Kirche Granhult

Kronobergs län

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Die Kirche Granhult im schwedischen Landkreis Kronoberg ist die älteste erhaltene Holzkirche des Landes und wurde vermutlich in den 1220er-Jahren errichtet. Es handelt sich um eine Blockbaukirche mit glatten Eckverbindungen und einer Außenverkleidung aus Schindeln an beiden Wänden sowie auf dem Dach. Der Grundriss umfasst ein kurzes, breites Langhaus, einen schmaleren, nach Osten ausgerichteten Chor sowie die Sakristei aus dem 17. Jahrhundert im Norden. Besonders auffällig ist der südliche Eingang mit einem im 1700er-Jahren errichteten Vorbau; die ursprünglichen kleineren, höher sitzenden Fenster aus dem Mittelalter wurden im 18. Jahrhundert durch neue ersetzt. Eine Besonderheit ist der Hagioskop (Blickfenster) an der Südseite des Chorraums: Er ermöglicht denjenigen, die vom katholischen Abendmahl ausgeschlossen waren, die Messe zu beobachten. Der angrenzende offene Glockenturm aus dem frühen 18. Jahrhundert beherbergt zwei Glocken, von denen eine möglicherweise im 14. oder 15. Jahrhundert gegossen wurde. Im Inneren ist die Kirche mit Gemälden aus dem 17. und 18. Jahrhundert von Johan Christian Zschotzscher geschmückt. Sie zeigen Szenen aus der Offenbarung des Johannes und sind mit Fragmenten mittelalterlicher Malereien kombiniert. Die Wände der Sakristei zeigen reichhaltige Wandmalereien aus dem 17. Jahrhundert mit biblischen Themen wie dem Sündenfall und dem Opfer Abrahams. Die Kirche sollte 1837 fast abgerissen werden, doch sie wurde von Gemeindemitgliedern gerettet und konnte 1879 wieder als Gottesdienstort genutzt werden. Ihr Fortbestand ist ein Zeugnis des lokalen Engagements in einer Zeit, in der viele kleine mittelalterliche Kirchen zugunsten größerer Gebäude abgerissen wurden.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Kirche Granhult sind die wärmeren Monate, wenn die Umgebung gut erreichbar ist und die Kirche für Gottesdienste sowie Führungen geöffnet ist. Besucher sollten die Öffnungszeiten im Voraus über die offizielle Website prüfen oder sich mit dem Pfarrbüro in Verbindung setzen. Zwar gibt es keinen Hinweis auf bestimmte Ticketpreise, in historischen Kirchen sind Spenden jedoch oft willkommen. Auf Anfrage können geführte Touren angeboten werden, die einen noch tieferen Einblick in die mittelalterlichen Besonderheiten und die Kunstwerke der Kirche geben.

Interessante Fakten

  • Die Kirche Granhult ist die älteste erhaltene Holzkirche Schwedens; das Holz wurde auf das frühe 13. Jahrhundert datiert.
  • Die Kirche verfügt über einen Hagioskop, ein mittelalterliches architektonisches Element, das ausgeschlossenen Personen die Teilnahme am Gottesdienst auf Sicht ermöglicht.
  • Der Glockenturm enthält eine große Glocke, die möglicherweise im 14. oder 15. Jahrhundert gegossen wurde; damit zählt sie zu den ältesten Glocken der Region.
  • Die Innenmalereien von Johan Christian Zschotzscher aus dem Jahr 1753 zeigen Szenen aus der Offenbarung des Johannes, kombiniert mit Fragmenten mittelalterlicher Malereien.
  • Im 19. Jahrhundert entging die Kirche nur knapp dem Abriss – dank des Einsatzes der lokalen Gemeindemitglieder.

Geschichte

1217

Dendrochronologische Untersuchungen datieren das Holz der Kirche Granhult auf kurz nach 1217; die Kirche wurde vermutlich in den 1220er-Jahren erbaut.

1837

Sie diente bis 1837 als Pfarrkirche, als die Pfarrei mit Nottebäck zusammengelegt wurde.

Lokale Gemeindemitglieder verhinderten jedoch den Abriss.

Im 19.

1879

Jahrhundert wurden viele kleine mittelalterliche Kirchen durch größere Gebäude ersetzt, doch die Kirche Granhult blieb erhalten und erhielt 1879 die Erlaubnis für den Gottesdienstbetrieb zurück.

Pläne, die Kirche nach Lund in ein Freilichtmuseum zu verlegen, wurden erwogen, aber letztlich zugunsten einer anderen Kirche verworfen.

Ortsführer

1
Langhaus und Chor13. Jahrhundert (ursprünglicher Bau), 17.–18. Jahrhundert (Innendekoration)

Der Hauptteil der Kirche besteht aus einem kurzen und breiten Langhaus mit einem schmaleren, nach Osten gerundeten Chorabschluss. Die Wände sind aus waagerechten Holzbalken mit glatten Eckverbindungen gefertigt, und außen ist die Kirche vollständig mit hölzernen Schindeln verkleidet. Die Innenwände zeigen Wandmalereien aus dem 17. und 18. Jahrhundert, darunter biblische Szenen und dekorative Motive.

2
Sakristei17. Jahrhundert
Hans Sigismund Brachwagen (Deckenmalerei)

Die im 17. Jahrhundert auf der Nordseite hinzugefügte Sakristei ist reich mit Wandmalereien gestaltet, die biblische Erzählungen wie den Sündenfall und das Opfer Abrahams darstellen. Die Decke zeigt ein Gemälde, das vermutlich von Hans Sigismund Brachwagen stammt und Christus als Salvator Mundi zeigt, umgeben von Engeln.

3
GlockenturmFrühes 18. Jahrhundert

Neben der Kirche steht ein offener Glockenturm, der im frühen 18. Jahrhundert erbaut wurde. Er besitzt eine einzigartige offene Fachwerkkonstruktion mit einem Kreuzgiebel-Dach, das von einem hohen Turmspitz abgeschlossen wird, sowie einen Wetterhahn in Form eines Hahns. Der Turm beherbergt zwei Glocken – darunter eine große Glocke aus dem 14. oder 15. Jahrhundert sowie eine kleinere Glocke, die 1818 neu gegossen wurde.

Kontakt

Telefon: 0474-360 30