Arnavon-Inseln
Choiseul
Die Arnavon-Inseln liegen in den Salomonen, in der Provinz Isabel, nahe Choiseul. Zur Inselgruppe gehören die größeren Inseln Sikopo, Kerehikapa und Maleivona sowie die kleineren Inseln Tuma und Leko. Berühmt ist die Gruppe vor allem für das 1995 gegründete Arnarvon Marine Conservation Area – die erste Initiative zum gemeinschaftlich verwalteten Meeresnaturschutz in den Salomonen. Das Schutzgebiet umfasst 157 Quadratkilometer zwischen den Inseln Santa Isabel und Choiseul in den Manning Straits und ist ein entscheidendes Brutgebiet für die vom Aussterben bedrohten Unechten Karettschildkröten (Hawksbill Sea Turtles). Auch im Meer lassen sich der Indopazifische Gewöhnliche Flaschenschwanzdelfin beobachten. Erhebungen aus dem Jahr 2014 zeigten eine außergewöhnliche Vielfalt und Gesundheit der Korallen: Kerehikapa weist den höchsten Anteil an lebenden Korallen in den Salomonen auf, dominiert von Gattungen wie Acropora und Porites. Die Riffe rund um Sikopo zeigen zwar Spuren von Tsunami-Schäden, beherbergen jedoch weiterhin wichtige Korallenarten, darunter Acropora, Montipora und Cyphastrea. Die ökologische Bedeutung der Inseln, kombiniert mit gemeinschaftlich getragenen Schutzmaßnahmen, macht die Arnavon-Inseln zu einem einzigartigen Naturraum im Pazifik – mit hoher Biodiversität und kultureller Relevanz.
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Tipp: Besucher sollten für beste Wetterbedingungen und gute Sicht im Meer die Trockenzeit einplanen. Es empfiehlt sich, geführte Touren im Voraus zu buchen, um lokale Schutzmaßnahmen zu unterstützen und den Zugang zu den geschützten Bereichen sicherzustellen. Je nach lokalen Touranbietern, die am Schutzgebiet beteiligt sind, können Rabatte oder Unterstützungsangebote aus der Community verfügbar sein. Respekt gegenüber der Tierwelt und die Einhaltung der Naturschutzrichtlinien sind entscheidend, um das empfindliche Ökosystem zu bewahren.
Interessante Fakten
- •Das Arnarvon Marine Conservation Area war das erste gemeinschaftlich verwaltete Meeresnaturschutzgebiet in den Salomonen und wurde 1995 eingerichtet.
- •Die Inseln dienen als Brutgebiet für die vom Aussterben bedrohten Unechten Karettschildkröten.
- •Die Insel Kerehikapa innerhalb des Schutzgebiets hat den höchsten durchschnittlichen Anteil an lebenden Korallen, der in den Salomonen erfasst wurde: An einigen Stellen liegt der Anteil lebender Korallen bei bis zu 69%.
- •Die Korallenriffe der Insel Sikopo wurden im April 2007 durch einen Tsunami erheblich beschädigt; dies betraf die Riffstruktur und den Anteil lebender Korallen.
- •Das Meeresgebiet beherbergt Beobachtungen des Indopazifischen Gewöhnlichen Flaschenschwanzdelfins (Tursiops aduncus).
Geschichte
Die Arnavon-Inseln werden seit der Einrichtung des Arnarvon Marine Conservation Area im Jahr 1995 wegen ihrer ökologischen Bedeutung anerkannt.
Damals entstand in den Salomonen das erste gemeinschaftlich verwaltete marine Schutzgebiet.
Die Initiative spiegelte das lokale Engagement wider, die vom Aussterben bedrohten Unechten Karettschildkröten zu schützen und die Meeresvielfalt zu bewahren.
In den folgenden Jahren sahen sich die Inseln immer wieder natürlichen Herausforderungen gegenüber, darunter ein bedeutender Tsunami im Jahr 2007, der vor allem die Korallenriffe rund um Sikopo beeinträchtigte.
Laufende Schutz- und Monitoringmaßnahmen haben dazu beigetragen, die ökologische Integrität des Gebiets zu erhalten und eine nachhaltige Nutzung der Meeresressourcen zu fördern.