Linköping-Dom

Linköping-Dom

Östergötlands län

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Der Linköping-Dom liegt in der schwedischen Stadt Linköping und dient als Bischofssitz des Bistums Linköping innerhalb der Church of Sweden. Er gehört zu den größten gotischen Kathedralen in Skandinavien und steht gegenüber dem Linköping-Schloss auf einem Gelände, das seit dem 11. Jahrhundert der Andacht dient. Die heutige Anlage ist rund 800 Jahre alt und entwickelte sich von einer ursprünglichen Holzkirche zu einer romanischen Basilika, die um 1120 errichtet wurde. Später wurde sie im 13. Jahrhundert erweitert, sodass ein Chor und ein Querschiff entstanden, die bis heute erhalten sind. Die Kathedrale ist 110 Meter lang und besitzt einen 107 Meter hohen Turm, der die Skyline der Stadt weithin sichtbar prägt. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts wurden bedeutende gotische Kapellen mit großen Fenstern und sternförmigen Gewölben ergänzt; benannt waren sie nach Heiligen, darunter Maria und Thomas Becket. Im Inneren zeigt sich ein vielseitiges Programm plastischer Schmuckelemente, das von englischen und deutschen Handwerkern geprägt ist — darunter Reliefarbeiten aus dem 14. Jahrhundert und ein bedeutendes Altarbild aus dem 16. Jahrhundert des niederländischen Malers Maarten van Heemskerck. Moderne Ergänzungen sind außerdem Fenster mit Glasmalereien, entworfen vom britischen Künstler Brian Clarke, die 2010 eingesetzt wurden. Der Dom ist bis heute ein aktiver Ort des Gottesdienstes und zugleich ein kulturelles Wahrzeichen. Ein Kupferdach, das im Laufe der Zeit seine charakteristische grüne Patina entwickelt hat, rundet das Bild ab. Seine historische und künstlerische Bedeutung — verbunden mit dem lebendigen Gemeindeleben — macht den Linköping-Dom zu einem einzigartigen Zeugnis mittelalterlicher Kirchenbaukunst und skandinavischer Religionsgeschichte.

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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch nach den Öffnungszeiten des Doms planen, die in der Regel täglich von 09:00 bis 18:00 Uhr gelten — außer an besonderen Tagen wie Heiligabend (Easter Eve), wenn später geöffnet wird. Vorab reservierte Tickets sind normalerweise nicht nötig, da es sich um eine aktive Kirche handelt. Dennoch empfiehlt sich ein Blick auf die offizielle Website, um Informationen zu Sonderveranstaltungen oder Führungen zu erhalten. In den Frühlings- und Sommermonaten ist das Wetter angenehm, um die Außenanlagen und das nahegelegene Schloss zu erkunden. Ermäßigungen können für Gruppen, Studierende oder Seniorinnen und Senioren verfügbar sein. Audioguides und mobile Apps wie „Konstguiden“ und „Via Sacra“ bereichern das Erlebnis, da sie detaillierte Einblicke in Kunst und Architektur bieten.

Interessante Fakten

  • Der Linköping-Dom gehört zu den größten gotischen Kathedralen Skandinaviens; der Turm ist 107 Meter hoch.
  • Das Dach ist mit Kupferblech verkleidet. Im Laufe der Zeit hat es sich durch Korrosion verfärbt und so seine charakteristische grüne Farbe entwickelt.
  • Das Altarbild ist ein bedeutendes Polyptychon aus dem 16. Jahrhundert des niederländischen Golden-Age-Malers Maarten van Heemskerck, ursprünglich für eine Kirche in Alkmaar geschaffen.
  • Zwischen 1408 und 1420 wurden die gotischen Kapellen des Doms errichtet — mit großen Fenstern und sternförmigen Gewölben.
  • Der britische Künstler Brian Clarke entwarf sechs moderne Glasfenster, die 2010 installiert wurden; finanziert wurden sie durch einen lokalen Spendenfonds, der sich der Verschönerung des Doms widmet.
  • Der Dom war im späten 15. Jahrhundert ein wichtiger Mittelpunkt für gotische Skulpturkunst — beeinflusst von englischen und deutschen Handwerkern.

