Gamla Uppsala

Gamla Uppsala

Uppsala län

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Gamla Uppsala, direkt außerhalb der modernen Stadt Uppsala in Schweden gelegen, ist ein Ort von großer historischer und kultureller Bedeutung – und reicht bis in das 3. und 4. Jahrhundert n. Chr. zurück. In der Eisenzeit und in den Wikingerperioden war es ein bedeutendes religiöses, wirtschaftliches und politisches Zentrum. Berühmt ist es außerdem als Sitz der legendären Dynastie der Ynglinger schwedischer Könige. Das Gebiet beherbergt die bekannten Uppsala högar: drei große Grabhügel, die man als die Gräber antiker schwedischer Könige vermutet – errichtet zwischen 500 und 600 n. Chr. Gamla Uppsala war zudem der Ort des Thing of all Swedes, einer allgemeinen Versammlung, die jährlich zusammen mit dem Disting und dem religiösen Fest Dísablót stattfand – und damit seine zentrale Rolle in der nordischen Herrschaft und Religion unterstrich. Im Mittelalter wurde der Ort zum Sitz des schwedischen Erzbistums, bis die Verlegung in die nahegelegene Stadt Uppsala im 13. Jahrhundert erfolgte. Mit der nordischen Mythologie ist der Ort eng verbunden: Von Göttern wie Freyr heißt es, sie hätten hier einen Tempel gehabt. Außerdem war er bekannt für seine Opferkulte, wie Chronisten etwa Adam von Bremen beschrieben. Heute steht Gamla Uppsala weiterhin sinnbildlich für Schwedens vorchristliches Erbe und die frühe Staatsbildung – archäologische Überreste und die Kirche sind ein eindrucksvolles Zeugnis seiner vielschichtigen Geschichte.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Gamla Uppsala ist der Frühling – besonders rund um Ostern, wenn die schwedische Asatru-Gemeinschaft das traditionelle Vårblot-Fest an den Uppsala högar feiert. Besucher sollten in der Hochsaison Tickets im Voraus kaufen oder geführte Touren vorab buchen. Vor Ort gibt es Ermäßigungen für Studierende und Senioren. Da das Gelände größtenteils unter freiem Himmel liegt und weitläufig ist, werden bequeme Wanderschuhe sowie wetterangepasste Kleidung empfohlen.

Interessante Fakten

  • Die drei großen Grabhügel bei Gamla Uppsala gehören zu den größten in Schweden und gelten traditionell als die Gräber antiker schwedischer Könige aus dem 6. Jahrhundert.
  • Laut Adam von Bremen war der Tempel in Uppsala vollständig aus Gold gebaut und beherbergte Statuen von drei Göttern – Menschen- und Tieropfer wurden alle neun Jahre durchgeführt.
  • Das Thing of all Swedes, eine allgemeine Versammlung in Gamla Uppsala, war der Ort, an dem Könige die Flottenaufgebote für Kriegszüge verkündeten.
  • Der Name „Uppsala öd“ bezeichnet die königlichen Besitzungen rund um Gamla Uppsala und bildet einen Kernbestandteil der frühen schwedischen Krongüter.
  • Das Frühlingsfest Vårblot in Gamla Uppsala ist eine moderne Wiederbelebung antiker nordischer religiöser Praktiken durch die Asatru-Gemeinschaft Schwedens.

Geschichte

Die Ursprünge von Gamla Uppsala reichen in die Eisenzeit zurück: Bereits bis zum 3.

Jahrhundert n.

Chr.

wurde es zu einem bedeutenden Zentrum der Schweden.

Es war der Sitz der Ynglinger-Dynastie und der Ort der Versammlung des Thing of all Swedes.

Das Gebiet war zentral für den nordischen heidnischen Kult und beherbergte den Tempel in Uppsala sowie die zugehörigen Opferbräuche, bis die Christianisierung einsetzte.

1164

Im Jahr 1164 wurde Gamla Uppsala zum Sitz des schwedischen Erzbistums – diesen Status behielt es bis 1273, als das Erzbistum nach einem Brand in der Kathedrale in die neu entstandene Stadt Uppsala verlegt wurde.

Über Jahrhunderte veränderten sich durch Landhebung und wechselnde Wasserwege die Zugänglichkeit, wodurch seine politische Bedeutung abnahm, während sein kulturelles Erbe erhalten blieb.

Ortsführer

1
Die königlichen Grabhügel (Uppsala Högar)6th century

Drei mächtige Grabhügel aus dem 6. Jahrhundert, die man als die Gräber antiker schwedischer Könige der Ynglinger-Dynastie vermutet. Sie gehören zu den größten Grabhügeln in Skandinavien und prägen das Landschaftsbild von Gamla Uppsala.

2
Die Kirche von Gamla Uppsala12th century

Eine mittelalterliche Kirche, die auf oder in der Nähe des ehemaligen heidnischen Tempelplatzes errichtet wurde. Sie diente bis 1273 als Sitz des Erzbistums und steht als Zeugnis für die Christianisierung Schwedens.

3
Der Ort des Thing of all SwedesPrehistoric to Middle Ages

Der traditionelle Versammlungsort, an dem sich die Schweden für gesetzgeberische und militärische Entscheidungen trafen – zeitgleich mit dem Disting und dem Fest Dísablót.