
Linnaeus-Garten
Uppsala län
Der Linné-Garten in Uppsala, Schweden, ist der älteste botanische Garten, der mit der Universität Uppsala verbunden ist, und zugleich eine historische und wissenschaftliche Sehenswürdigkeit. Er wurde ursprünglich 1655 von Olaus Rudbeck gegründet und später von Carl von Linné ab 1741 übernommen und neu gestaltet. Dabei ordnete er die Pflanzen nach seinem neuartigen „sexuellen“ Klassifikationssystem, das er in seinem Werk Hortus Upsaliensis dokumentierte. Der Garten wurde bei dem Brand in der Stadt Uppsala im Jahr 1702 stark beschädigt, jedoch im 20. Jahrhundert wiederhergestellt – durch die Schwedische Linné-Gesellschaft, basierend auf Linnés detaillierten Beschreibungen. Direkt neben dem Garten liegt das Linné-Museum, untergebracht im ehemaligen Wohnhaus von Carl von Linné. Dort werden seine persönlichen und beruflichen Habseligkeiten gezeigt, darunter sein medizinischer Schrank und sein Herbarium. Der Garten ist bis heute ein lebendiges Denkmal von Linnés Vermächtnis: Er zeigt verschiedene Pflanzenarten so, wie sie im 18. Jahrhundert kultiviert wurden, und bietet Besuchern einen einzigartigen Einblick in die Geschichte der Botanik und die Ursprünge der modernen Taxonomie. Außerdem ist er als Kulturdenkmal anerkannt und war bis 2016 auf der schwedischen 100-Kronen-Banknote abgebildet. Heute wird der Garten von der Universität Uppsala verwaltet, während das Museum von der Schwedischen Linné-Gesellschaft betrieben wird.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Linné-Garten ist der Frühling und Sommer, wenn die Pflanzen in voller Blüte stehen. In der Hochsaison wird Besuchern empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen, um Wartezeiten zu vermeiden. Gelegentlich werden geführte Touren angeboten, die noch tiefere Einblicke in Linnés Arbeit und die Geschichte des Gartens geben. Ermäßigungen gibt es häufig für Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie für Gruppen. Der Garten ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und liegt nahe dem Stadtzentrum – so lässt er sich leicht mit anderen Sehenswürdigkeiten in Uppsala kombinieren.
Interessante Fakten
- •Der Linné-Garten ist der älteste botanische Garten der Universität Uppsala, gegründet 1655.
- •Carl von Linné ordnete die Pflanzen nach seinem „sexuellen“ System an, dokumentiert in Hortus Upsaliensis (1748).
- •Das angrenzende Linné-Museum war Linnés Zuhause und ist heute ein Museum, das seine persönlichen und wissenschaftlichen Sammlungen zeigt.
- •Der Garten war von 1986 bis 2016 auf der schwedischen 100-Kronen-Banknote abgebildet.
- •Der Garten wurde beim Stadtbrand von 1702 in Uppsala beschädigt, aber im 20. Jahrhundert sorgfältig wiederhergestellt – basierend auf Linnés Aufzeichnungen.
Geschichte
Der Linné-Garten wurde 1655 von Olaus Rudbeck als botanischer Garten für die Universität Uppsala gegründet.
Nach den Schäden durch den Stadtbrand von 1702 geriet er in Verfall, bis Carl von Linné 1741 die Leitung übernahm und ihn nach seinem Klassifikationssystem neu gestaltete.
Das angrenzende Linné-Museum wurde 1693 errichtet und diente Linné von 1743 bis zu seinem Tod 1778 als Wohnsitz.
Im 19.
Jahrhundert wurde der Garten als Park umgenutzt, doch in der frühen zweiten Hälfte des 20.
Jahrhunderts brachte ihn die Schwedische Linné-Gesellschaft wieder in seine ursprüngliche Funktion als botanischer Garten zurück.
Seit 1978 wird der Garten von der Universität Uppsala verwaltet und seit 1935 als historisches Gebäude geschützt.
Ortsführer
Linné-Museum1693
Das ehemalige Wohnhaus von Carl von Linné, 1693 von Olaus Rudbeck erbaut, ist heute ein Museum mit Linnés persönlichen Besitztümern, seinem medizinischen Schrank, seinen Insektensammlungen und seinem Herbarium. Es bietet Einblicke in sein Leben und Arbeiten im 18. Jahrhundert.
Der Botanische Garten1741 (Neugestaltung)
Im Sinne des 18.-Jahrhundert-Designs von Carl von Linné wiederhergestellt, zeigt der Garten eine Vielzahl an Pflanzenarten, die nach Linnés Klassifikationssystem angeordnet sind. Dazu gehören historisch bedeutsame Bauwerke wie das Orangeriehaus, das ursprünglich von Carl Hårleman entworfen wurde.
Kontakt
Telefon: 018-471 28 38