
Foteviken Viking Museum
Skåne län
Das Foteviken Viking Museum ist ein archäologisches Open-Air-Museum im südwestlichen Skåne, Schweden. Es zeigt eine rekonstruierte Siedlung aus der Wikingerzeit mit 23 Gebäuden, die das Leben in der späten Wikingerzeit bis hin zum frühen Mittelalter abbilden – etwa ab Beginn des 11. Jahrhunderts. Das Museum bietet Besuchern ein interaktives Erlebnis: Mit traditionellem Handwerk wie Weben, Schmieden und Backen ebenso wie mit Aktivitäten wie Axtwerfen, Bogenschießen und Mini-Ausgrabungen. Außerdem gehört ein rekonstruierter Wikingerschiffsrumpf zur Ausstellung, der auf archäologischen Funden aus der Region basiert. Über den ganzen Tag hinweg bringen kostümierte Figuren nordische Mythologie und Wikingersagen durch Erzähltheater und schauspielerische Schwertkämpfe zum Leben – und machen die Atmosphäre noch intensiver. Das Museum legt dabei gleichermaßen Wert auf Bildung und Unterhaltung. So ist es gleichermaßen für Familien und Geschichtsinteressierte geeignet. Zudem beherbergt es ein umfangreiches maritimes archäologisches Forschungsarchiv, darunter die Entdeckung der „Skanörskoggen“, eines der ältesten und größten bekannten Kogschiffe der Welt, datiert auf etwa 1390. Die Hingabe des Museums, die Wikingerzeit zu bewahren und lebendig werden zu lassen, hat ihm nationale und internationale Anerkennung eingebracht.
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Tipp: Besuchen Sie das Museum in den wärmeren Monaten, dann ist das Outdoor-Erlebnis mit Live-Performances am vollständigsten. Tickets können vor Ort gekauft werden, aber es empfiehlt sich, auf der offiziellen Website nach saisonalen Programmen und Veranstaltungen zu schauen. Besucher erhalten 10 % Rabatt auf Speisen im hauseigenen Restaurant Smokey Barbeque. Unternehmen Sie möglichst viele Mitmach-Aktionen für einen noch unvergesslicheren Besuch. Gruppenbesuche oder geführte Touren im Voraus zu buchen, kann das Erlebnis zusätzlich bereichern.
Interessante Fakten
- •Die „Skanörskoggen“ ist das größte bekannte Kogschiff der Welt und eines der ältesten mit an Bord vorhandenen Kanonen, gebaut etwa um 1390.
- •Foteviken gehörte zu den ersten schwedischen Museen, die eine wissenschaftlich fundierte Online-Datenbank kostenlos für die Öffentlichkeit zugänglich machten.
- •Das Multimedia-Projekt des Museums „Malmö 1692“ rekonstruierte die historische Stadt Malmö digital – mit detaillierten CAD-Modellen auf Basis von Archivunterlagen.
- •Kostümierte Darsteller spielen regelmäßig nordische Mythen und Wikingersagen und bereichern so das Lern- und Bildungserlebnis durch Live-Theater.
- •Das Museum erhielt 2003 den Swedish Cultural Heritage Honorary Award für seine innovative und großzügige Arbeit in der Wikingerzeit-Bildung.
Geschichte
Die Anfänge des Museums reichen bis ins Jahr 1981 zurück: Damals fanden Unterwasser-archäologische Untersuchungen von Wikingerschiffswracks in der Foteviken-Bucht statt.
Die Skandinavische Wikingereinentdeckungsgruppe (SVEG), gegründet 1987, trieb die systematische maritime archäologische Forschung rund um die Falsterbo-Halbinsel voran.
1993 wurde der Museumsverein gegründet – mit Beteiligung lokaler Kommunen und der SVEG.
In den 1990er-Jahren führten umfangreiche Ausgrabungen zu bedeutenden Funden wie dem Kogschiff „Skanörskoggen“.
1997 begann der Bau des Wikingerdorfs, das heute als Fotevikens Vikingastad bekannt ist, um den Auftrag umzusetzen, Geschichte lebendig zu machen.
2003 wurde das Museum um das Koggmuseet erweitert: Dort sind rekonstruierte mittelalterliche Umgebungen und Segelschiffe zu sehen.
Aufgrund seines innovativen Bildungsansatzes erhielt das Museum 2003 den Swedish Cultural Heritage Honorary Award und 2008 den Scandinavian Travel Award.
Ortsführer
Rekonstruierte Wikinger-SiedlungSpäte Wikingerzeit / Frühes Mittelalter (ca. 1000 n. Chr.)
Eine großflächige Nachbildung einer Wikingersiedlung mit 23 Gebäuden – darunter eine Bäckerei, ein Webhaus und eine Schmiede – und mit Blick auf authentisches Wikingers Handwerk sowie das tägliche Leben.
Rekonstruierter WikingerschiffBasierend auf Funden aus der späten Wikingerzeit
Ein Nachbau eines Wikingerschiffs auf Basis archäologischer Funde aus dem Gebiet von Foteviken, der die maritime Technik der Wikingerzeit veranschaulicht.
Interaktive Werkstatt-Workshops
Besucher können traditionelle Wikinger-Handwerke ausprobieren – etwa Schmuck in Zinn gießen, weben und Axtwerfen. So entstehen echte Lern- und Mitmachgelegenheiten.
Theater- und Erzählbereich
Ein eigener Bereich, in dem Darsteller Szenen aus der nordischen Mythologie und den Wikingersagas aufführen – inklusive Schwertkämpfen und dramatischen Darbietungen.
Kontakt
Telefon: 070-242 93 98