Siljan-See

Siljan-See

Dalarnas län

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Der Siljan-See in der Provinz Dalarna in Zentral-Schweden ist Schwedens siebtgrößter See: Seine Wasserfläche beträgt etwa 293 Quadratkilometer und erweitert sich auf 354 Quadratkilometer, wenn man die benachbarten Seen Orsasjön und Insjön hinzunimmt. Der See erreicht eine maximale Tiefe von 134 Metern und liegt 161 Meter über dem Meeresspiegel. Er befindet sich am nordwestlichen Rand des Siljan Rings, einer ringförmigen geologischen Struktur, die durch einen gewaltigen Meteoriteneinschlag vor etwa 377 Millionen Jahren im Devon entstanden ist. Dieser Einschlagkrater war ursprünglich ungefähr 52 Kilometer im Durchmesser und ist der größte bekannte in Europa außerhalb Russlands. Er hat sedimentäre Gesteine erhalten, die zahlreiche Fossilien aus den Zeiträumen des Kambriums, Ordoviziums und Silurs enthalten. In der Umgebung liegen mehrere Orte wie Mora, Leksand, Orsa und Rättvik. Siljan und seine Umgebung bieten ausgedehnte Wander-, Rad- und Skilanglaufstrecken sowie Badestellen, sodass sich hier ein beliebtes Gebiet für Outdoor-Aktivitäten mit langer Tradition an Kur- und Badeorten entwickelt hat. Die einzigartige Geologie und die natürliche Schönheit ziehen jedes Jahr Hunderte Tausende Besucher an. Besonders hervorzuheben ist, dass das Gebiet in den Fokus wissenschaftlicher Tiefbohrprojekte geriet, bei denen nach Erdgas und Erdöl gesucht wurde – kommerziell waren die Vorhaben jedoch nicht erfolgreich. Der See beherbergt zudem vielfältige Fischarten, darunter einige seltene und uralte wie den Hornhechtfisch aus der Eiszeit (Ice Age horned sculpin). Die Kombination aus geologischer Bedeutung, natürlicher Schönheit und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten macht den Siljan-See zu einem einzigartigen Reiseziel in Schweden.

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Tipp: Die beste Zeit, den Siljan-See zu besuchen, sind die Sommermonate: Dann sind die weitläufigen Wander- und Radwege gut zugänglich und die Badestellen laden zum Verweilen ein. Besucher sollten unbedingt den Wanderweg Siljansleden erkunden – er erstreckt sich über 340 Kilometer und folgt alten Wegeverbindungen zu den Weiden, mit Rastplätzen und Übernachtungshütten. Es wird empfohlen, Unterkünfte in nahegelegenen Orten wie Mora oder Rättvik schon vor der Hochsaison zu buchen. Auch wenn es keine speziellen, ticketpflichtigen Attraktionen gibt, sollten sich Reisende bei der lokalen Touristeninformation nach geführten Touren oder Veranstaltungen rund um den See erkundigen. Je nach Strecke können Rabatte für Gruppenbuchungen oder mehrtägige Pässe verfügbar sein. Der lokale Radiosender Radio Siljan liefert das ganze Jahr über aktuelle touristische Informationen – das ist hilfreich für die Planung des Besuchs.

Interessante Fakten

  • Der Siljan-See liegt innerhalb des größten bekannten Meteoriteneinschlagkraters in Europa außerhalb Russlands und hat eine ungefähre Größe von 52 km im Durchmesser.
  • Der See und seine Umgebung bewahren sedimentäre Gesteine mit Fossilienreichtum aus dem Kambrium, Ordovizium und Silur.
  • Entlang des Seebodens verläuft eine tiefe Unterwasser-Rinne, die an einigen Stellen über 100 Meter tief ist.
  • Das Tiefbohrprojekt aus den 1980er-Jahren erreichte nahezu 7.000 Meter und zählt damit zu den tiefsten Bohrungen Europas.
  • Seltene Fischarten wie der Hornhechtfisch aus der Eiszeit (Ice Age horned sculpin) wurden in den tiefsten Bereichen des Siljan-Sees gefunden.

Geschichte

377

Der Siljan Ring, die geologische Formation, die den Siljan-See einschließt, entstand vor etwa 377 Millionen Jahren im Devon durch einen massiven Meteoriteneinschlag, der ursprünglich einen Krater mit ungefähr 52 Kilometern Breite bildete.

Im Laufe der Zeit formte die Wirkung von Gletschern den See und seine Umgebung – unter anderem entstand in der letzten Eiszeit die Bucht von Österviken.

1442

Der Name des Sees, erstmals 1442 verzeichnet, leitet sich von einer alten Form ab, die mit Begriffen zusammenhängt, die „Kanal“ oder „verschlucken“ bedeuten, und bezieht sich vermutlich auf eine tiefe Unterwasser-Rinne im Seeboden.

Das Gebiet ist seit mindestens der Eisenzeit bewohnt; archäologische Funde wie Relikte aus der Wikingerzeit gibt es auf der nahegelegenen Insel Sollerön.

In den 1980er-Jahren wurden Tiefbohrprojekte durchgeführt, um das Potenzial für Erdgas und Erdöl innerhalb des zerklüfteten Granits des Kraters zu untersuchen.

Das lieferte wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse, auch wenn keine kommerzielle Kraftstoffproduktion zustande kam.

Ortsführer

1
Siljan Ring – geologische FormationDevon, ~377 Millionen Jahre vor heute

Eine weitläufige, kreisförmige Struktur, die durch den Einschlag eines alten Meteors entstanden ist: Der Siljan Ring bildet das geologische Fundament des Sees und der umgebenden Landschaft. Besonders sind die fossilreichen sedimentären Gesteine und die einzigartige Geologie.

2
Wanderweg Siljansleden

Ein 340 Kilometer langes Netz an Wanderwegen rund um den Siljan-See und seine Umgebung, das historischen Weidepfaden folgt. Dazu gibt es Rastplätze und Übernachtungshütten für längere Trekkingtouren.

3
Dalhalla-AmphitheaterEhemaliger Steinbruch, umgewidmet im späten 20. Jahrhundert

In der Nähe von Rättvik, in einem ehemaligen Steinbruch im Siljan-Gebiet, liegt Dalhalla: ein Open-Air-Amphitheater, das für Konzerte und kulturelle Veranstaltungen berühmt ist und Natur- mit Kunstaufführungen verbindet.