
Kiruna-Kirche
Norrbottens län
Die Kiruna-Kirche in Kiruna, Schweden, ist eine bemerkenswerte Holzkirche, die zwischen 1909 und 1912 erbaut wurde und vom Architekten Gustaf Wickman entworfen ist. Sie zählt zu den größten Holzbauwerken in Schweden und besticht durch ihre neugotische Außenwirkung sowie einen Innenraum, der von der nationalromantischen Strömung und der Sami-Kultur geprägt ist. Der Altar zeigt ein Altarbild im Art-déco-Nouveau-Stil namens „The Holy Grove“, gemalt von Prince Eugen, das eine weite, grenzenlose Landschaft darstellt. Das Kirchengebäude greift Entwürfe norwegischer Stabkirchen und Sami-Hütten auf: Eine durchgehende Holzschindelverkleidung zieht sich rundum, und das Dach reicht nahezu bis zum Boden; es ist mit zwölf vergoldeten Bronzefiguren geschmückt, die unterschiedliche Gemütszustände symbolisieren. Der Glockenturm, der bereits 1906–1907 errichtet wurde, teilt Materialien und Farbgebung der Kirche und spiegelt den Einfluss der Architektur des Nordens Schwedens wider. Im August 2025 wurde die Kiruna-Kirche sorgfältig etwa 5 Kilometer nach Osten verlegt, um dem sich ausweitenden Bergbau der Kiruna-Mine Rechnung zu tragen – eine Ingenieursleistung, die international Aufmerksamkeit erregte und live übertragen wurde. Die Kirche gilt als kulturelles Symbol und wird oft „der Schrein der nomadischen Menschen“ genannt; zudem wurde sie zur beliebtesten vor-1950 erbauten Anlage Schwedens gewählt. Sie ist weiterhin eine aktive Pfarrkirche, die alle willkommen heißt – ein Ausdruck von Offenheit und dem Bekenntnis zum kulturellen Erbe.
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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch am besten in den Sommermonaten einplanen, um das natürliche Licht durch die großen Giebelfenster der Kirche zu genießen. Da die Kirche weiterhin als Pfarrkirche genutzt wird, empfiehlt sich ein Blick in den Veranstaltungskalender auf der offiziellen Website, um Gottesdienstzeiten und besondere Events zu erfahren. Üblicherweise sind keine Tickets erforderlich, da die Kirche weiterhin in Betrieb ist; gelegentlich können jedoch geführte Touren angeboten werden. Die jüngste Versetzung ist mittlerweile selbst zu einem Anziehungspunkt geworden – daher lohnt es sich, den neuen Standort direkt neben dem Friedhof zu erkunden. Spezifische Ermäßigungen für Tickets gibt es nicht, dennoch werden Besucher gebeten, den heiligen Ort und die lokalen Gepflogenheiten zu respektieren.
Interessante Fakten
- •Die Kiruna-Kirche ist eines der größten Holzbauwerke Schwedens.
- •Der Entwurf ist von Sami-Hütten und norwegischen Stabkirchen inspiriert.
- •Das Altarbild „The Holy Grove“ wurde von Prince Eugen, Duke of Närke, geschaffen.
- •Im Jahr 2001 wurde es zum beliebtesten vor-1950 errichteten Bauwerk Schwedens gewählt.
- •Die Kirche wurde 2025 aufgrund von Bergbausenkungen um 5 Kilometer nach Osten verlegt – ein Ereignis, das im schwedischen Fernsehen live übertragen wurde.
- •Zwölf vergoldete Bronzefiguren auf dem Dach stehen für zwölf unterschiedliche Gemütszustände.
Geschichte
Die Kiruna-Kirche wurde von 1909 bis 1912 errichtet, in Auftrag gegeben von Hjalmar Lundbohm, dem Leiter des Bergbauunternehmens LKAB, und entworfen von Gustaf Wickman, der 1899 nach Kiruna gezogen war.
Die Kirche wurde am 8.
Dezember 1912 von Bischof Olof Bergqvist geweiht und gehörte ab 1913 zur Pfarrei Jukkasjärvi.
Ursprünglich stand sie nahe dem alten Zentrum von Kiruna; ihr Entwurf war von Sami-Hütten und norwegischen Stabkirchen beeinflusst und spiegelte damit lokale kulturelle Elemente wider.
Der Glockenturm wurde etwas früher gebaut, in den Jahren 1906–1907.
Im Laufe der Jahre wurde die Kiruna-Kirche zu einem kulturellen Wahrzeichen und 2001 als das beliebteste vor-1950 errichtete Bauwerk Schwedens anerkannt.
Aufgrund von Bodensenkungen infolge der Kiruna-Mine wurde die gesamte Kirche im August 2025 verlegt – eine bedeutende Ingenieursleistung, die die historische Bausubstanz erhalten hat.
Ortsführer
Hauptschiff und Seitenschiffe1909-1912
Der Innenraum der Kirche verfügt über ein geräumiges Hauptschiff sowie zwei Seitenschiffe mit aufwendig gestalteten Dachgauben. Große Giebelfenster sorgen für reichlich natürliches Licht, während farbige Verglasungen in den Seitengängen eine stärker abgedunkelte Atmosphäre schaffen. Sami-Ornamentik prägt das filigrane Holzwerk und das geschnitzte Gitternetz im Bereich des Chors und unterstreicht so die kulturelle Bedeutung des Raums.
Altarbild „The Holy Grove“1912
Ein großes Altarbild im Art-déco-Nouveau-Stil, das von Prince Eugen gemalt wurde und eine weite, grenzenlose Landschaft zeigt. Es dient als Blickfang im Inneren der Kirche und steht zugleich für geistige Offenheit.
Glockenturm1906-1907
Der Glockenturm wurde 1906–1907 errichtet und ist dem Kirchengebäude voraus. Er steht etwa zwanzig Meter westlich der Hauptanlage. Er spiegelt architektonische Stile wider, die im Norden Schwedens üblich sind, und teilt die gleichen Materialien und Farben wie die Kirche – für ein harmonisches Gesamtbild.
Außenverkleidung mit Holzschindeln1909-1912
Die Außenfassade der Kirche ist mit durchgehenden Holzschindeln verkleidet, sodass Wände und Dach ein einheitliches Erscheinungsbild erhalten. Das Dach reicht fast bis zum Boden und ist mit zwölf vergoldeten, gegossenen Bronzefiguren geschmückt, die zwölf unterschiedliche Gemütszustände darstellen – geschaffen vom Bildhauer Christian Eriksson.
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