
Härnösand-Kathedrale
Västernorrlands län
Die Härnösand-Kathedrale ist eine neoklassizistische Steinkirche, die auf einem Hügel auf der Insel Härnön in der Provinz Västernorrland in Schweden liegt. Sie ist die Kathedrale des Bistums Härnösand und zugleich die Pfarrkirche der Härnösand-Kathedrale-Pfarrgemeinde innerhalb der Church of Sweden. Die ursprüngliche Kirche wurde kurz nach der Gründung der Stadt im Jahr 1593 errichtet und wurde 1647 zur Kathedrale, als die Härnösand superintendentia gegründet wurde. Stadt und Kirche wurden während der russischen Raubzüge im Jahr 1721 niedergebrannt, doch das heutige Gebäude – entworfen von Johan Adolf Hawerman und errichtet zwischen 1842 und 1846 – ersetzte den Vorgängerbau. Architektonisch ist die Kathedrale eine dreischiffige neoklassizistische Kirche mit Querschiff im Osten und einem Chor in einer halbrunden Apsis. Der markante achteckige Glockenturm ragt 46 Meter über die Stadt hinaus und bietet einen großartigen Blick auf Härnösand. Im Inneren finden sich bedeutende Ausstattungsstücke, darunter ein Altarbild aus dem 17. Jahrhundert von David von Cöln mit der Darstellung von Golgatha, vier Kronleuchter aus dem 17. Jahrhundert mit dramatischen Geschichten sowie eine seltene spanische Rokoko-Taufkanne aus Silber aus dem Jahr 1777, die vor allem bei Mitternachtsgottesdiensten an Ostern und Weihnachten verwendet wird. Die Orgel der Kathedrale wurde 1975 von Bruno Christensen & Sønner aus Dänemark gebaut und greift Elemente aus einer älteren Orgelprospektanlage von 1731 auf. Die Kathedrale ist bis heute ein lebendiger Mittelpunkt für Gottesdienste und Gemeindearbeit – eine gelungene Mischung aus historischer Bedeutung und lebendigem kulturellem Erbe.
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Tipp: Besucher sollten nach Möglichkeit unter der Woche kommen, um den Andrang am Wochenende zu vermeiden, und die täglichen Carillon-Vorführungen um 8:00, 12:00, 15:00 und 18:00 Uhr nicht verpassen. Prüfen Sie am besten die offizielle Website für Gottesdienstzeiten und besondere Veranstaltungen. Für einen allgemeinen Besuch ist in der Regel keine Vorabreservierung erforderlich, aber Gruppenführungen oder Konzerte können von einer früheren Planung profitieren. Ermäßigungen gibt es möglicherweise für Studierende, Senioren und Gruppen. Der Aufstieg zum 46 Meter hohen Turm wird mit einem Panoramablick auf Härnösand belohnt und lohnt sich wirklich.
Interessante Fakten
- •Die Härnösand-Kathedrale ist die kleinste Kathedrale der Church of Sweden.
- •Die vier Kronleuchter aus dem 17. Jahrhundert wurden während der Konflikte 1720–21 im Meer versenkt, um sie vor russischen Truppen zu schützen.
- •Die größte Glocke wurde 1754 von Gerhard Meyer aus Stockholm gegossen.
- •Das Carillon besteht aus 36 Glocken und spielt automatisch viermal täglich.
- •Das Orgelprospekt stammt aus dem Jahr 1731, obwohl die heutige Orgel 1975 gebaut wurde.
Geschichte
Härnösand wurde 1585 gegründet – kurz bevor 1593 an derselben Stelle die erste Steinkirche geweiht wurde.
Die Kirche wurde 1647 zur Kathedrale, als die Härnösand superintendentia als unabhängige kirchliche Gerichtsbarkeit eingerichtet wurde, nachdem Schweden 1645 territoriale Zugewinne erzielt hatte.
Stadt und Kathedrale wurden bei den russischen Raubzügen 1721 zerstört, jedoch rasch wiederhergestellt.
Die heutige neoklassizistische Kathedrale wurde zwischen 1842 und 1846 erbaut, entworfen von Johan Adolf Hawerman und gebaut von Anders Magnus Atterberg.
Sie steht auf demselben Hügel wie die ursprüngliche Kirche; Teile der ursprünglichen nördlichen Mauer wurden vermutlich in die heutige südliche Mauer integriert.
Ortsführer
Hauptschiff und Altarbild17. Jahrhundert
Das dreischiffige Langhaus verfügt über ein markantes Altarbild, das David von Cöln im 17. Jahrhundert gemalt hat und Golgotha darstellt. Die klassischen Proportionen des Schiffs und das einfallende Licht verstärken die nachdenkliche Atmosphäre.
Glockenturm1846
Der achteckige Glockenturm ragt 46 Meter über die Stadt hinaus und bietet einen Panoramablick auf Härnösand. Er beherbergt drei Glocken und ein Carillon aus 36 Glocken, das viermal täglich automatisch ertönt.
Taufbecken1777
Die Kathedrale besitzt mehrere Taufbecken, darunter eine seltene spanische Taufkanne aus Silber im Rokoko-Stil aus dem Jahr 1777, die hauptsächlich bei Mitternachtsmessen an Ostern und Weihnachten verwendet wird, sowie ein steinernes Taufbecken mit einer innenliegenden Schale aus Zinn für regelmäßige Taufen.
Orgel1975
Die heutige Orgel wurde 1975 von Bruno Christensen & Sønner aus Dänemark gebaut und verfügt über 57 Register auf vier Manualen und Pedal. Das Orgelprospekt stammt aus dem Jahr 1731 und enthält originale Pfeifen aus dieser Zeit.
Kontakt
Telefon: 0611-288 00