
Tetepare Island
Western
Tetepare Island, gelegen in der Western Province der Salomonen, ist die größte unbewohnte Insel im Südpazifik. Sie ist berühmt für ihren intakten Tieflandregenwald und ihre artenreichen Meeresökosysteme – darunter Korallenriffe, die zu den vielfältigsten der Welt zählen. Die Insel beherbergt über 230 Vogelarten sowie zahlreiche Reptilien, Säugetiere und Meeresschildkröten, darunter die vom Aussterben stark bedrohte Lederschildkröte und die Karettschildkröte. Historisch wurde die Insel von einer eigenen Bevölkerungsgruppe bewohnt, die über einzigartige Traditionen und eine eigene Sprache verfügte; im 19. Jahrhundert Mitte wurde sie aufgegeben. Ihre vulkanischen Strände mit schwarzem Sand sind wichtige Nistplätze für Meeresschildkröten, während die Flüsse mit Süßwasser bereits Entdeckungen neuer Fischarten und -gattungen ermöglicht haben. Durch Naturschutzmaßnahmen konnten sich Sekundärwälder und eine vielfältige Tierwelt erhalten – Tetepare ist damit ein bedeutsamer ökologischer Schatz und Gegenstand fortlaufender wissenschaftlicher Forschung.
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Interessante Fakten
- •Tetepare Island ist die größte unbewohnte Insel im Südpazifik.
- •Hier leben über 230 Vogelarten, darunter die endemische Tetepare-„White-eye“.
- •Drei Arten von Meeresschildkröten nisten an ihren Stränden – zwei davon sind vom Aussterben stark bedroht.
- •Wissenschaftler haben neue Fischarten, -gattungen und möglicherweise sogar eine neue Fischfamilie in den Süßwasserflüssen der Insel entdeckt.
- •Die Salomonen-Skink, der größte heute lebende Skink, lebt auf Tetepare.
- •Die Korallenriffe der Insel haben weltweit die zweithöchste Vielfalt an Fischen und Korallen – nach Raja Ampat in Indonesien.
Geschichte
Tetepare Island war einst von einer besonderen Bevölkerungsgruppe bewohnt, mit einer eigenen Sprache und kulturellen Praktiken – darunter Brandrodungsfeldbau und gelegentliches Kopfjagen.
Die Insel wurde im 19.
Jahrhundert Mitte aufgegeben, und die Bewohner verteilten sich auf nahegelegene Inseln.
Zwischen 1907 und 1918 wurde an der westlichen Spitze ein Kokosplantage eingerichtet, die nach dem Zweiten Weltkrieg verfiel und die Pflege bis 1990 eingestellt wurde.
Seitdem hat sich der Sekundärwald einen Großteil der Plantagenfläche zurückerobert und so zum heutigen natürlichen Zustand der Insel beigetragen.