
Naturschutzgebiet Getterön
Hallands län
Das Naturschutzgebiet liegt in der Gemeinde Varberg im Kreis Halland in Schweden und erstreckt sich über 350 Hektar, davon 235 Hektar Land. Es wurde 1970 gegründet, steht unter dem Schutz von Natura 2000 und ist als Ramsar-Gebiet von internationaler Bedeutung anerkannt. Das Reservat gilt als Top-Spot für Vogelbeobachtung im Norden Europas und beheimatet Brutvögel wie Knäkente, Rotschenkel, Kampfläufer und die Trauerseeschwalbe, die als Symbol des Schutzgebiets dient. Im Winter sind unter anderem Kleines Podiz, Wachtelralle, Eisvogel und Höckerschwan weiterhin vor Ort – dazu zählen auch auffällige Greifvögel wie der Wanderfalke. Die Feuchtgebiete entstanden in den 1930er-Jahren, nachdem ein flaches Meeresgewässer zwischen der Halbinsel Getterön und dem Festland aufgefüllt wurde. So entstanden zwei Buchten sowie ausgedehnte Sumpfgebiete. Wiederherstellungsmaßnahmen in den 1990er-Jahren verbesserten die Lebensraumqualität, indem Schilfbestände durch offenes Wasser und Wiesen ersetzt wurden und Inseln geschaffen wurden, um die Vogelbrut zu unterstützen. Besucher können das Gebiet über Vogelbeobachtungshütten, Aussichtstürme und Wege erkunden. Das Naturum-Besucherzentrum bietet permanente und temporäre Ausstellungen, ein Café sowie weitere Einrichtungen und macht den Besuch besonders lehrreich und abwechslungsreich. Saisonale geführte Touren, Vogelbeobachtungs-Events und familienfreundliche Aktivitäten wie Naturlehrpfade und Spielplätze sorgen das ganze Jahr über für Abwechslung im Reservat.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Naturschutzgebiet Getterön sind die Zeiträume des Vogelzugs im Frühjahr und im Herbst – dann sind die Chancen auf besonders gute Vogelbeobachtung am größten. Besucher sollten sich im Naturum-Zentrum Ferngläser ausleihen und überlegen, an geführten Vogelbeobachtungstouren oder speziellen Veranstaltungen teilzunehmen, um das Erlebnis noch zu verbessern. Der Eintritt ins Schutzgebiet und ins Naturum ist in der Regel kostenlos; gelegentlich gibt es Events mit kostenlosen Vorträgen und Aktivitäten. In den Hauptsaisons wird empfohlen, geführte Touren im Voraus zu buchen. Bequeme Wanderschuhe und wetterangepasste Kleidung helfen dabei, die Wege und Aussichtspunkte in vollen Zügen zu genießen.
Interessante Fakten
- •Das Naturschutzgebiet Getterön ist als Ramsar-Gebiet von internationaler Bedeutung gelistet.
- •Es zählt zu den wichtigsten Vogelbeobachtungsstellen im Norden Europas und beherbergt seltene sowie vielfältige Vogelarten.
- •Die Trauerseeschwalbe, die hier brütet, ist das Symbol des Schutzgebiets.
- •Die Feuchtgebiete wurden in den 1930er-Jahren künstlich durch Landgewinnung und Baggerarbeiten geschaffen.
- •Die Wiederherstellung in den 1990er-Jahren umfasste das Anlegen von Inseln, um Vögeln sichere Brutplätze zu bieten.
Geschichte
Die Feuchtgebiete im Naturschutzgebiet Getterön entstanden in den 1930er-Jahren: Als ein flaches Gewässer zwischen der Halbinsel Getterön und dem Festland verfüllt wurde, bildeten sich zwei Buchten.
Eine Bucht wurde zum Hafen von Varberg, während die andere – dort, wo der Fluss Himleån in den Kattegat mündet – nach und nach mit ausgebaggertem Material aufgefüllt wurde.
So entstanden flache Feuchtgebiete.
Diese zogen schnell zahlreiche Vogelarten an und machten die Gegend zu einem idealen Ort für Vogelbeobachtung.
Im Laufe der Zeit führte die natürliche Sukzession zu dichtem Schilchwuchs, wodurch die Lebensraumqualität abnahm.
In den 1990er-Jahren umfassten die Wiederherstellungsmaßnahmen das Entfernen von Schilfbeständen sowie das Anlegen von Bereichen mit offenem Wasser, Wiesen und Inseln, um die Brutlebensräume zu verbessern.
Das Schutzgebiet wurde offiziell 1970 eingerichtet und später als Natura-2000- sowie Ramsar-Gebiet geschützt.
Ortsführer
Naturum – Besucherzentrum
Die wichtigste Anlaufstelle für Besucher mit permanenten Ausstellungen zum Vogelreichtum im Schutzgebiet, temporären Kunst- und Fotoausstellungen, einem Café sowie öffentlichen Einrichtungen einschließlich Toiletten. Besucher können hier außerdem mit Teleskopen das Reservat beobachten.
Vogelbeobachtungshütten und Aussichtsturm
Mehrere Beobachtungshütten und ein Vogelbeobachtungsturm ermöglichen es Besuchern, Wasservögel und andere Vogelarten in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten – ohne sie zu stören.
Fågelbacka Natur- und Spielbereich
Ein familienfreundlicher Bereich direkt neben dem Naturum: mit Blumenwiesen, Vogelstimmen, grasenden Tieren, einem Spielplatz in Form von Vogelhäusern und einem Falken-/Adlerflügel-Design sowie einem Naturlehrpfad mit erklärenden Hinweisschildern und einem digitalen Quiz.
Kontakt
Telefon: 0340-875 10