Frösö Kirche

Frösö Kirche

Jämtlands län

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Die Frösö Kirche liegt auf der Insel Frösön im zentralen Jämtland in Schweden. Es handelt sich um eine mittelalterliche Kirche, die ursprünglich im 13. Jahrhundert erbaut wurde. Sie steht an der Stelle einer früheren hölzernen Kapelle, der Västerhus-Kapelle, die bereits Mitte des 11. Jahrhunderts datiert. Die erhaltene Steinkirche zeigt romanische Architektur mit einem langen Langhaus, einem schmaleren Chor und einem bedeutenden Turm, dessen Teile aus der mittelalterlichen Zeit stammen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche mehrfach renoviert, besonders im 18. Jahrhundert, als der Turm teilweise abgerissen und Fenster und Türen vergrößert bzw. versetzt wurden. Ein großer Brand im Jahr 1898 richtete schwere Schäden an der Kirche an, doch sie wurde sorgfältig so wiederhergestellt, dass sie wieder ihrem Aussehen aus dem 18. Jahrhundert entspricht. Die Kirche beherbergt wichtige historische Ausstattung: eine Reliquien­kassette aus dem 13. Jahrhundert, eine Taufstele aus dem Jahr 1698, ein Altarbild von 1708 sowie eine Rokoko-Kanzel, die Johan Edler der Ältere 1781 geschnitzt hat. Die Orgel, die erstmals 1857 installiert und mehrfach überarbeitet wurde, ist bemerkenswert mit 27 Registern und 1772 Pfeifen. Die Frösö Kirche hat auch eine kulturelle Bedeutung als Pilgerkirche auf dem St.-Olavs-Weg. Im Inneren sind Bilder der Jungfrau Maria und des Heiligen Olav zu sehen. Der bekannte schwedische Komponist Wilhelm Peterson-Berger, der in der Nähe lebte, ist in der Kirche begraben; seine Kompositionen wurden vom umliegenden Landschaftsbild inspiriert. Heute ist die Kirche weiterhin eine aktive Pfarrkirche und ein beliebter Ort für Hochzeiten und Tourismus – sie verkörpert Jahrhunderte religiösen, kulturellen und architektonischen Erbes.

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Tipp: Besucher sollten die Frösö Kirche in den Sommermonaten erkunden, wenn häufig geführte Rundgänge und musikalische Veranstaltungen stattfinden. Es wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen, damit man die mittelalterliche Kunst und Architektur der Kirche in vollem Umfang genießen kann. Die Kirche ist außerdem ein beliebter Ort für Hochzeiten, daher kann ein Blick in den Zeitplan vorher helfen, geschäftige Zeiten zu vermeiden. Für Gruppen oder während besonderer Veranstaltungen können Ermäßigungen verfügbar sein. Die Kirche ist leicht von Östersund aus sowie von den nahegelegenen Unterkünften auf der Insel Frösön erreichbar.

Interessante Fakten

  • Die Frösö Kirche beherbergt den nördlichsten Runenstein der Welt, den Frösö Runenstein, der auf die Zeit von 1030 bis 1050 n. Chr. datiert und sich in der Nähe auf der Insel befindet.
  • Die große Glocke der Kirche, die Birgitta-Glocke, wurde im 14. Jahrhundert in Stockholm gegossen und steht im Zusammenhang mit der Pilgerreise der Heiligen Birgitta, die angeblich durch Frösön gezogen sein soll.
  • Wilhelm Peterson-Berger, ein berühmter schwedischer Komponist, der sich von der Kirche und ihrer Umgebung inspirieren ließ, ist in der Frösö Kirche begraben.
  • Die Orgel der Kirche enthält 1772 Pfeifen und 27 Register; die letzte Erneuerung wurde 1951 von der dänischen Firma Marcussen & Søn abgeschlossen.
  • Die Frösö Kirche diente als Pilgerkirche auf der Route des St.-Olavs-Wegs, belegt durch mittelalterliche Darstellungen der Jungfrau Maria und des Heiligen Olav im Inneren der Kirche.

