
Mariborer Synagoge
Drava
Die Mariborer Synagoge liegt im mittelalterlichen jüdischen Viertel von Maribor in Slowenien. Sie gehört zu den ältesten noch erhaltenen Synagogen Europas und ist in Slowenien nur zweimal vertreten. Ursprünglich wurde sie im späten 13. oder 14. Jahrhundert errichtet und diente der aschkenasisch-orthodoxen jüdischen Gemeinde, bis diese 1497 vertrieben wurde. Danach wurde das Gebäude zur Kirche Allerheiligen umgewandelt und später als militärisches Lager sowie für verschiedene kommerzielle Zwecke genutzt. Nach umfangreichen Renovierungen im späten 20. Jahrhundert eröffnete es 2001 als Center of Jewish Cultural Heritage Synagogue Maribor erneut als Museum – gewidmet der jüdischen Geschichte und Kultur der Region. Die Architektur der Synagoge spiegelt ihre gotischen Ursprünge wider, und sie hatte einst eine zentrale Rolle im jüdischen religiösen Leben inne, unter anderem als Sitz des Oberrabbinats von Steiermark, Kärnten und Krain. Besonders hervorzuheben ist, dass der bedeutende talmudische Autor Israel Isserlein, eine angesehene Persönlichkeit des aschkenasischen Judentums im 15. Jahrhundert, mit dieser Synagoge verbunden war. Heute steht sie als Kulturdenkmal von staatlicher Bedeutung da und beherbergt Ausstellungen und Veranstaltungen, die das jüdische Erbe in Slowenien in Erinnerung rufen.
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Tipp: Besucher sollten erwägen, die Synagoge in den wärmeren Monaten zu besuchen, um das Erkunden des Museums und der umliegenden historischen Gegend besonders angenehm zu machen. Es empfiehlt sich, die offizielle Website zu prüfen, da die Synagoge regelmäßig wechselnde Ausstellungen zu jüdischer Geschichte und Kultur zeigt. Ein vorausgezahlter Ticketkauf oder Reservierungen können den Besuch erleichtern – vor allem bei Sonderausstellungen. Ermäßigungen sind möglicherweise für Studierende, Seniorinnen und Senioren oder Gruppen verfügbar. Das Gelände ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und liegt im historischen Zentrum von Maribor, sodass man es problemlos mit anderen Attraktionen der Stadt kombinieren kann.
Interessante Fakten
- •Die Mariborer Synagoge zählt zu den ältesten noch erhaltenen Synagogen Europas und ist in Slowenien nur an zwei Orten zu finden – die andere ist die Synagoge in Lendava.
- •Rabbi Israel Isserlein, eine führende talmudische Autorität des aschkenasischen Judentums im 15. Jahrhundert, war an dieser Synagoge aktiv.
- •Die Synagoge gehörte zu einem Komplex, der einen jüdischen Friedhof, eine rabbinische Residenz und eine Talmudschule umfasste – mit einem nahegelegenen befestigten jüdischen Turm.
- •Nach der Vertreibung der Juden im Jahr 1497 wurde das Gebäude in die Kirche Allerheiligen umgewandelt und später als militärisches Lager sowie für verschiedene Geschäftsräume genutzt, bevor es schließlich zu einem Museum wurde.
- •Seit 2011 ist die Synagoge als unabhängige öffentliche Institution tätig und dem jüdischen kulturellen Erbe gewidmet.
Geschichte
Erstmals 1354 erwähnt, wurde die Mariborer Synagoge vermutlich im späten 13.
Jahrhundert als Teil eines jüdischen Komplexes errichtet, der auch einen Friedhof, eine rabbinische Residenz und eine Talmudschule umfasste.
Sie war ein religiöses und gemeinschaftliches Zentrum für die jüdische Bevölkerung, bis diese 1497 vertrieben wurde.
Anschließend wurde das Gebäude zu einer katholischen Kirche umgewandelt, bis 1785, als es säkularisiert und für militärische sowie kommerzielle Zwecke genutzt wurde.
Nach Jahrzehnten unterschiedlicher privater Nutzungen begannen 1992 Restaurierungsarbeiten, die 2001 in der Wiedereröffnung als Museum für jüdisches Kulturerbe mündeten.
2015 wurde sie offiziell als Kulturdenkmal von staatlicher Bedeutung in Slowenien ausgewiesen.
Ortsführer
Spätgotische Synagoge14. Jahrhundert
Der Andachtsraum ist ein zentrales architektonisches Element der Synagoge. Er zeigt spätgotische Gestaltungselemente, die im Zuge der Renovierungen in den 1990er-Jahren wiederhergestellt wurden und die mittelalterlichen Ursprünge des Gebäudes widerspiegeln.
Ausstellungen zum jüdischen Kulturerbe
Dauer- und Sonderausstellungen widmen sich der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Maribor und in Slowenien. Dazu gehören Exponate, Dokumente und Kunstwerke.
Kontakt
Telefon: 031 680 294