
Falu Mine
Dalarnas län
Die Falu Mine liegt nahe dem Zentrum von Falun in Dalarnas län, Schweden, und war einst ein Kupferbergwerk mit einer bewegten Geschichte, die möglicherweise schon bis in die frühen 800er Jahre zurückreicht. Einmal war sie eines der größten Bergwerke Schwedens und trug im Mittelalter in besonderem Maße zur Kupferproduktion Europas bei – zeitweise lieferte sie zwei Drittel der Ausbeute des Kontinents. Das Bergwerk lief kontinuierlich bis 1992 und ist heute UNESCO-Welterbe. Architektonisch und historisch bedeutend: Das Bergwerk prägt der mächtige Tagebau Stora Stöten, der durch mehrere Einstürze entstand – vor allem im Jahr 1687. Außerdem wurden hier weitere Rohstoffe gewonnen, darunter Zink, Blei, Silber, Gold und Bismut. Besucher können unterirdische Bereiche erkunden, die vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert reichen und über einen Aufzug zugänglich sind, der 67 Meter in die Tiefe fährt. Zum Gelände gehören historische Fundstücke, etwa solche rund um das Bergsinfanteriregementet – ein militärisches Regiment, das historisch mit dem Bergwerk verbunden war. Heute lebt das industrielle Erbe des Bergwerks in der Produktion von Pigmenten fort, die für die traditionelle Falu-Rot-Tünche verwendet werden. Das Areal ist außerdem Schauplatz kultureller Veranstaltungen und bietet Konferenzeinrichtungen in einer einzigartigen Umgebung, in der sich Industriegeschichte mit natürlicher Schönheit verbindet.
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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Falu Mine ist der Frühling und der Sommer, wenn geführte Touren und besondere Veranstaltungen angeboten werden. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus über die offizielle Website zu buchen, damit Sie Ihren Besuch sicher planen können. Besucher sollten sich auf Untergrundtouren vorbereiten, die eine Abfahrt von 67 Metern mit dem Aufzug beinhalten. Für Gruppen, Seniorinnen und Senioren sowie Kinder können unter Umständen Ermäßigungen verfügbar sein. Prüfen Sie auf der offiziellen Website die aktuellen Öffnungszeiten und den Veranstaltungsplan. Aufgrund der kühleren Temperaturen unter Tage werden bequemes Schuhwerk und warme Kleidung empfohlen.
Interessante Fakten
- •In der Hochphase im 17. Jahrhundert produzierte die Falu Mine etwa zwei Drittel des weltweiten Kupfers.
- •Der große Tagebau Stora Stöten hat einen Umfang von 1,6 Kilometern und ist 95 Meter tief. Er entstand durch mehrere Einstürze, darunter vor allem ein bedeutender im Jahr 1687.
- •Der gut erhaltene Körper eines Bergmanns namens Mats Israelsson, bekannt als Fet-Mats, wurde 1719 in einem überfluteten Schacht entdeckt und wurde zu einer berühmten Kuriosität.
- •Die Falu Mine war einst Schwedens größter Arbeitsplatz – mit etwa 1.000 Mitarbeitenden im 17. Jahrhundert.
- •Das Pigment der Mine wird bis heute für die traditionelle schwedische Falu-Rot-Farbe verwendet.
Geschichte
Der Bergbau in der Falu Mine dürfte zwischen 850 und 1080 n.
Chr.
begonnen haben.
Archäologische Hinweise deuten darauf hin, dass Kupfer aus dem Bergwerk bereits im 9.
Jahrhundert verwendet wurde.
1288 wurde die Mine zu einem nationalen Anliegen und erhielt 1347 königliche Privilegien von König Magnus Eriksson.
Die Hochphase der Produktion lag im 17.
Jahrhundert während Schwedens Zeit als Großmacht: Das Bergwerk beschäftigte rund 1.000 Arbeitskräfte und förderte bis zu zwei Drittel des weltweiten Kupfers.
Ein großer Einsturz im Jahr 1687 formte den großen Tagebau Stora Stöten.
Der Bergbau ging bis 1992 weiter, als der letzte Sprengsatz gezündet wurde und die jahrhundertelange Förderung endete.
Seit 1970 ist die Mine für die Öffentlichkeit zugänglich – als Museum und als Stätte des kulturellen Erbes.
Ortsführer
Stora Stöten1687
Dieser riesige Tagebau ist das Ergebnis mehrerer Einstürze – besonders des im Jahr 1687. Er hat einen Umfang von 1,6 Kilometern und ist 95 Meter tief. So erhalten Sie einen eindrucksvollen Blick auf das Ausmaß und die Geschichte des Bergwerks.
Führungen durch das unterirdische Bergwerk
Besucher steigen 67 Meter unter die Erde hinab und erkunden die Tunnel und Kammern des Bergwerks. Diese zeigen Bergbautechniken und Bedingungen – von der Zeit des Mittelalters bis ins 19. Jahrhundert.
Ausstellungen zum Bergsinfanteriregementet1642-1790s
Zu den Museumsausstellungen gehören Musketen, Fahnen und originale Dokumente im Zusammenhang mit dem Bergsinfanteriregementet – einem militärischen Regiment, das historisch mit dem Bergwerk und der Region verbunden war, während Schwedens Zeit als Großmacht.
Kontakt
Telefon: 023-78 20 30