Höhle von Pivka

Höhle von Pivka

Littoral-Inner Carniola

90/10090 min

Die Postojna-Höhle zählt zu den bekanntesten Naturwundern Sloweniens und ist das zweitlängste Höhlensystem des Landes. Es erstreckt sich über mehr als 24 Kilometer. Entstanden durch den Fluss Pivka, bietet die Höhle atemberaubende Karstformationen – darunter Sintertropfsteine, Stalaktiten und Travertinvorhänge, die an gefaltete Gardinen erinnern. Besucher können etwa 5 Kilometer der Höhle erkunden; davon sind 3,5 Kilometer über eine einzigartige unterirdische Elektrobahn zugänglich. Damit gehört die Höhle zu den berühmtesten Schauhöhlen der Welt. Außerdem beherbergt sie ein Aquarium mit dem Olm – dem größten oberirdischen? Nein: dem weltweit größten troglodytischen Amphibium –, das in der Region endemisch ist. Ihre bewegte Geschichte reicht mindestens bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück; erste offizielle Beschreibungen beginnen im 17. Jahrhundert. Die Höhle gehörte zu den ersten, die 1884 mit elektrischer Beleuchtung ausgestattet wurden, und erhielt bereits 1872 eine Höhlenbahn, was sie für Touristen noch attraktiver machte. Die Führung dauert rund 1,5 Stunden und führt durch beleuchtete Passagen bei einer konstanten Temperatur von etwa 10 °C. Die Postojna-Höhle ist bis heute ein Top-Ziel für Touristen – wegen ihrer natürlichen Schönheit, ihrer historischen Bedeutung und des einzigartigen unterirdischen Erlebnisses.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Postojna-Höhle sind Frühling und Sommer, wenn das Wetter mild ist. Es empfiehlt sich, die Tickets im Voraus zu kaufen – besonders in der Hochsaison –, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Besucher können von Rabatten für Gruppen, Familien und Kinder profitieren. Geführte Touren sind in mehreren Sprachen verfügbar, und bequeme Wanderschuhe sind empfehlenswert, da die Höhlenböden uneben sind. Die Höhle hält eine konstante, kühle Temperatur, daher wird das Mitbringen einer leichten Jacke empfohlen.

Interessante Fakten

  • Die Postojna-Höhle ist das zweitlängste Höhlensystem in Slowenien und erstreckt sich über mehr als 24 Kilometer.
  • Hier befindet sich die einzige unterirdische Poststelle der Welt, die 1899 eingerichtet wurde.
  • Die Höhle ist Heimat des Olms, dem größten troglodytischen Amphibium. 2016 legte er in der Höhle berühmt über 50 Eier.
  • Die elektrische Beleuchtung wurde 1884 in der Höhle installiert – bevor die nahegelegene Hauptstadt Ljubljana eine elektrische Straßenbeleuchtung hatte.
  • Während des Zweiten Weltkriegs wurden fast 1.000 Fässer Flugzeugtreibstoff in der Höhle gelagert und später von Partisanen zerstört. Dabei entstand ein Feuer, das sieben Tage dauerte.

Geschichte

1213

Die Geschichte der menschlichen Nutzung der Postojna-Höhle reicht mindestens bis 1213 zurück, belegt durch Graffiti in der Höhle.

Zum ersten Mal wissenschaftlich beschrieben wurde sie im 17.

Jahrhundert von Johann Weikhard von Valvasor.

In der ersten Hälfte des 19.

1819

Jahrhunderts gewann die Höhle an Bedeutung, als Erzherzog Ferdinand sie 1819 besuchte – ein Zeichen für ihre offizielle Anerkennung als touristisches Ziel.

1884

Im Jahr 1884 gehörte die Postojna-Höhle zu den ersten Höhlen weltweit, die elektrische Beleuchtung installierten.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Höhle zur Lagerung von Flugzeugtreibstoff genutzt, der später von Partisanen zerstört wurde und dabei erheblichen Schaden verursachte.

Zu den Entwicklungen nach dem Krieg gehörte, dass die Gas-Lokomotive durch einen Elektrozugs ersetzt und der öffentliche Zugang auf etwa 5,3 Kilometer des Höhlensystems erweitert wurde.

Ortsführer

1
Fahrt mit dem Untergrundzug1872

Eine einzigartige Elektrobahn bringt Besucher durch 3,5 Kilometer der Höhle. So können sie die weitläufigen Hallen und Formationen bequem und mit tollen Ausblicken erleben.

2
Schauhöhlen-Passagen

Die 1,5 Kilometer begehbarer Höhlenpassagen werden zu Fuß mit einem Guide erkundet und zeigen Sintertropfsteine, Stalaktiten und Travertinvorhänge, die sich über Millionen von Jahren gebildet haben.

3
Olm-Aquarium

Ein Aquarium innerhalb der Höhle zeigt den Olm, eine endemische Amphibienart, die an das Leben im Dunkeln angepasst ist. Berühmt ist das Vorkommen seltener Brutereignisse in der Höhle.

Kontakt

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