Kolomenskoje

Kolomenskoje

Central Federal District Region

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Kolomenskoje ist ein weitläufiges historisches Anwesen im Südosten von Moskau, ursprünglich ein Landsitz der Großfürsten von Moskowien. Es erstreckt sich über 390 Hektar entlang der Moskwa und verbindet auf eindrucksvolle Weise natürliche Schönheit mit architektonischem Erbe. Mittelpunkt ist die Mariä-Himmelfahrt-Kirche, die 1532 zum Anlass der Geburt Iwans des Schrecklichen erbaut wurde. Sie gilt als die erste steinerne Kirche in Russland mit Zeltdach und ist UNESCO-Welterbe. Auf dem Gelände befand sich einst der große hölzerne Palast von Zar Alexeij I., berühmt für seine kunstvolle Gestaltung und märchenhaften Dachlandschaften. Der Palast wurde 2010 nahe an seinem ursprünglichen Standort rekonstruiert. Der Park wartet außerdem mit zahlreichen historischen Bauten aus den 16. und 17. Jahrhunderten auf – darunter mehrere Kirchen, ein Glockenturm und Kammern – sowie mit umgesiedelten Holzbauwerken und Exponaten aus ganz Russland. Natürliche Besonderheiten wie alte Eichenhaine, Schluchten mit heiligen Quellen und Bachläufe bereichern die Landschaft. Kolomenskoje vereint kulturelle Bedeutung mit einer besonders stimmungsvollen Umgebung und ist damit ein einzigartiges Ziel für alle, die sich für die russische Geschichte, Architektur und Natur interessieren.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch in Kolomenskoje ist der späte Frühling bis in den frühen Herbst, wenn die Natur- und Gartenanlagen im Park ihren Höhepunkt erreichen. Es empfiehlt sich, Tickets für den rekonstruierten Palast im Voraus zu kaufen – besonders an Wochenenden und Feiertagen. Besucher können außerdem Kombitickets für mehrere historische Gebäude und Ausstellungen erhalten. Geführte Touren gibt es, um die spannende Geschichte des Geländes noch besser zu verstehen. Bequeme Wanderschuhe sind sinnvoll, da das Areal groß ist und das Gelände abwechslungsreich.

Interessante Fakten

  • Die Mariä-Himmelfahrt-Kirche von Kolomenskoje ist die erste steinerne Kirche in Russland, die im zeltartigen Architekturstil erbaut wurde und damit mit den byzantinischen Traditionen bricht.
  • Der hölzerne Palast von Zar Alexeij I. wurde von ausländischen Besuchern wegen seiner aufwendigen Gestaltung und 250 Räumen als „Weltwunder Nummer Acht“ bezeichnet.
  • Zum Anwesen gehören historische Fundstücke und Gebäude, die aus verschiedenen Teilen Russlands hierhergebracht wurden – etwa die Barbiakan-Kirche des Nikolo-Korelsky-Klosters sowie Fragmente der Löwentore aus dem Moskauer Kreml.
  • Der Eichenhain von Kolomenskoje beherbergt einige der ältesten Eichenbäume in Moskau und unterstreicht damit die ökologische Bedeutung des Parks.
  • 1994 nahm die UNESCO die Mariä-Himmelfahrt-Kirche in die Welterbeliste auf – wegen ihres außergewöhnlichen architektonischen und kulturellen Werts.

Geschichte

1339

Kolomenskoje wurde erstmals 1339 erwähnt und entwickelte sich als Herrschaftssitz für die moskowitischen Fürsten.

1532

Die Mariä-Himmelfahrt-Kirche wurde 1532 errichtet und steht damit für einen Wandel in der russischen Sakralarchitektur.

Zar Alexeij I.

ließ im 17.

Jahrhundert frühere hölzerne Bauten durch einen prächtigen Palast ersetzen, der zu einer beliebten Residenz des Herrscherhauses wurde.

1768

Nachdem der Hof nach Sankt Petersburg verlegt worden war, verfiel der Palast und wurde 1768 abgerissen.

1872

Später wurde er durch ein kleineres steinernes Gebäude ersetzt, das allerdings 1872 wieder entfernt wurde.

Im 20.

Jahrhundert wurde Kolomenskoje Teil von Moskau und in einen Museumskomplex mit historischen Gebäuden umgewandelt, die dort zur Erhaltung zusammengetragen wurden.

Eine groß angelegte Rekonstruktion des Palastes von Alexeij I.

2010

wurde 2010 nahe an seinem ursprünglichen Standort fertiggestellt.

Ortsführer

1
Mariä-Himmelfahrt-Kirche1532

Diese weiße Steinkirche aus dem Jahr 1532 erinnert an die Geburt Iwans des Schrecklichen und ist ein Meisterwerk der russischen Zeltdacharchitektur. Zu sehen sind ein niedriger kreuzförmiger Grundbau, oktogonale Geschosse und ein markantes Zeltdach, das von einer Kuppel gekrönt wird. Sie ist als UNESCO-Welterbestätte anerkannt.

2
Rekonstruierter Palast von Zar Alexeij I.2010 (Rekonstruktion)
Basierend auf Plänen aus dem 17. Jahrhundert

Diese getreue Rekonstruktion wurde 2010 fertiggestellt. Der hölzerne Palast befindet sich nahe am ursprünglichen Standort und zeigt die kunstvollen Korridore sowie die märchenhaften Dachformen des sommerlichen Landsitzes von Zar Alexeij I. aus dem 17. Jahrhundert. Er bildet Ausmaß und architektonische Komplexität des ursprünglichen Palastes ab.

3
Johannes-der-Täufer-Kirche in Dyakovoca. 1547
Postnik Jakowlew (zugeschrieben)

Die Kirche stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Mit ihren fünf zeltartigen Baukörpern wird sie Postnik Jakowlew zugeschrieben, dem Architekten der Basilius-Kathedrale. Sie liegt auf dem Hügel von Dyakovo südwestlich von Kolomenskoje.

4
Schlucht Golosow

Eine natürliche Schlucht innerhalb des Parks mit heiligen Steinen und Quellen. Sie ist ein Ort von ökologischer und kultureller Bedeutung und bietet schöne Wege zum Spazieren sowie einen Einblick in lokale Sagen und Erzählungen.

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