Die Staatliche Tretjakow-Galerie
Central Federal District Region
Die Staatliche Tretjakow-Galerie in Moskau, Russland, ist weltweit die wichtigste Sammlung russischer bildender Kunst. 1856 wurde sie vom Kaufmann Pavel Michailowitsch Tretjakow gegründet und begann als private Sammlung, die nationale Kunst präsentieren sollte. 1892 schenkte Tretjakow der russischen Nation seine Sammlung von rund 2.000 Werken; offiziell eröffnet wurde das Museum 1893. Das Galeriegebäude südlich des Kremls besticht durch eine märchenhafte Fassade, entworfen von Viktor Wassnezow und gebaut zwischen 1902 und 1904. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wuchs die Galerie und schloss benachbarte Gebäude wie die Kirche St. Nikolaus in Tolmachi aus dem 17. Jahrhundert mit ein. Die umfangreiche Sammlung umfasst über 130.000 Werke – von mittelalterlichen Ikonen wie der Theotokos von Wladimir bis hin zu Avantgarde-Arbeiten wie Kandinskys Komposition VII und Maleschkins Schwarzem Quadrat. Außerdem bewahrt die Galerie Teile der bedeutenden Georgi-Kostakis-Sammlung. Über den Hauptstandort hinaus verwaltet die Staatliche Tretjakow-Galerie zudem Räume für zeitgenössische Kunst und Satellitengalerien in ganz Russland. Sie ist bis heute ein kulturelles Wahrzeichen: Jährlich zieht sie hunderttausende Besucher an und veranstaltet auch hochkarätige Events wie die Schachweltmeisterschaft 2012 der FIDE.
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Tipp: Besucher sollten ihren Besuch am besten unter der Woche oder in den frühen Morgenstunden planen, um Menschenmengen zu vermeiden. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus online zu kaufen, um den Einlass und den Zugang zu Sonderausstellungen sicherzustellen. Die Galerie bietet Ermäßigungen für Studierende und Senioren. Prüfen Sie auf der offiziellen Website die aktuellen Öffnungszeiten sowie mögliche temporäre Schließungen oder Sonderveranstaltungen.
Interessante Fakten
- •Die Fassade wurde vom Künstler Viktor Wassnezow in einem einzigartigen russischen Märchenstil entworfen.
- •Die Galerie beherbergt über 130.000 Exponate – darunter die berühmte Ikone „Theotokos von Wladimir“ sowie Avantgarde-Meisterwerke wie Kandinskys Komposition VII und Maleschkins Schwarzes Quadrat.
- •2012 war die Galerie Gastgeber der FIDE-Weltmeisterschaft im Schach – Kunst und Schachkultur trafen hier aufeinander.
- •Die Galerie weigerte sich 2023, die Dreifaltigkeitsikone von Andrei Rubljow an die Russische Orthodoxe Kirche herauszugeben – trotz präsidentieller Anordnungen.
- •Sie war 2020 das meistbesuchte Kunstmuseum weltweit auf Platz 13, trotz rückläufiger Besucherzahlen aufgrund der Pandemie.
Geschichte
Die Anfänge der Galerie gehen auf das Jahr 1856 zurück, als Pavel Tretjakow begann, russische Kunst zu sammeln, mit dem Ziel, ein nationales Museum zu schaffen.
1892 schenkte er seine umfangreiche Sammlung Moskau, was zur offiziellen Eröffnung der Moskauer Stadtgalerie von Pavel und Sergei Tretjakow im Jahr 1893 führte.
Das markante Galeriegebäude mit seiner märchenhaften Fassade wurde zwischen 1902 und 1904 errichtet – entworfen von Viktor Wassnezow und vom Architekten A.
M.
Kalmykow.
1918 wurde die Galerie verstaatlicht und in Staatliche Tretjakow-Galerie umbenannt; Igor Grabar wurde zum Direktor ernannt.
Im Verlauf des 20.
Jahrhunderts wurde die Galerie durch die Übernahme benachbarter Gebäude und Sammlungen erweitert und festigte so ihren Status als führende Kunstinstitution Russlands.
Ortsführer
Haupthallen der Ausstellung
Das Herzstück der Galerie bietet umfangreiche Präsentationen russischer Kunst – von mittelalterlichen Ikonen bis hin zu Meisterwerken des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter Werke bekannter Künstler wie Ilya Repin und Kasimir Malewitsch.
Fassade von Viktor Wassnezow1902-1904
Die Fassade der Galerie ist ein markantes architektonisches Wahrzeichen im russischen Märchenstil, entworfen von Viktor Wassnezow und dem Architekten A. M. Kalmykow, und wurde zwischen 1902 und 1904 errichtet.
Kirche St. Nikolaus in Tolmachi17. Jahrhundert
Eine Kirche aus dem 17. Jahrhundert, die in das Galerieensemble integriert ist. Sie beherbergt religiöse Ikonen und vermittelt im Museumsalltag eine historisch geprägte Atmosphäre.
Kontakt
Telefon: 8 (495) 957-07-27