Kloster Kostanjevica (Nova Gorica)

Kloster Kostanjevica (Nova Gorica)

Gorizia

70/10090 min

Das Kloster Kostanjevica liegt auf einem 143 Meter hohen Hügel, der Nova Gorica und die Ortschaft Pristava voneinander trennt, und ist ein bedeutendes kulturelles und spirituelles Wahrzeichen nahe der italienisch-slowenischen Grenze. Ursprünglich 1623 als Karmeliten-Heiligtum gegründet, entwickelte es sich im Laufe der Zeit zu einem Kloster, das Pilger aus den Regionen Friaul und Görz anzog. Nachdem Kaiser Joseph II. es 1781 aufgelöst hatte, setzten die Franziskaner es 1811 wieder instand – mit ihnen kam auch eine kostbare Bibliothek mit etwa 10.000 Bänden, die heute nach dem bekannten slowenischen Sprachforscher, Pater Stanislav Škrabec, benannt ist. Das Kloster erlitt im Ersten Weltkrieg schwere Schäden, wurde jedoch zwischen 1924 und 1929 wiederhergestellt. In der Krypta ruhen die Überreste von Karl X. von Frankreich sowie weiterer Mitglieder der verbannten französischen Bourbon-Familie – und machen diese Stätte zu einem einzigartigen historischen Ort. Im Inneren der Kirche finden sich prächtige Stuckarbeiten aus dem 17. Jahrhundert, darunter Werke von Andrea Larduzzi. Heute steht das Kloster als ruhiger spiritueller Rückzugsort und als Bewahrerin eines reichen historischen und künstlerischen Erbes.

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Tipp: Besuchen Sie das Kloster im Frühling oder im frühen Herbst für angenehmes Wetter und eine ruhige Umgebung. Es wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen, damit Sie die historische Krypta und die Kunst des Klosters in vollem Umfang erleben können. Gegebenenfalls gibt es Ermäßigungen für Gruppen und Seniorinnen und Senioren. Das Kloster ist von beiden Seiten – Slowenien und Italien – erreichbar und liegt nahe der Grenze, was es besonders praktisch für Besucherinnen und Besucher aus dem Nachbarland macht.

Interessante Fakten

  • Die Krypta des Klosters ist die Grabstätte von Karl X. von Frankreich und seiner Familie, die nach der Julirevolution ins Exil gezwungen wurde.
  • Die Bibliothek des Klosters umfasst rund 10.000 Bücher und ist nach Pater Stanislav Škrabec benannt, einem bedeutenden slowenischen Sprachforscher des 19. Jahrhunderts.
  • Die Stuckarbeiten im Kircheninneren wurden in mehreren Phasen im 17. Jahrhundert geschaffen; besonders hervorzuheben ist die Arbeit von Andrea Larduzzi aus dem Jahr 1661.
  • Das Kloster wurde während der Kämpfe an der Isonzofront im Ersten Weltkrieg schwer beschädigt und bis 1929 wiederhergestellt.

Geschichte

1623

Das Kloster Kostanjevica wurde 1623 als Karmeliten-Heiligtum nahe Görz gegründet.

Im Laufe des nächsten Jahrhunderts wuchs es zu einem Kloster heran und wurde zu einem Pilgerziel.

Kaiser Joseph II.

1781

löste es 1781 auf, doch die Franziskaner stellten es 1811 wieder her und brachten eine wertvolle Bibliothek mit.

Das Kloster wurde im Ersten Weltkrieg schwer beschädigt und in den 1920er-Jahren restauriert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg brachte die Grenze zwischen Italien und Jugoslawien das Kloster in die neu entstandene Stadt Nova Gorica in Slowenien.

Ortsführer

1
Innenraum der Anunciationskirche1661
Andrea Larduzzi

Beeindruckt mit kunstvollen Stuckarbeiten aus dem 17. Jahrhundert, darunter Engelsmotive von Andrea Larduzzi, und zeigt die barocke Gestaltungskunst sowie die reiche dekorative Geschichte des Klosters.

2
Bibliothek des Franziskanerklosters19. Jahrhundert

Befindet sich mit etwa 10.000 Bänden, darunter seltene Manuskripte. Benannt ist sie nach Pater Stanislav Škrabec, der hier über 40 Jahre lebte und wirkte – und spiegelt damit das wissenschaftliche Erbe des Klosters wider.

3
Krypta der französischen Bourbon-Familie19. Jahrhundert

Die Grabstätte für Karl X. von Frankreich und seine Familie, die nach der Julirevolution ins Exil gezwungen wurden. So wird das Kloster zu einer einzigartigen königlichen Grablege außerhalb Frankreichs.

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