
Carolina Rediviva
Uppsala län
Carolina Rediviva ist ein historisches Bibliotheksgebäude, das zur Uppsala University Library in Uppsala, Schweden, gehört. Der Bau begann 1820 und wurde 1841 abgeschlossen. Zunächst entworfen vom Architekten Carl Fredrik Sundvall. Heute gilt das Gebäude als ältestes und größtes Universitätsbibliotheksgebäude Schwedens und wurde in Erinnerung an die frühere Academia Carolina benannt. Im Laufe der Zeit erlebte das Haus mehrere Erweiterungen und Renovierungen – unter anderem durch Architekten wie Axel Johan Anderberg und Peter Celsing. Die Bibliothek beherbergt bedeutende Bestände in den Geisteswissenschaften, Theologie und Soziologie und bietet spezialisierte Lesesäle für empfindliche Materialien. Besonders hervorzuheben ist der Schutz des Codex Argenteus, einer gotischen Handschrift aus dem 6. Jahrhundert, sowie der Carta marina-Karte – beide sind in einer dauerhaften Ausstellung nahe dem Eingang zu sehen. Carolina Rediviva ist ein geschütztes historisches Denkmal, das weithin sichtbar auf dem Hügel Carolinabacken im Zentrum von Uppsala liegt. In der Umgebung befinden sich Wahrzeichen wie das Uppsala Castle und der English Park. Die Architektur zeichnet sich durch eine neoklassizistische Fassade mit markantem Portikus und mehreren Etagen aus – heute auf zwölf Ebenen erweitert, die von zahlreichen Aufzügen erschlossen werden. Die Bibliothek ist bis heute ein wichtiger kultureller und akademischer Anlaufpunkt: Sie verbindet eine reiche Geschichte mit modernen wissenschaftlichen Aufgaben.
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Tipp: Besuchen Sie Carolina Rediviva am besten unter der Woche, um Menschenmengen zu vermeiden und in Ruhe studieren zu können. Informieren Sie sich im Voraus über Sonderausstellungen und überlegen Sie, geführte Touren zu buchen, falls verfügbar. Der Eintritt ist in der Regel frei, aber für einige Sonderausstellungen werden Tickets benötigt. Die Bibliothek bietet Einrichtungen für Forschende, die seltene Bestände nutzen – für Lesesäle mit Spezialsammlungen wird daher eine vorherige Terminvereinbarung empfohlen.
Interessante Fakten
- •Carolina Rediviva beherbergt den Codex Argenteus, eine gotische Handschrift aus dem 6. Jahrhundert, auch bekannt als Silver Bible.
- •Zur permanenten Ausstellung der Bibliothek gehört die Carta marina, eine detaillierte Karte Skandinaviens aus dem 16. Jahrhundert.
- •Das Gebäude ist von ursprünglich drei Stockwerken auf zwölf Stockwerke angewachsen – mit 15 Aufzügen.
- •Der Bau begann unter König Karl XIV Johan, der das Projekt 1819 persönlich einweihte.
- •Der ursprüngliche Architekt Carl Fredrik Sundvall trat während des Baus zurück, weil es Konflikte mit dem Baukomitee gab.
- •Carolina Rediviva ist ein eingetragenes historisches Denkmal und ein bedeutender kultureller Ankerpunkt in Uppsala.
Geschichte
Der Grundstein von Carolina Rediviva wurde 1817 gelegt, der offizielle Baubeginn erfolgte 1819 unter der Schirmherrschaft von König Karl XIV Johan.
Das Gebäude wurde 1841 offiziell eröffnet, verfügte anfangs jedoch weder über ausreichende Beheizung noch über genügend Lesesäle.
Architekt Carl Fredrik Sundvall trat früh zurück, weil es Unstimmigkeiten gab, und die nachfolgenden Architekten – darunter K.J.
Hjelm, Axel Johan Anderberg und Peter Celsing – trugen im Verlauf des 19.
und 20.
Jahrhunderts zu Erweiterungen und Renovierungen bei.
Ursprünglich hatte das Gebäude drei Stockwerke mit halben Etagen, heute umfasst es zwölf Stockwerke mit modernen Annehmlichkeiten.
Benannt wurde es zu Ehren der abgerissenen Academia Carolina, dem früheren Bibliotheksgebäude der Universität aus dem 18.
Jahrhundert.
Carolina Rediviva steht unter Denkmalschutz und entwickelt sich weiter – als zentrale akademische Bibliothek.
Ortsführer
Eingangsausstellungssaal
Nahe dem Eingang der Bibliothek gelegen, zeigt dieser Saal einige der wertvollsten Stücke des Hauses – darunter originale Blätter des Codex Argenteus sowie die Carta marina-Karte. Die Exponate werden periodisch ausgetauscht, doch stets stehen bedeutende Handschriften im Mittelpunkt.
Lesesaal A
Ein prächtiger Lesesaal mit neoklassizistischen Gestaltungselementen sowie Ausblicken nach Westen und markanten Details entlang der nördlichen und östlichen Wände. Er eignet sich als ruhiger Ort zum Studieren – mit historischem Ambiente.
Der Lesesaal der Bücher
Ein großer Saal, der dazu entworfen wurde, die umfangreichen Buchbestände der Bibliothek aufzunehmen. Er spiegelt die Erweiterung des Gebäudes wider, um den wachsenden akademischen Anforderungen im Laufe der Jahrhunderte gerecht zu werden.