
Mission Lodge
Inner Islands
Die Mission Lodge, auch bekannt als die Mission Ruins of Venn's Town, ist eine historische anglikanische Missionssiedlung, die 1876 auf Mahé Island auf den Seychellen gegründet wurde. Sie wurde ins Leben gerufen, um befreiten Sklaven – die von der Royal Navy zwischen 1861 und 1874 aus arabischen Dhaus gerettet worden waren – Unterkunft, Bildung und eine berufliche Ausbildung zu bieten. Zur Mission gehörten Schlafsäle, Werkstätten, Küchen, Hütten für Arbeiter, ein Lagerraum sowie das Haus des Schulmeisters. Zur Unterstützung des Betriebs wurden außerdem in der Nähe Anbauflächen bewirtschaftet, unter anderem mit Kakao, Vanille und Kaffee. Die Kinder wurden in der Mission in Tischlerarbeiten, Gartenbau, Bibelgeschichten und Psalmengesang in Kreol, Französisch und Kiswahili unterrichtet. Die Siedlung wurde bis zu ihrer Schließung im Jahr 1889 von drei Oberaufsehern geführt; danach wurden die Kinder in andere Schulen in Afrika verlegt. Die Anlage liegt in den üppigen Hügeln von Sans Soucis innerhalb des Morne Seychellois Nationalparks und verfügt über einen kleinen Friedhof für Kinder, die an Krankheiten starben. Die bekannte Pflanzenmalerin Marianne North besuchte den Ort 1882 und hielt die natürliche Schönheit der Gegend in Gemälden fest, die heute im Kew Gardens in London ausgestellt sind. 1984 zum Nationaldenkmal erklärt, werden die Ruinen wegen ihrer kulturellen Bedeutung geschätzt und stehen auf der vorläufigen UNESCO-Welterbeliste der Seychellen.
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Tipp: Besuchen Sie die Ruinen der Mission Lodge in der Trockenzeit für das beste Wetter und klarere Ausblicke auf die üppige Umgebung. Erwägen Sie, geführte Touren im Voraus zu buchen, um mehr über die bewegte Geschichte des Ortes und seine Verbindung zu befreiten Sklaven zu erfahren. Es ist nicht nötig, Tickets online zu kaufen, aber prüfen Sie die Öffnungszeiten des lokalen Besucherzentrums. Aufgrund des hügeligen Geländes sollten Sie feste Wanderschuhe tragen und Wasser sowie Sonnenschutz mitbringen.
Interessante Fakten
- •Die Mission wurde nach der Rettung von über 2.800 Sklaven aus arabischen Dhaus durch die Royal Navy zwischen 1861 und 1874 gegründet.
- •Die Anlage umfasste umfangreiche Einrichtungen wie Schlafsäle, Werkstätten, Küchen und ein Haus des Schulmeisters, um Bildung und Alltag zu unterstützen.
- •Marianne North, eine berühmte Pflanzenmalerin des 19. Jahrhunderts, verbrachte 1882 drei Wochen an der Mission und malte ihre Umgebung; ihre Werke sind heute in den Kew Gardens in London ausgestellt.
- •Die Mission unterrichtete Kinder in drei Sprachen: Kreol, Französisch und Kiswahili – ein Spiegel der vielfältigen kulturellen Einflüsse der Region.
- •Ein kleiner Friedhof auf dem Gelände birgt die Gräber von Kindern, die an Krankheiten wie Ruhr und Diphtherie starben, sowie Angehörige der Oberaufseher.
Geschichte
Die Mission Lodge wurde 1876 als anglikanische Mission gegründet, um befreite Sklaven zu unterstützen, die zwischen 1861 und 1874 von der Royal Navy gerettet worden waren.
Sie wurde nach Henry Venn benannt, einem Mitbegründer der Church Mission Society.
Die Mission bestand bis 1889 und bot Bildung sowie eine berufliche Ausbildung für Kinder befreiter Sklaven und afrikanischer Plantagenarbeiter.
Nach ihrer Schließung wurden die Kinder in andere Schulen gebracht.
Die Stätte wurde 1984 zum Nationaldenkmal erklärt und 2013 aufgrund ihrer kulturellen Bedeutung in die vorläufige UNESCO-Welterbeliste der Seychellen aufgenommen.
Ortsführer
Dormitories and Workshops1876-1889
Diese großen Gebäude beherbergten die Kinder und boten Räume, in denen sie Tischlerarbeiten und andere Handwerksberufe lernten – wichtig für ihre berufliche Ausbildung.
Schoolmaster’s Cottage1876-1889
Die Wohnung des Schulmeisters, in der Bildungsaktivitäten und Verwaltung koordiniert wurden.
Agricultural Land1876-1889
Rund 50 Acres in der Nähe wurden mit Kakao, Vanille und Kaffee bewirtschaftet, um die finanzielle Unterstützung des Betriebs der Mission zu sichern.
Children’s Cemetery1876-1889
Ein kleiner Friedhof auf dem Gelände, in dem Kinder beigesetzt wurden, die an Krankheiten wie Ruhr und Diphtherie starben – zusammen mit Angehörigen der Oberaufseher der Mission.