Kungur-Eishöhle

Kungur-Eishöhle

Ural Federal District Region

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Die Kungur-Eishöhle ist eine beeindruckende natürliche Karsthöhle unweit der Stadt Kungur in Perm Krai, Russland, am rechten Ufer der Sylva. Bekannt für seine atemberaubenden Eisanbildungen, die selbst im Sommer bestehen bleiben, bietet die Höhle mehrere Grotten, darunter die Ätherische Grotte mit ihren senkrechten „Orgelpfeifen“-Formationen sowie die Diamantgrotte, die für Frost und ganze Jahr über vorhandene Eiszapfen berühmt ist. Seit 1914 ist die Höhle ein beliebtes Ausflugsziel und bietet drei zentrale Rundgangstrecken unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit, darunter eine Route mit einer Lasershow. Auch im Inneren steckt archäologische Bedeutung: In der Höhle finden sich alte Siedlungsstellen, die bis in das 7. bis 9. Jahrhundert zurückreichen und mit der Lomovatov-Kultur in Verbindung stehen. Besucher können unterirdische Seen und einzigartige Felsformationen entdecken – eine faszinierende Mischung aus natürlicher Schönheit und kulturellem Erbe. Zur Folklore der Höhle gehören die „Tränen der Frau“ aus Stein, gemeint sind Treppenstufen, die mit einer lokalen Legende verknüpft sind: Wer dort hinfällt, soll Glück bei der Heirat haben. Jährlich empfängt die Höhle rund hunderttausend Besucher und unterstreicht damit ihren Status als große Attraktion in der Region.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch der Kungur-Eishöhle sind die wärmeren Monate, um die seltenen Eisansammlungen im Sommer zu sehen – besonders in der Diamantgrotte. Es wird empfohlen, Tickets im Voraus zu buchen, vor allem für die längste und anspruchsvollste Tour, die auch eine Lasershow beinhaltet. Da die Temperaturen in der Höhle ganzjährig niedrig sind, sollten Besucher warme Kleidung einpacken. Für Gruppen und Kinder können unter Umständen Ermäßigungen verfügbar sein. Geführte Touren vermitteln wertvolle Einblicke in die Natur- und Geschichtsaspekte der Höhle.

Interessante Fakten

  • In der Höhle gibt es einen Satz schmaler steinerner Treppenstufen, die „Tränen der Frau“ genannt werden. Sie sind mit einer lokalen Legende verbunden: Wer dort hinfällt, soll schon bald heiraten.
  • Seit der Eröffnung für Touristen im Jahr 1914 haben über fünf Millionen Menschen die Höhle besucht.
  • In der Ätherischen Grotte gibt es eine natürliche „Orgelpfeifen“-Formation und in der Langen Grotte einen unterirdischen See.
  • Die Eisansammlungen in der Diamantgrotte bleiben sogar während der Sommermonate bestehen.

Geschichte

1703

Die Kungur-Eishöhle ist seit 1703 bekannt.

Damals beauftragte Peter der Große den Geografen Semyon Remezov, das Gebiet zu kartieren und die Höhle zu skizzieren.

1914

Offiziell wurde sie 1914 zu einer Touristenattraktion und zieht seither Millionen Besucher an.

Archäologische Ausgrabungen haben Siedlungen aus dem 7.

bis 9.

Jahrhundert zutage gefördert, die mit der Lomovatov-Kultur in Verbindung stehen und sich in der Nähe der Höhle befinden.

Über Jahrhunderte hinweg wurden die natürlichen Formationen und die kulturelle Bedeutung der Höhle bewahrt – so ist sie ein einzigartiges historisches und geologisches Wahrzeichen im Ural.

Ortsführer

1
Lange Grotte

Ein unterirdischer See in der Höhle – mit ruhiger und zugleich geheimnisvoller Atmosphäre tief im Karstsystem.

2
Ätherische Grotte

Bekannt für seine senkrechten „Orgelpfeifen“-Felsformationen, die an riesige Orgelpfeifen erinnern und eine besonders eindrucksvolle Optik schaffen.

3
Turmgrotte

Bietet eine einzigartige, mausartige Felsformation – und ergänzt damit die Sammlung natürlicher Skulpturen in der Höhle.

4
Diamant (Polar) Grotte

Diese Grotte ist besonders wegen Frost und Eiszapfen bemerkenswert, die selbst im Sommer bleiben – sie zeigt die „ewige“ Eiszeit in der Höhle.

5
Dante-Grotte

Geprägt von natürlichen „Deckenblöcken“ – für einen dramatischen und besonders fotogenen Innenraum.

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