Geschichte

Der Standort des Linköping-Doms wird seit dem 11.

Jahrhundert für christlichen Gottesdienst genutzt, beginnend mit einer Holzkirche.

1120

Um 1120 wurde eine steinerne romanische Basilika errichtet, etwa halb so groß wie das heutige Gebäude.

Im 13.

Jahrhundert wurde die Kirche nach Osten erweitert: mit einem neuen Chor und einem Querschiff, um eine wachsende Gemeinde aufzunehmen.

1251

Nach der Krönung von König Valdemar im Jahr 1251 wurde der Dom weiter ausgebaut und erreichte so seine heutige Länge.

Im 15.

Jahrhundert kamen gotische Kapellen hinzu, die große Fenster und sternförmige Gewölbe besitzen.

Der Turm wurde mehrfach rekonstruiert, vor allem im 18.

und 19.

1886

Jahrhundert; die heutige Turmspitze wurde von Helgo Zettervall entworfen und 1886 realisiert.

Ursprünglich war das Dach mit Blei gedeckt, später wurde es durch Kupfer ersetzt, wodurch sein markantes grünes Aussehen entstand.

Der Dom hat sich über die Jahrhunderte hinweg kontinuierlich architektonisch und künstlerisch weiterentwickelt — geprägt von unterschiedlichen Stilrichtungen und historischen Ereignissen.

Ortsführer

1
Westende und Turm1886
Helgo Zettervall

Das Westende des Doms ist reich an gotischem Bildhauer-Schmuck und von Künstlern aus England und Deutschland inspiriert. Es gipfelt im 107 Meter hohen Turm, der die Skyline von Linköping dominiert. Der Turm wurde im 18. und 19. Jahrhundert wiederaufgebaut; die heutige Turmspitze wurde 1886 von Helgo Zettervall entworfen.

2
Gotische Kapellen1408-1420

Die zwischen 1408 und 1420 errichteten Kapellen verfügen über große Fenster und sternförmige Gewölbe. Ursprünglich waren sie nach Sankt Andreas, Sankt Nicolaus Hermanni und Thomas Becket benannt; eine Kapelle wurde später nach Maria umbenannt.

3
Plastischer Schmuck im Inneren1320-1330

Die Arkaden im Langhaus und die Dachschlusssteine (Roof Bosses), die aus dem frühen 14. Jahrhundert stammen, zeigen Schnitzereien, die typisch für den englischen High Gothic-Stil sind — darunter auch das „Green-Man“-Motiv, das in britischen Volksüberlieferungen häufig vorkommt. Das Tympanon am Südportal zeigt Reliefszenen im deutschen Stil zur Geburt Christi und zur Passion, die um 1330 ergänzt wurden.

4
Altarbild von Maarten van Heemskerck1538-1542
Maarten van Heemskerck

Ein bedeutendes Kunstwerk im Dom: dieses Polyptychon aus dem 16. Jahrhundert mit dem Titel „Kreuzigung“ wurde zwischen 1538 und 1542 für eine Kirche in Alkmaar gemalt. Nach dem Verkauf im Jahr 1581 wurde es aufgrund der Veränderungen der Reformation nach Linköping verlegt.

5
Moderne Fenster mit Glasmalerei2010
Brian Clarke

Entworfen vom britischen Künstler Brian Clarke und 2010 installiert: Diese sechs Glasmalerei-Lanzetten schmücken die Nord- und Südeingänge des Querschiffs. Finanziert wurden sie durch den Bernhard Risberg Donation Fund, der der Verschönerung des Doms gewidmet ist.

Kontakt

Telefon: 013-30 37 00