Betnava Mansion

Betnava Mansion

Drava

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Betnava Mansion, nahe Maribor im Norden Sloweniens gelegen, ist ein traditionsreiches Herrenhaus mit Ursprüngen bis ins Jahr 1319 zurück, als es noch Wintenaw genannt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte es sich bis ins 16. Jahrhundert zu einem befestigten Renaissance-Herrenhaus. Das Anwesen wechselte über die Zeit den Besitzer mehrerer Adelsfamilien, darunter der Familien Herberstein und Auersperg. Im späten 18. Jahrhundert, genauer 1784, wurde es im damals in Wien beliebten spätbarocken Florentiner Stil neu aufgebaut. Architekturgeschichtlich hervorzuheben sind eine dem Heiligen Kreuz geweihte Kapelle im Westflügel, eine geschnitzte Treppe, die zum Hauptsaal führt, sowie spätbarocke Trompe-l'œil-Deckenfresken, die um 1780 von einem unbekannten Künstler gemalt wurden. Das Herrenhaus blickt auf einen englischen Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert, was die malerische Kulisse noch verstärkt. Historisch diente es als protestantische Zwischenstation unter den Grafen Herberstein und wurde später ab 1863 zum Sommerwohnsitz der Bischöfe von Maribor und Lavant. Heute ist es im Besitz des Erzbistums von Maribor; das Herrenhaus ist für sein kulturelles Erbe bekannt, hat jedoch auch Herausforderungen bei der Erhaltung erlebt.

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Tipp: Besucherinnen und Besucher sollten das Herrenhaus besonders in den Frühlings- und Sommermonaten erkunden, wenn der englische Landschaftspark in voller Blüte steht und das Erlebnis noch schöner macht. Es wird empfohlen, sich im Voraus über die Öffnungszeiten und eventuelle Führungen zu informieren, da das Herrenhaus privat geführt wird. In der Hauptsaison kann es sich lohnen, Tickets im Voraus zu buchen. Zwar sind keine konkreten Rabatte angegeben, dennoch sollten Gäste vor Ort nach möglichen Vergünstigungen fragen. Fotografieren ist ausdrücklich erwünscht, um die einzigartigen spätbarocken Innen- und Außenbereiche festzuhalten.

Interessante Fakten

  • Das Herrenhaus besitzt spätbarocke Trompe-l'œil-Deckenfresken, die um 1780 von einem unbekannten Künstler gemalt wurden.
  • Im Westflügel befindet sich eine Kapelle, die dem Heiligen Kreuz gewidmet ist und damit seine religiöse Bedeutung widerspiegelt.
  • Betnava Mansion war im 16. Jahrhundert einst ein befestigtes und von Wasser umgebenes Renaissance-Herrenhaus.
  • Es diente als protestantische Zwischenstation – inklusive Kapelle und Friedhof – unter den Grafen Herberstein.
  • Das Herrenhaus blickt auf einen englischen Landschaftspark aus dem 19. Jahrhundert, der die historische Landschaft abrundet.

Geschichte

1319

Der Standort von Betnava Mansion wurde erstmals 1319 als Wintenaw dokumentiert.

Bis zum 16.

Jahrhundert hatte es sich zu einem befestigten Renaissance-Herrenhaus entwickelt.

1784

1784 erfuhr das Herrenhaus eine bedeutende Umgestaltung in den spätbarocken Florentiner Stil, der die zeitgenössischen Wiener Architekturtrends widerspiegelt.

Die Grafen Herberstein spielten eine wichtige Rolle in seiner Geschichte, indem sie es in eine protestantische Zwischenstation mit Kapelle und Friedhof umwandelten.

1863

1863 wurde es zum Sommerwohnsitz der Bischöfe von Maribor und Lavant; diese Funktion blieb es über mehrere Jahrzehnte hinweg.

In den letzten Jahren war das Erzbistum von Maribor für die Pflege zuständig, obwohl inzwischen Bedenken zur Erhaltung geäußert wurden.

Ortsführer

1
Westflügel-Kapelle18. Jahrhundert

Eine dem Heiligen Kreuz geweihte Kapelle im Westflügel des Herrenhauses, die religiöse Kunst zeigt und als Zeugnis für die historische Rolle des Anwesens als protestantische Zwischenstation dient.

2
Hauptsaal und Treppeca. 1780
Unbekannter Künstler

Der Hauptsaal verfügt über eine geschnitzte Treppe und ist mit spätbarocken Trompe-l'œil-Deckenfresken dekoriert, die um 1780 von einem unbekannten Künstler gemalt wurden. So wird das künstlerische Erbe des Herrenhauses besonders hervorgehoben.

3
Englischer Landschaftspark19. Jahrhundert

Ein Park im englischen Stil aus dem 19. Jahrhundert, der zum Herrenhaus hin ausgerichtet ist und eine malerische Kulisse bietet, die die spätbarocke Architektur des Anwesens harmonisch ergänzt.