Kalmarer Dom

Kalmarer Dom

Kalmar län

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Der Kalmarer Dom liegt in der Stadt Kalmar auf der Insel Kvarnholmen und ist ein bedeutendes Beispiel für klassische Barockarchitektur in Schweden. Entworfen von Nicodemus Tessin dem Älteren, begann der Bau 1660 und wurde 1703 unter der Herrschaft von drei schwedischen Königen namens Karl abgeschlossen. Der Dom wurde als Teil der neuen, nach Renaissance-Idealen geplanten befestigten Stadt errichtet – und verbindet sowohl die liturgischen Traditionen als auch die militärischen Anforderungen der Festungsstadt. Die Anlage besitzt einen langen kreuzförmigen Grundriss mit Apsiden an den Ost- und Westenden, vier Türmen mit Laternenaufsätzen sowie reich verzierte Fassaden mit Pilastern. Als Baumaterial werden Kalkstein aus Gotland und Öland verwendet, dazu Backsteingewölbe und Portale sowie ein mit Kupfer gedecktes Dach. Im Laufe der Jahrhunderte erlebte der Kalmarer Dom zahlreiche Restaurierungen: große Arbeiten im 18. und 19. Jahrhundert sowie jüngste Sanierungen im frühen 21. Jahrhundert, die seinen historischen Charakter bewahrten und zugleich den Innen- und Außenbereich aufwerteten. Heute ist er noch immer eine aktive Pfarrkirche im Bistum Växjö und ein beliebter kultureller Ankerpunkt im Südosten Schwedens.

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Tipp: Besucher sollten in Erwägung ziehen, wochentags zu kommen, wenn der Dom von 08:00 bis 18:00 Uhr geöffnet ist, und am Wochenende von 09:00 bis 16:00 Uhr für ein ruhigeren Erlebnis. Es empfiehlt sich, die offizielle Website zu prüfen, ob Veranstaltungen oder Wartungsarbeiten geplant sind, die den Zugang beeinflussen könnten. Der Eintritt ist in der Regel frei, aber der Besuch von Gottesdiensten oder Konzerten kann das Erlebnis bereichern. Eine vorherige Buchung ist normalerweise nicht erforderlich, doch geführte Touren oder besondere Veranstaltungen können von einer Reservierung im Voraus profitieren. Ermäßigungen oder Vergünstigungen sind eventuell für Gruppen, Seniorinnen und Senioren oder Studierende verfügbar.

Interessante Fakten

  • Der Kalmarer Dom wurde von Nicodemus Tessin dem Älteren entworfen, einem der bedeutendsten Architekten Schwedens aus der Barockzeit.
  • Der Bau der Kathedrale erstreckte sich über mehr als vier Jahrzehnte und war an der Umsetzung von drei schwedischen Königen namens Karl beteiligt.
  • Zu den Baumaterialien gehören Kalkstein von der Insel Gotland und Öland; für Gewölbe und Portale wurde Ziegelmauerwerk verwendet.
  • Der Dom wurde ohne Kuppel gebaut: Erkennbar sind hohe Fensteröffnungen sowie vier Türme mit Laternenaufsätzen.
  • Die drei in der südwestlichen Turmseite hängenden Kirchenglocken stammen aus dem frühen 17. Jahrhundert und wurden von der alten mittelalterlichen Kirche hierher übertragen.
  • Stein aus der abgerissenen alten Kirche wurde in den Befestigungen der neuen Stadt wiederverwendet.
  • Der Dom wurde mehrfach restauriert, darunter bedeutende Sanierungen im frühen 21. Jahrhundert, die Chor und Bodenaufbau aufwerteten.

Geschichte

Die mittelalterliche Stadt Kalmar war ein wichtiges strategisches und wirtschaftliches Zentrum, vor allem verbunden mit der Hanse und der historischen Kalmarer Union.

1611

Nach großer Zerstörung im Kalmarkrieg (1611–1613) wurde die Stadt im mittleren 17.

Jahrhundert aus Verteidigungsgründen auf die Insel Kvarnholmen verlegt.

Die alte mittelalterliche Kirche wurde abgerissen, um zu verhindern, dass der Feind sie in Belagerungen nutzen konnte.

1660

Der Bau des neuen Doms begann 1660 unter König Karl X.

1682

Gustav und wurde 1682 eingeweiht, jedoch erst 1703 vollständig fertiggestellt unter König Karl XII.

Der Bau und die Gestaltung des Doms spiegeln die architektonischen und militärischen Überlegungen der Zeit wider.

Er überstand mehrere Kriege und Brände und wurde umfassend restauriert, um seine Pracht zu erhalten.

Ortsführer

1
Hauptschiff und Altar1703
Nicodemus Tessin der Ältere

Das lange, kreuzförmige Mittelschiff führt zum reich verzierten Altar und zeigt den Barockstil mit kunstvollen Holzarbeiten sowie Stein-Details.

2
Vier Türme mit Laternenaufsätzen17. Jahrhundert
Nicodemus Tessin der Ältere

Jeder der vier Querarme des Doms wird von einem Turm bekrönt, der mit einer hölzernen Laterne gekrönt ist – ein architektonisches Element, das für mehr Licht und Vertikalität sorgt.

3
Außenfassade und Pilaster1660-1703
Nicodemus Tessin der Ältere

Die Fassade ist reich gegliedert: Pilaster und detailliertes Kalksteinmauerwerk verbinden Kalkstein aus Öland und Gotland mit Backsteingewölben und Portalen.

4
Kanzel und Taufbecken17. Jahrhundert
Elving Nilsson (Taufbecken)

Im Inneren sind die prächtige Kanzel sowie das von dem Steinmetz Elving Nilsson geschaffene Taufbecken besondere Merkmale – sie zeigen sowohl handwerkliches Können als auch die liturgische Funktion.

Kontakt

Telefon: 0480-123 00