Hemsö-Festung
Västernorrlands län
Die Hemsö-Festung ist eine bedeutende militärische Verteidigungsanlage an der Mündung des Flusses Ångermanälven im Norden Schwedens. Ursprünglich 1917 errichtet und im Zweiten Weltkrieg fertiggestellt, diente sie als zentrale Basis für Küstenartillerie und schützte den strategisch wichtigen Hafen von Härnösand sowie die Marinestützpunktanlage im Ångermanälven-Einlass. Die Festung umfasst mehrere militärische Anlagen auf der Insel Hemsön, darunter zwei Haupt- Artilleriebatterien: die schwere Batterie auf Storråberget und die leichte Batterie auf Havstoudd. Die schwere Batterie, die zwischen 1953 und 1957 gebaut wurde, beherbergte drei 15,2-cm-Doppelgeschütze mit einer Reichweite von über 20 Kilometern und war so ausgelegt, dass sie auch einem nuklearen Angriff standhält. Sie war auf eine Besatzung von 320 Personen ausgelegt und verfügte über umfassende autarke Einrichtungen wie Küchen, Sanitätsräume sowie Anlagen zur Luft- und Wasseraufbereitung. Die leichte Batterie bot Platz für 112 Mann und war ebenfalls entsprechend gesichert. Während des Kalten Krieges war die Hemsö-Festung eine hochgeheime Anlage mit eingeschränktem Zugang für ausländische Staatsangehörige. 1989 wurde die Festung außer Dienst gestellt und 1998 als staatliches Baudenkmal unter Schutz gestellt. Heute betreibt sie ein Museum mit erhaltenen militärischen Anlagen; zudem gibt es geführte Touren und Veranstaltungen. So erhalten Besucher einen besonderen Einblick in die Geschichte der schwedischen Küstenverteidigung.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Hemsö-Festung sind die Sommermonate, wenn die geführten Touren regelmäßig stattfinden und das Restaurant vor Ort geöffnet ist. Für Gruppenbesuche wird empfohlen, diese im Voraus zu buchen, besonders außerhalb der Hauptsaison. Das Gelände bietet ein einzigartiges historisches Erlebnis – bewahrt so, wie es zuletzt von Soldaten genutzt wurde. Das macht es ideal für Familien und Geschichtsinteressierte. Besucher sollten auf der offiziellen Website die Öffnungszeiten und besondere Veranstaltungen prüfen. Winterbesuche erfordern zudem eine Berücksichtigung der Wetterbedingungen.
Interessante Fakten
- •Die Hemsö-Festung war eine der größten Verteidigungsanlagen des Kalten Krieges entlang der nördlichen schwedischen Küste.
- •Die schwere Batterie auf Storråberget verfügte über drei Doppelgeschütze mit 15,2 cm und einer Reichweite von über 20 Kilometern.
- •Die Festung war für eine Eigenversorgung von 90 Tagen ausgelegt, inklusive Schutz gegen nukleare Angriffe mit Einrichtungen wie Luft- und Wasseraufbereitung sowie Dieselkraftgeneratoren.
- •Ausländischen Staatsangehörigen war es während der Betriebszeit untersagt, die Hemsö-Festung zu besuchen – aufgrund ihrer strategischen Bedeutung.
- •Die Festung wurde bei der Umwandlung in ein Museum im Jahr 2005 nahezu vollständig erhalten.
Geschichte
Die Entscheidung zum Bau der Hemsö-Festung fiel 1914; der Bau begann 1917, wurde jedoch unterbrochen und Anfang der 1920er-Jahre wieder aufgenommen.
1925 wurde sie in Materialbereitschaft versetzt und erst im Zweiten Weltkrieg fertiggestellt.
Die schwere Batterie auf Storråberget wurde zwischen 1953 und 1957 errichtet und war für den Durchhaltebetrieb gegenüber nuklearen Angriffen sowie für eine Eigenversorgung über 90 Tage ausgelegt.
Bis zur Außerdienststellung 1989 war die Festung ein entscheidender Bestandteil des schwedischen Küstenverteidigungssystems im Kalten Krieg.
1998 wurde sie als staatliches Baudenkmal erklärt und seither als Museum sowie als Teil des kulturellen Erbes erhalten.
Ortsführer
Schwere Batterie auf Storråberget1953-1957
Diese Haupt-Artilleriebatterie wurde zwischen 1953 und 1957 gebaut und beherbergte drei 15,2-cm-Doppelgeschütze mit einer Reichweite von über 20 Kilometern. Das Areal umfasste umfangreiche Schutzbauwerke gegen nukleare Angriffe, etwa Flugabwehrgeschütze, Bunker und Wohnquartiere, die dafür ausgelegt waren, 320 Personen über 90 Tage zu versorgen.
Leichte Batterie auf HavstouddLate 1950s
Eine kleinere Artilleriebatterie, die für 112 Mann ausgelegt war und ebenfalls gegen nukleare Bedrohungen gesichert wurde. Sie spielte eine wichtige Rolle beim Schutz des Hafens von Härnösand sowie der Marinestützpunktanlage im Ångermanälven-Einlass.
Museumsgelände2005
Das Museum wurde 2005 eröffnet und bewahrt die schwere Batterie auf Storråberget so, wie sie war, als die letzten Soldaten 1989 weggingen. Es bietet geführte Touren, die die militärische Geschichte der Festung und ihre Bedeutung im Kalten Krieg vorstellen.
Kontakt
Telefon: 070-544 13 20