Kremnica-Münze
Banská Bystrica Region
Die Kremnica-Münze wurde 1328 in der mittelalterlichen Stadt Kremnica in der Slowakei gegründet und ist die älteste weltweit ununterbrochen arbeitende Münzstätte. Sie spielte eine entscheidende Rolle im Königreich Ungarn, indem sie die berühmten goldenen Florin und die Kremnica-Dukaten produzierte – Münzen, die für ihre Reinheit geschätzt wurden und international als Zahlungsmittel dienten. Die Arbeit der Münzstätte trug wesentlich zum Wohlstand Kremnicas bei und brachte ihr den Spitznamen „Golden Kremnica“. Über Jahrhunderte passte sich die Münzstätte an technologische Entwicklungen an, ohne dabei die traditionelle Handwerkskunst der Münzprägung aufzugeben. Heute produziert sie weiterhin slowakische Euro-Münzen und bietet zudem maßgeschneiderte künstlerische Produkte wie Medaillen, Abzeichen und Gedenkobjekte an. Die Münzstätte befindet sich in einer Stadt, deren Bergbautradition bis ins 9. Jahrhundert zurückreicht; das nahe gelegene Schloss und die Befestigungen stehen sinnbildlich für ihre historische Bedeutung. Besucher können die Prägehalle besichtigen – das Herz der präzisen und fachkundigen Münzproduktion – und mehr über sieben Jahrhunderte gelebter Münzprägung erfahren.
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Tipp: Besucher sollten die offizielle Website prüfen, um die aktuellen Öffnungszeiten und die Verfügbarkeit von Führungen zu erfahren. Die beste Zeit für einen Besuch sind die wärmeren Monate, wenn Kremnica kulturelle Veranstaltungen ausrichtet. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen, um sicherzustellen, dass noch Plätze verfügbar sind. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende, Senioren und Gruppen. Die Münzstätte bietet außerdem Online-Virtual-Tours für die Entdeckung aus der Ferne an.
Interessante Fakten
- •Die Kremnica-Münze ist die älteste weltweit ununterbrochen arbeitende Münzstätte und seit 1328 aktiv.
- •Die Münzstätte produzierte im Laufe ihrer Geschichte über 21,5 Millionen Golddukaten; ihr Gesamtwert entspricht bei heutigen Goldpreisen ungefähr einer Milliarde US-Dollar.
- •Kremnica war als „Golden Kremnica“ bekannt – wegen der reichen Goldvorkommen und der erfolgreichen Münzindustrie.
- •Heute prägt die Münzstätte slowakische Euro-Münzen und setzt damit ihr Erbe in der modernen Währungsproduktion fort.
- •Die Prägehalle gilt als das Herz der Münzstätte – dort treffen fachkundige Handwerkskunst und Präzisionstechnologie aufeinander.
Geschichte
Die Kremnica-Münze wurde 1328 gegründet, nachdem König Karl I.
von Ungarn königliche Privilegien verliehen hatte.
Sie wurde zur Hauptmünzstätte des Königreichs Ungarn und prägte Goldflorin und Dukaten, die international bekannt wurden.
Der Bergbau-Wohlstand der Stadt erreichte im 14.
und 15.
Jahrhundert seinen Höhepunkt, wobei die Münzstätte eine zentrale Rolle spielte.
Obwohl der Bergbau zurückging und die Goldgewinnung 1970 eingestellt wurde, arbeitet die Münzstätte durchgehend weiter und hat sich an neue Währungen und Technologien angepasst.
Sie ist bis heute ein Symbol für die historische Bedeutung Kremnicas als Bergbau- und Wirtschaftsstandort.
Ortsführer
Prägehalle
Der zentrale Produktionsbereich, in dem hochqualifizierte Prozesse Metalllegierungen durch präzise Prägeverfahren in Münzen verwandeln – und so den Kern der Arbeit der Münzstätte verkörpern.
Werkstatt für individuelle Fertigungen
Eine Einrichtung, die sich darauf spezialisiert hat, einzigartige künstlerische Produkte wie Medaillen, Abzeichen und Gedenkmarken zu schaffen – und dabei die Handwerkskunst der Münzstätte über den reinen Währungsbereich hinaus sichtbar macht.
Kontakt
Telefon: 045/678 78 75