
Nationalmuseum von Sudan
Al Kharţūm
Das 1971 gegründete Nationalmuseum von Sudan, das in einem Gebäude untergebracht ist, das 1955 errichtet wurde, war berühmt für seine umfangreiche Sammlung von rund 100.000 Exponaten, die Tausende von Jahren sudanesischer Geschichte abdecken. Es bot Ausstellungen von der Altsteinzeit bis zu den nubischen Königreichen, dem Kushitischen Reich sowie den christlichen und islamischen Epochen. Das Museum liegt im Stadtteil al-Mugran in Khartum, nahe der Mündung des Weißen und des Blauen Nils, und war ein kultureller Fixpunkt, der Sudans archäologisches Erbe bewahrte. Leider wurde das Museum während des im Jahr 2023 beginnenden Bürgerkriegs im Sudan in großem Umfang beschädigt und geplündert; etwa 90 % seiner Sammlung wurden zerstört oder gestohlen – darunter auch alte Mumien aus der Zeit ab 2500 v. Chr. Seitdem haben sich internationale Partner zusammengeschlossen, um virtuelle Ausstellungen nachzubilden und so das Vermächtnis zu erhalten. Die Ausstellungsbereiche waren auf vier Hauptzonen verteilt: die Haupthalle im Erdgeschoss, die Galerie im ersten Stock, ein Open-Air-Museum in den Gärten sowie eine monumentale Gasse außerhalb des Gebäudes – ein Spiegel der vielfältigen historischen Perioden und Kulturen Sudans.
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Tipp: Wer sich für die antike Geschichte Sudans interessiert, sollte sich vor dem Besuch über aktuelle Informationen informieren, da die Restaurierungsarbeiten derzeit noch laufen. Die beste Zeit, Khartum zu besuchen, sind die kühleren Monate von November bis Februar. Es wird empfohlen, im Voraus nach Zugangsmöglichkeiten und geführten Touren zu fragen, da sich der Status des Museums je nach Lage und Sicherheit in der Region ändern kann. Virtuelle Ausstellungen können während des Wiederaufbaus eine alternative Möglichkeit bieten, die Sammlung zu entdecken.
Interessante Fakten
- •Das Museum beherbergte eine der ältesten Mumien der Welt, datiert auf 2500 v. Chr.
- •Es enthielt Artefakte von jeder bedeutenden archäologischen Fundstätte in Sudan – von der Altsteinzeit bis zur islamischen Zeit.
- •Etwa 90 % der Sammlung des Museums wurden während des Bürgerkriegs im Sudan 2023 zerstört oder geplündert.
- •Internationale Initiativen mit dem Louvre und der Durham University halfen dabei, virtuelle Ausstellungen zu erstellen, um das Vermächtnis des Museums zu bewahren.
Geschichte
Das Nationalmuseum von Sudan wurde 1971 in einem Gebäude gegründet, das 1955 errichtet worden war.
Es entstand teilweise als Reaktion auf die International Campaign to Save the Monuments of Nubia (1960–1980), im Zuge derer viele Artefakte verlagert wurden, um sie vor Überschwemmungen zu schützen, die durch den Assuan-Staudamm verursacht wurden.
Das Museum wurde zur größten Aufbewahrungsstätte nubischer archäologischer Funde weltweit.
Doch während des im Jahr 2023 beginnenden Bürgerkriegs im Sudan wurde das Museum stark beschädigt und geplündert; der Großteil seiner Sammlung wurde zerstört oder gestohlen.
Die Maßnahmen nach dem Konflikt konzentrieren sich auf die virtuelle Rekonstruktion und die Bewahrung der verbliebenen Artefakte.
Kontakt
Telefon: 091 218 8894