Nämforsen-Felszeichnungen

Nämforsen-Felszeichnungen

Västernorrlands län

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Die Nämforsen-Felszeichnungen, die in Näsåker in der Gemeinde Sollefteå in Ångermanland, Schweden, liegen, gehören zu den größten und bedeutendsten Fundstellen für Felskunst in Nordeuropa. Auf dem Gelände finden sich rund 2.595 eingravierte Motive, die in die Klippen auf Inseln in den Stromschnellen gearbeitet wurden. Zu sehen sind unter anderem Elche, Lachs, Vögel, Hunde, Menschen, Schiffe, Sonnenräder, Fußabdrücke und Schälchen bzw. Tassenabdrücke. Die Gravuren spiegeln das Leben einer Jagd- und Fischergemeinschaft wider, die bis in die späte Steinzeit und die frühe Bronzezeit zurückreicht. Neben den Felszeichnungen liegt eine der reichsten archäologischen Siedlungen Norrlands: Hier wurden u. a. eiserne Pfeilspitzen, Messer sowie Schaber aus Schiefer und Quarz gefunden – ein Hinweis auf eine langjährige Besiedlung vom Steinzeitalter bis in die Eisenzeit. Die umgebende Naturlandschaft mit den Stromschnellen und den steilen Felswänden trägt zur ganz besonderen Atmosphäre des Ortes bei. Das Museum der Nämforsen-Felszeichnungen bietet freien Eintritt und zeigt Exponate rund um die Felszeichnungen, Felsmalereien und archäologischen Funde aus der nahegelegenen Siedlung. In den Sommermonaten werden geführte Touren angeboten, die das Besuchserlebnis noch abrunden. Darüber hinaus ist der Ort auch wegen des nahegelegenen Wasserkraftwerks bekannt: Während des Tages im Sommer bleibt der natürliche Wasserlauf der Stromschnellen erhalten, damit Besucher den ursprünglichen Charakter des Flusses vor der industriellen Entwicklung erleben können. Nämforsen zieht jährlich über 20.000 Besucher an und ist ein unverzichtbarer Teil des kulturellen Erbes – mit dem klaren Fokus darauf, diese alten Felszeichnungen auch für kommende Generationen zu bewahren.

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Tipp: Besuchen Sie Nämforsen zwischen Mitte Juni und Mitte August, um an den geführten Touren zu den Felszeichnungen teilzunehmen, die dienstags bis sonntags um 12:00 und 14:30 Uhr angeboten werden (außer während des Midsummer/Fest der Mittsommerwende). Der Eintritt ins Museum ist frei. Nutzen Sie den mobilen Guide des Museums, der das ganze Jahr über verfügbar ist, für einen Besuch in Ihrem eigenen Tempo. Respektieren Sie den Ort, indem Sie nicht auf den Felszeichnungen umhergehen, damit sie erhalten bleiben. Schauen Sie auf der offiziellen Website nach aktuellen Terminen und saisonalen Aktivitäten.

Interessante Fakten

  • Nämforsen beherbergt eine der größten Sammlungen an Felszeichnungen in Nordeuropa mit fast 2.600 einzelnen Figuren.
  • Die ältesten Felszeichnungen in Nämforsen werden vermutlich auf rund 6.000 Jahre datiert und reichen in die späte Steinzeit zurück.
  • Der Ort zeigt Darstellungen von Elchen, Lachsen, Vögeln, Hunden, Menschen, Schiffen, Sonnenrädern, Fußabdrücken und Tassenabdrücken.
  • Im Sommer gibt das Wasserkraftwerk einen speziellen „Touristenwasser“-Wasserlauf frei, um den natürlichen Zustand der Stromschnellen vor der industriellen Entwicklung zu simulieren.
  • Die Felszeichnungen befinden sich auf Inseln innerhalb der Stromschnellen – die Kulisse ist dadurch besonders dramatisch und malerisch.

Geschichte

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Die Nämforsen-Felszeichnungen stammen aus der späten Steinzeit und der frühen Bronzezeit und sind damit ungefähr 6.000 Jahre alt.

Archäologische Ausgrabungen haben gezeigt, dass die nahegelegene Siedlung vom Steinzeitalter bis in die Eisenzeit durchgehend bewohnt war.

1947

1947 wurde der Bau eines Wasserkraftwerks in Nämforsen abgeschlossen, wodurch die Erhaltung der Felszeichnungen gefährdet war.

Doch damals griff der Leiter der Nationalen Altertumskunde Sigurd Curman ein und schützte den Ort vor schweren Schäden.

Seitdem wird das Kraftwerk mit einem kontrollierten Wasserfluss betrieben, um das Aussehen der Stromschnellen während der Besuche durch Touristen zu bewahren.

Versuche, die Stromerzeugung zu steigern, indem man den Wasserfluss zur „Reduzierung“ verändert, wurden durch starken lokalen Protest gestoppt und nicht weiterverfolgt – das unterstreicht die kulturelle Bedeutung des Ortes.

Ortsführer

1
Felszeichnungen auf der Insel LaxönSpäte Steinzeit bis frühe Bronzezeit

Der Hauptbereich, in dem sich die rund 2.595 Felszeichnungen befinden: Hier findet sich eine große Vielfalt an Tier- und Menschendarstellungen, die in die Klippenwände eingearbeitet wurden. Der Ort bietet einen Einblick in die urgeschichtlichen Kulturen des Jagens und Fischens.

2
Nämforsen-Felszeichnungenmuseum

Ein Museum mit freiem Eintritt, das Ausstellungen zu den Felszeichnungen, Felsmalereien und archäologischen Funden aus der nahegelegenen Siedlung zeigt – darunter Werkzeuge und Artefakte aus den Stein- bis Eisenzeiten.

3
Wasserkraftwerk bei Nämforsen1947
Vattenfall AB

Das 1947 errichtete Kraftwerk ist vor allem wegen seines „kultivierten“ Ansatzes bemerkenswert: Es bewahrt die Umgebung der Felszeichnungen, indem es während der Sommer-Tage einen kontrollierten Wasserfluss freigibt, um die ursprünglichen Stromschnellen zu simulieren.

Kontakt

Telefon: 0622-106 30