
Linnés Hammarby
Uppsala län
Linnés Hammarby, rund 15 Kilometer südöstlich von Uppsala in Schweden, ist ein Kulturreservat und Museum, das dem berühmten Botaniker Carl von Linné gewidmet ist. Der Landsitz wurde 1758 von Linné erworben und als Landhaus und landwirtschaftlicher Betrieb seiner Familie ausgebaut. Das wichtigste Holzgebäude, das 1762 errichtet wurde, diente als Sommerresidenz und wurde durch ein Steingebäude ergänzt, das 1769 als Museum gebaut wurde, um Linnés umfangreiche Sammlungen zu beherbergen. Die umgebenden Felder wurden wiederhergestellt, um die landwirtschaftliche Landschaft des 18. Jahrhunderts vor der 1827 durchgeführten Landreform nachzubilden. Heute bietet das Museum Dauerausstellungen zu Linnés Leben, Werken und Sammlungen sowie einen botanischen Garten und einen Park. Das Gelände blieb bis 1879 im Besitz der Familie Linné, als es an den Staat verkauft, restauriert und für die Öffentlichkeit geöffnet wurde. In Verwaltung der Universität Uppsala vermittelt Linnés Hammarby einen einzigartigen Einblick in das ländliche Schweden des 18. Jahrhunderts und in das Erbe eines der einflussreichsten Wissenschaftler Schwedens.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch von Linnés Hammarby ist der Zeitraum von Spätfrühling bis Frühsommer, wenn der botanische Garten und die wiederhergestellten Felder in voller Blüte stehen. Für ein tieferes Verständnis von Linnés Leben und Wirken werden geführte Touren durch das Hauptgebäude empfohlen. Tickets kann man vor Ort kaufen, doch in der Hochsaison ist eine vorherige Buchung ratsam. Außerdem können Besucher das nahe gelegene Linnaeus Garden in Uppsala erkunden, um das Erlebnis zu ergänzen. Vor Ort gibt es ein Besucherzentrum mit Erfrischungen und Souvenirverkauf.
Interessante Fakten
- •Das 1769 auf dem Gelände errichtete Steingebäude-Museum wurde eigens von Linné entworfen, um seine naturkundlichen Sammlungen aufzunehmen.
- •Die umgebenden Felder des Landsitzes wurden wieder in ihren Zustand aus dem 18. Jahrhundert versetzt, um landwirtschaftliche Praktiken vor der 1827 durchgeführten Landreform zu zeigen.
- •Linné nutzte Hammarby als Rückzugsort vor der ungesunden Umgebung in Uppsala und nahm seine Schüler häufig für Exkursionen dorthin mit.
- •1963 wurde Linnés Hammarby auf schwedischen Briefmarken im Rahmen der Serie Svenska byggnadsminnen vorgestellt.
Geschichte
Der Gutshof Hammarby wurde erstmals 1337 als typisches Bauerndorf erwähnt.
Der Besitz wechselte mehrfach, bevor er 1758 von Carl von Linné gekauft wurde, der daraus einen Landsitz und eine Sommerresidenz machte.
Das Haupthaus wurde 1762 erbaut, und 1769 wurde ein Steingebäude hinzugefügt, um Linnés Sammlungen aufzubewahren.
Nach Linnés Tod im Jahr 1778 lebte die Familie dauerhaft dort.
Der Landsitz blieb bis 1879 in der Familie, als er an den schwedischen Staat verkauft, restauriert und in ein Museum umgewandelt wurde.
Seit 1935 ist Linnés Hammarby ein geschütztes Baudenkmal.
Ortsführer
Haupthaus1762
Das zweistöckige hölzerne Haupthaus, das 1762 errichtet wurde, diente als Sommerresidenz der Familie. Es enthält Interieurs aus der jeweiligen Zeit – darunter Wohnräume und Küche – und spiegelt das ländliche Leben des schwedischen Landadels im 18. Jahrhundert wider.
Steinmuseum (Linnés Naturgeschichtliches Kabinett)1769
Dieses Steingebäude wurde 1769 auf einem Hügel oberhalb des Haupthauses errichtet. Linné ließ es entwerfen, um seine umfangreichen naturgeschichtlichen Sammlungen aufzubewahren und auszustellen.
Botanischer Garten und Park
Der Landsitz umfasst einen botanischen Garten sowie einen Parkbereich. Dort werden Pflanzenarten präsentiert, die Linné studiert und kultiviert hat. Die umliegenden Felder sind ein Kulturreservat, das in seinem Erscheinungsbild an den Zustand aus dem 18. Jahrhundert angelehnt wurde.
Kontakt
Telefon: 018-471 28 38