
Tullbron
Hallands län
Tullbron ist eine Steinbogenbrücke in Falkenberg, im schwedischen Hallands län, die den Fluss Ätran überspannt. Sie wurde zwischen 1756 und 1761 errichtet und ist bis heute eine wichtige Verkehrsverbindung mit einer durchschnittlichen täglichen Querung von etwa 3.800 Fahrzeugen. Seit 1984 ist die Brücke als geschütztes historisches Denkmal eingestuft und wurde 1927 sowie 1994 restauriert, um ihre Substanz zu erhalten. Ursprünglich vom Architekten Carl Hårleman entworfen und später von Carl Johan Cronstedt verändert, besitzt die Brücke fünf Steinbögen statt der anfänglich geplanten vier. Die Bauleitung lag bei Friedrich August Rex; die Arbeitskräfte stellten Soldaten der Regimenter Älvsborgs und Västgöta-Dals. Der Name der Brücke geht auf die bis 1914 erhobenen Gebühren zurück, die beim Überqueren in die Stadt fällig waren. Auf der östlichen Seite der Brücke liegen die Ruinen von Falkenberg Castle, was dem Ort eine zusätzliche historische Einordnung gibt. Zu den Vorgängern der Brücke zählen hölzerne und frühere Steinbauten aus dem frühen 18. Jahrhundert und sogar noch früher; eine dieser Vorgängerbrücken wurde 1565 im Verlauf des Nordischen Siebenjährigen Krieges zerstört. Tullbron dient nicht nur als funktionale Querung, sondern ist auch ein kulturelles Wahrzeichen, das zur Namensgebung der örtlichen Schule Tullbroskolan beigetragen hat.
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Tipp: Besucher sollten Tullbron am besten am Tageslicht erkunden, um die architektonischen Details und die nahegelegenen Ruinen von Falkenberg Castle in ihrer Umgebung zu genießen. Da die Brücke weiterhin dem Verkehr dient, ist beim Gehen in der Nähe Vorsicht geboten. Tickets sind nicht erforderlich, da es sich um eine öffentliche Brücke handelt. Die beste Zeit für einen Besuch ist der Frühling oder Sommer, wenn die Umgebung besonders reizvoll ist. Es gibt keine speziellen Rabatte, aber man kann den Ausflug mit weiteren Attraktionen in Falkenberg kombinieren, um ein rundes Kultur-Erlebnis zu bekommen.
Interessante Fakten
- •Tullbron wird auch heute noch täglich von etwa 3.800 Fahrzeugen genutzt und zeigt damit ihre anhaltende Funktionstüchtigkeit.
- •Die Brücke wurde mit Stein aus Källstorp in Slöinge sowie mit Holz aus Fagereds socken gebaut.
- •Der ursprüngliche Architekt Carl Hårleman starb während des Projekts, und Carl Johan Cronstedt passte den Entwurf so an, dass statt vier nun fünf Bögen entstanden.
- •An der Brücke gab es einst ein Zollhaus; dort befanden sich außerdem eine Taverne und eine Druckerei für die Zeitung Falkenbergs Tidning.
- •Die Vorgänger der Brücke spielten eine Rolle im Nordischen Siebenjährigen Krieg und beeinflussten militärische Bewegungen während der Schlacht von Axtorna.
Geschichte
Die frühesten Vorgänger von Tullbron reichen bis vor 1565 zurück: Eine Brücke spielte dabei eine strategische Rolle im Nordischen Siebenjährigen Krieg, bevor sie zerstört wurde.
Danach folgte in der Nähe des heutigen Standorts eine hölzerne Brücke, deren Reste noch sichtbar sind.
1725 wurde eine Steinbrücke gebaut, und ab 1739 wurden Tolls erhoben.
Die heutige Steinbrücke wurde vom Gouverneur Hans Hummelhielm in Auftrag gegeben und zunächst von Carl Hårleman entworfen; nach dem Tod von Hårleman führte Carl Johan Cronstedt die Planung weiter.
Der Bau begann 1756 und wurde 1761 abgeschlossen – errichtet von Soldaten aus militärischen Regimentern.
Bis 1914 wurden Gebühren erhoben, danach wurden die Tolls abgeschafft.
Die Brücke wurde mehrfach repariert, besonders 1927 und 1994, und 1984 als geschütztes Bauwerk ausgewiesen.
Ortsführer
Die fünf Steinbögen1756-1761
Tullbron hat fünf Steinbögen – eine Designänderung, die Carl Johan Cronstedt nach dem Tod des ursprünglichen Architekten vorgenommen hat. Diese Bögen sind die zentralen tragenden Bauelemente, die das Gewicht der Brücke verteilen, und verleihen ihr ihr markantes historisches Erscheinungsbild.
Ruinen von Falkenberg CastleMedialter, genaue Datierung unbekannt
Auf der östlichen Seite von Tullbron gelegen, geben die Ruinen von Falkenberg Castle dem Gebiet eine historische Einordnung. Die Überreste der Burg erinnern an die mittelalterliche Vergangenheit der Stadt und an ihre strategische Bedeutung.