Hjälmaren-See

Hjälmaren-See

Örebro län

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Der Hjälmaren-See, im zentral-schwedischen Tiefland gelegen, ist Schwedens viertgrößter See und umfasst etwa 483 Quadratkilometer. Er erstreckt sich rund 63 Kilometer in der Länge und 20 Kilometer in der Breite; die durchschnittliche Tiefe liegt bei 6 Metern, während die größte Tiefe bis zu 22 Meter beträgt. Der See grenzt an die Provinzen Södermanland, Närke und Västmanland. Bedeutende Städte wie Örebro und Eskilstuna liegen nahe an seinen Ufern. Der Hjälmaren-See entwässert über den Fluss Eskilstunaån in den See Mälaren und fließt von dort schließlich in die Ostsee. Besonders erwähnenswert ist der 13 Kilometer lange Hjälmare kanal, der den See per Wasserweg mit Stockholm verbindet. Das Ökosystem des Sees bietet Lebensraum für eine abwechslungsreiche Unterwasserwelt – darunter Fischarten wie Barsch, Hecht und der bedrohte Aitel (asp) – sowie für zahlreiche Vogelarten und Amphibien im Naturschutzgebiet Oset im westlichen Teil des Sees. Historisch gesehen wurde der See zwischen 1878 und 1887 deutlich abgesenkt: Der Wasserspiegel sank dabei um etwa 1,3 Meter, um Land für die Landwirtschaft zurückzugewinnen und Hochwasserrisiken zu verringern. Der See ist in mehrere klar unterscheidbare Bereiche unterteilt, darunter Hemfjärden, Mellanfjärden, Storhjälmaren, Södra Hjälmaren und Östra Hjälmaren – jeder mit eigenen Besonderheiten. Der Name Hjälmaren leitet sich von alten schwedischen Wörtern ab, die „der rauschende See“ bedeuten, und verweist damit auf die windigen Bedingungen. Die größte Insel im See ist Vinön: Sie ist ganzjährig bewohnt und per Fähre erreichbar. Trotz seiner Größe und ökologischen Bedeutung wird der Hjälmaren-See kommunal verwaltet, nicht staatlich – das unterstreicht die lokale Verantwortung für dieses Naturgebiet. Die Kombination aus landschaftlicher Schönheit, historischer Relevanz und kulturellen Verbindungen macht den Hjälmaren-See zu einem besonderen Reiseziel im zentralen Schweden.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch am Hjälmaren-See ist der späte Frühling bis in den frühen Herbst, wenn das Wetter gute Bedingungen für Bootstouren, Vogelbeobachtung und das Erkunden von Naturschutzgebieten wie Oset bietet. Wer angeln möchte, sollte die lokalen Vorschriften sowie saisonale Beschränkungen prüfen. Es empfiehlt sich, im Voraus die Fährverbindungen zu Inseln wie Vinön einzuplanen. Für den Besuch des Sees selbst gibt es zwar keine konkreten Ticketkosten, doch manche Naturschutzgebiete und Bootstouren erfordern möglicherweise eine frühzeitige Buchung oder bieten Ermäßigungen für Gruppen und Senioren. Um die Vielfalt des Sees richtig zu erleben, lohnt es sich, mehrere Bereiche rund um den See sowie nahegelegene Städte wie Örebro und Eskilstuna zu besuchen.

Interessante Fakten

  • Der Hjälmaren-See ist Schwedens viertgrößter See nach Fläche.
  • Der See wurde im späten 19. Jahrhundert um 1,3 Meter abgesenkt, um Land zurückzugewinnen und Hochwasser zu verhindern.
  • Die größte Insel im Hjälmaren-See ist Vinön, die dauerhaft bewohnt ist und über eine Fährverbindung verfügt.
  • Der See entwässert in den See Mälaren über den Fluss Eskilstunaån und erreicht schließlich die Ostsee.
  • Engelbrekt Engelbrektsson, ein bedeutender Anführer schwedischer Rebellen, wurde 1436 auf der Insel Engelbrektsholmen im Hjälmaren-See ermordet.
  • Das Naturschutzgebiet Oset auf der westlichen Seite des Sees ist Heimat vielfältiger Amphibien-, Reptilien- und Vogelpopulationen.
  • Der Hjälmaren-See wird von drei Landkreisen kommunal verwaltet und nicht staatlich – das ist bei großen schwedischen Seen eher ungewöhnlich.

Geschichte

Der Hjälmaren-See ist seit Jahrhunderten ein bedeutendes Naturgebiet im zentralen Schweden.

1175

Sein Name ist schon bis 1175 überliefert.

1878

Zwischen 1878 und 1887 wurde ein großes technisches Projekt umgesetzt, das die Wasseroberfläche um ungefähr 1,3 Meter absenkte – um mehr landwirtschaftliche Fläche zu gewinnen und Hochwasser zu reduzieren.

000

Diese Seesenkung, bekannt als Hjälmarsänkningen, legte etwa 15.000 Hektar Ackerland und 3.500 Hektar weiteres Land frei, wobei die Qualität des zurückgewonnenen Bodens unterschiedlich ausfiel.

Historisch verband der See wichtige Städte und spielte eine Rolle für die regionale Schifffahrt, unter anderem durch den Bau des Hjälmare kanal.

1436

Die kleine Insel Engelbrektsholmen im See ist bemerkenswert als Ort der Ermordung des schwedischen Rebellen Engelbrekt Engelbrektsson im Jahr 1436.