Geschichte

Die Frösö Kirche wurde im 13.

Jahrhundert an der Stelle einer früheren hölzernen Kapelle aus dem 11.

Jahrhundert errichtet, die als Västerhus-Kapelle bekannt war.

Beide Kirchen existierten bis gegen Ende des 14.

Jahrhunderts nebeneinander.

Die mittelalterliche Steinkirche hatte ursprünglich ein langes Langhaus, einen schmaleren Chor und einen Turm.

Im 18.

Jahrhundert wurde der Turm teilweise abgetragen, und die Kirche erhielt umfangreiche Renovierungen, darunter vergrößerte Fenster und Türen.

1898

Im Jahr 1898 beschädigte ein verheerender Brand das Gebäude schwer, doch die Kirche wurde in ihren früheren Stil aus dem 18.

Jahrhundert zurückversetzt.

1970

Spätere Ergänzungen umfassen einen kleinen Anbau zwischen Sakristei, Chor und Langhaus um etwa 1970 sowie eine weitere Erweiterung nahe dem Vorraum in den 1980er-Jahren.

Die Kirche diente Jahrhunderte lang als Pilgerstätte auf dem St.-Olavs-Weg und war in der Region ein spirituelles und kulturelles Zentrum.

Ortsführer

1
Langhaus und Chor13. Jahrhundert

Der Hauptteil der Kirche hat ein langes Langhaus und einen schmaleren Chorbereich – ein Ausdruck des romanischen Baustils des 13. Jahrhunderts. Er wurde für den Gottesdienst der Gemeinde und für Zeremonien genutzt.

2
Kirchturm und VorhalleMittelalter, verändert im 18. Jahrhundert

Ursprünglich gab es einen großen mittelalterlichen Turm, dessen unterer Teil nach dem teilweisen Abbruch im 18. Jahrhundert heute als Kirchenvorhalle dient. Der Turm wurde mehrfach wiederaufgebaut und verändert – unter anderem auch nach dem Brand von 1898.

3
Taufbecken1698

Ein aus Kalkstein gefertigtes Taufbecken, das 1698 von Captain Treffenberg und seiner Frau der Kirche geschenkt wurde und für Taufzeremonien genutzt wird.

4
Altarbild und Altarring1708 (Altarbild), 1778 (Altarring)

Das Altarbild wurde 1708 eingesetzt und zeigt theologische Szenen; ergänzt wird es durch einen 1778 hinzugefügten Altarring, der den Mittelpunkt des Kircheninneren bildet.

5
Rokoko-Kanzel1781
Johan Edler der Ältere

Die 1781 von dem Holzbildhauer Johan Edler dem Älteren gefertigte Kanzel ist ein feines Beispiel für Rokoko-Kunst und dient als Empore für Predigten.

6
Orgel1857 (ursprünglich), 1951 (letzte Erneuerung)
Johan Gustaf Ek (ursprünglicher Erbauer)

Die Orgel wurde erstmals 1857 installiert und von Johan Gustaf Ek erbaut. Sie wurde mehrfach überarbeitet, die neueste Erneuerung erfolgte 1951 durch Marcussen & Søn. Sie verfügt über 27 Register und 1772 Pfeifen und wird für Kirchenmusik sowie Konzerte genutzt.

7
Reliquienkasten und Heiligenbilder13. Jahrhundert

Der Reliquienkasten aus dem 13. Jahrhundert im Chor sowie die Bilder der Jungfrau Maria und des Heiligen Olav unterstreichen die Rolle der Kirche als mittelalterliche Pilgerstätte auf dem St.-Olavs-Weg.

8
Glockenturm1754
Pehr Olofsson

Der 1754 von Pehr Olofsson erbaute Glockenturm beherbergt die historische Birgitta-Glocke aus dem 14. Jahrhundert sowie eine kleinere Glocke aus dem 18. Jahrhundert. Sie sind wichtig, um die Gemeindemitglieder zum Gottesdienst zu rufen.

Kontakt

Telefon: 063-16 11 50