Öland-Brücke

Öland-Brücke

Kalmar län

70/10030 min

Die Öland-Brücke, die vor Ort Ölandsbron heißt, ist eine bemerkenswerte Balkenbrücke in Schweden. Sie überspannt die Kalmar-Straße und verbindet Jutnabben in Kalmar auf dem Festland mit Möllstorp nahe Färjestaden auf der Insel Öland. Mit einer Länge von 6.072 Metern war sie einst die längste Brücke Europas – bis 1998 – und ist bis heute die längste Brücke vollständig auf schwedischem Staatsgebiet. Gebaut aus Stahlbeton mit 155 Spannweiten, darunter ein Hochbrückenteil aus sechs 130-Meter-Abschnitten, weist die Brücke am westlichen Ende eine markante Wölbung auf, um für den Schiffsverkehr eine vertikale Durchfahrtshöhe von 36 Metern zu ermöglichen. Die Straßenquerung heißt Kreisstraße 137 und verbindet die Hauptverbindungen sowohl auf dem Festland als auch auf Öland. Eröffnet wurde die Brücke 1972 von Kronprinz Carl Gustaf, nachdem 4,5 Jahre Bauzeit vergangen waren. Das Bauwerk war ein bedeutendes Infrastrukturprojekt: Es drehte den Wegzug von Öland um und trieb die Wohnentwicklung im nahegelegenen Gebiet von Färjestaden an. Außerdem dient die Brücke als Leitung zur Frischwasserversorgung vom Festland nach Öland. Im Laufe der Jahrzehnte war sie aufgrund der Witterungseinflüsse und baulichen Herausforderungen umfangreichen Instandhaltungsmaßnahmen unterzogen, unter anderem wegen Korrosion durch die Verwendung von brackigem Wasser im Beton während der Bauphase. Heute ist die Brücke ein ikonisches Symbol für Verbindung und Ingenieurskunst in Schweden – mit tollen Blicken auf die Ostsee und einer bequemen Anbindung an die Natur- und Kulturattraktionen der Insel.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Öland-Brücke sind die Tagesstunden, damit Sie die Panoramablicke über die Kalmar-Straße und die Ostsee in vollen Zügen genießen können. Wer die Brücke mit dem Fahrrad oder zu Fuß überqueren möchte, kann die nahegelegene Fußgänger- und Fahrrad-Holzbrücke bei Svinö erkunden – sie spiegelt die Form der Hauptbrücke wider. Zwar ist kein bestimmtes Ticket erforderlich, aber Reisende sollten lokale Verkehrsmeldungen prüfen, falls es wegen Wartungsarbeiten zu Sperrungen kommt. Besonders in der Hochsaison empfiehlt sich eine frühzeitige Planung, um Staus zu vermeiden. Die Brücke ist das ganze Jahr über zugänglich und bietet praktische Verbindungen zu den Attraktionen auf Öland über die Kreisstraßen 136 und 137.

Interessante Fakten

  • Die Öland-Brücke war von ihrer Fertigstellung 1972 bis 1998 die längste Brücke Europas.
  • Sie ist die längste Brücke Schwedens vollständig auf schwedischem Staatsgebiet – und übertrifft damit die Öresund-Brücke, die teilweise in Dänemark liegt.
  • Die Brücke besteht aus 155 Spannweiten; der Hochbrückenteil setzt sich aus sechs 130-Meter-Abschnitten zusammen und ermöglicht die Durchfahrt für Schiffe.
  • Eine kleinere Holz-Fußgänger- und Fahrradbrücke nahe Svinö greift die Form der Öland-Brücke auf und ist von Reisenden zu erkennen, die nach Öland überqueren.
  • Während des Baus wurde brackiges Wasser aus dem Kalmarsund in den Beton gemischt, was später zu Korrosion an der Bewehrung führte und umfangreiche Wartungsarbeiten erforderlich machte.
  • Seit der Eröffnung wurden Instandhaltungen und Verbesserungen mit Kosten von über 1,1 Milliarden SEK (Preisniveau 2010) durchgeführt.

Geschichte

1932

Die Idee einer festen Verbindung zwischen Öland und dem schwedischen Festland reicht mindestens bis ins Jahr 1932 zurück, wobei in den 1950er-Jahren die politische Unterstützung zunahm.

Zu den wichtigsten Befürwortern zählten der Politiker Fritz Börjesson und der Forstmann Uno Danielson.

1966

Die schwedische Regierung genehmigte den Bau der Brücke 1966; die Grundsteinlegungsfeierlichkeiten fanden Ende 1967 und Anfang 1968 statt.

Offiziell eröffnet wurde die Öland-Brücke am 30.

1972

September 1972 durch Kronprinz Carl Gustaf.

1998

Zu diesem Zeitpunkt war sie die längste Brücke Europas, bis sie 1998 von der Vasco-da-Gama-Brücke in Portugal übertroffen wurde.

Der Bau der Brücke kehrte den Wegzugstrend von Öland um und sorgte für einen deutlichen Zuwachs an Wohnraum in Färjestaden.

Seit der Eröffnung erforderte die Brücke aufgrund von Umweltfaktoren und Bauherausforderungen umfangreiche Instandhaltungsarbeiten – die Kosten lagen über den ursprünglichen Baukosten.