit anderen Stops kombinieren. Werfen Sie einen Blick auf die offizielle Website, um aktuelle Gottesdienstzeiten und besondere Zeremonien zu checken und Ihren Besuch optimal zu planen.

Interessante Fakten

  • Der St.-Martinsdom war von 1563 bis 1830 die Krönungskirche ungarischer Könige.
  • Der Turm des Doms ist 85 Meter hoch und war in die mittelalterlichen Stadtbefestigungen integriert.
  • Eine Nachbildung der Ungarischen Krone ruht auf der Spitze des Doms und steht symbolisch für die königliche Krönungstradition.
  • Am Altar befindet sich eine barocke Reiterstatue des St. Martin, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt – geschaffen von Georg Rafael Donner im Jahr 1744.
  • Der Dom beherbergt die Überreste des heiligen Johannes des Almosengebers, der im frühen 7. Jahrhundert starb.

Geschichte

Der Standort des St.-Martinsdoms ist seit der Urgeschichte bedeutsam.

Archäologische Belege für Siedlungen reichen bis in die späte Steinzeit zurück.

Die ursprüngliche Kirche an diesem Ort war ein romanisches Bauwerk, das Anfang des 13.

Jahrhunderts entstand, nachdem das Probstamt von der Burg Bratislava in die Stadt verlegt worden war.

1311

Als Bratislava wuchs, wurde die Kirche ab 1311 im gotischen Stil neu errichtet; die Bauarbeiten dauerten unterbrochen bis 1452.

1563

1563 wurde der Dom zur Krönungskirche des Königreichs Ungarn – diese Rolle erfüllte er bis 1830.

Im Laufe der Jahrhunderte erlitt er Schäden durch Kriege, Brände und Naturkatastrophen.

Daraus resultierten barocke Veränderungen im 18.

Jahrhundert und eine bedeutende Neugotisierung im späten 19.

Jahrhundert.

1760

Der Turm, der einst Teil der Stadtbefestigungen war, wurde 1760 vom Blitz getroffen und mit einer barocken Spitze wiederaufgebaut.

Später wurde er durch die heutige Form ersetzt, die oben mit der Nachbildung der Ungarischen Krone gekrönt ist.

Ortsführer

1
Domturm und -spitze14. Jahrhundert oder später

Der 85 Meter hohe Turm prägt die Silhouette der Altstadt von Bratislava und war historisch Teil der Verteidigungsmauern der Stadt. Seine Spitze wird von einer Nachbildung der Ungarischen Krone gekrönt – als Symbol für die Rolle des Doms bei königlichen Krönungen.

2
Hauptschiff und Altar15.-18. Jahrhundert
Georg Rafael Donner (Statue)

Im Langhaus des Doms finden sich drei Seitenschiffe, die durch zwei Reihen mit je acht Säulen voneinander getrennt sind, bei einer maximalen Höhe von über 16 Metern. Der Altar umfasst eine bekannte barocke Reiterstatue des St. Martin, der seinen Mantel mit einem Bettler teilt – ein Sinnbild für Nächstenliebe und Mitgefühl.

3
Barocke Kapelle des Johannes des Almosengebers18. Jahrhundert
Georg Rafael Donner (Entwurf)

Diese Kapelle dient als Mausoleum und wurde im 18. Jahrhundert hinzugefügt – finanziert durch Kardinal Emeric Esterházy. Sie enthält die Überreste des heiligen Johannes des Almosengebers und verbindet den Dom so mit der frühen christlichen Geschichte.

4
Hof und Priesterseminar

Der Dom ist von einem großzügigen, terrassierten Hof umgeben – mit malerischen Resten von Nebengebäuden. In der Nähe befindet sich ein in Betrieb befindliches Priesterseminar, in dem Studierende in traditionellen Gewändern häufig zu sehen sind. Das verleiht dem Ort eine lebendige Kulturerbe-Atmosphäre.

Kontakt

Telefon: 02/544 313 59