Kirche auf dem Blut

Kirche auf dem Blut

Ural Federal District Region

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Die Kirche auf dem Blut zu Ehren aller im russischen Land erstrahlenden Heiligen ist eine bedeutende orthodoxe Kirche in Jekaterinburg, Russland. Sie steht auf dem historischen Gelände des Hauses Ipatjew, wo Zar Nikolaus II., der letzte Kaiser Russlands, und seine Familie 1918 während des Russischen Bürgerkriegs von Bolschewiki brutal ermordet wurden. Die Kirche wurde gegründet, um die Heiligsprechung der Romanows zu ehren, und dient als Gedenkstätte für ihr tragisches Schicksal. Der Bau begann im Jahr 2000, nachdem das Grundstück 1990 an die Russische Orthodoxe Kirche übergeben worden war, und die Kirche wurde 2003 geweiht, 85 Jahre nach den Morden. Der Komplex umfasst zwei Kirchen, einen Glockenturm, einen Anbau der Patriarchen sowie ein Museum, das der kaiserlichen Familie gewidmet ist. Architektonisch erstreckt sich die Anlage über 2.760 Quadratmeter; der Altar befindet sich direkt über dem Keller, in dem die Familie getötet wurde. Außerdem findet auf dem Gelände seit 2007 am Weihnachtstag jährlich das internationale Eisskulpturenfestival „Bethlehem Star“ statt. Die Kirche ist ein Ort für Pilgerfahrten, Erinnerung und spirituelle Einkehr. Sie zieht Besucher aus aller Welt an, die die Romanows ehren und die tiefgreifende Geschichte des frühen 20. Jahrhunderts in Russland erkunden möchten.

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Tipp: Besucher sollten ihre Besichtigung rund um die Öffnungszeiten der Kirche planen und in der Hauptsaison nach Möglichkeit im Voraus Tickets kaufen. Am besten besucht man die Kirche im Winter, um das internationale Eisskulpturenfestival „Bethlehem Star“ zu erleben, das am 7. Januar stattfindet. Für Gruppen, Studierende und Senioren können Ermäßigungen verfügbar sein. Geführte Touren geben einen tieferen Einblick in die historische und spirituelle Bedeutung des Ortes. Fotografieren in der Kirche kann eingeschränkt sein – daher bitte die örtlichen Hinweise prüfen.

Interessante Fakten

  • Die Kirche ist direkt über dem Keller des Hauses Ipatjew gebaut – dem exakten Ort, an dem die Romanow-Familie ermordet wurde.
  • Das Haus Ipatjew wurde 1977 auf Anordnung der sowjetischen Regierung abgerissen, wobei Boris Yeltsin eine Schlüsselrolle bei der Entscheidung spielte.
  • Seit 2007 veranstaltet die Kirche jeden Weihnachtstag (7. Januar) das internationale Eisskulpturenfestival „Bethlehem Star“.
  • Die Romanow-Familie wurde von der Russisch-Orthodoxen Kirche als „Leidensbringer“ („Passion Bearers“) kanonisiert, woran die Kirche erinnert.
  • Im Jahr 2003 besuchten der russische Präsident Wladimir Putin und der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder die Kirche und unterstrichen damit ihre internationale Bedeutung.

Geschichte

Das Haus Ipatjew wurde in den 1880er-Jahren erbaut und wurde berüchtigt als Ort, an dem Zar Nikolaus II.

1918

und seine Familie im Juli 1918 von bolschewistischen Kräften während des Russischen Bürgerkriegs inhaftiert und ermordet wurden.

1977

Das Haus wurde 1977 auf Anordnung der sowjetischen Regierung abgerissen, lokal angeführt von Boris Jeltsin.

1990

1990 wurde das Gelände der Russisch-Orthodoxen Kirche zurückgegeben, die 2000 mit dem Bau der Kirche auf dem Blut begann.

2003

Die Kirche wurde 2003 geweiht – als bedeutender Moment der Erinnerung und Versöhnung für Russland.

Seitdem ist der Ort zu einem wichtigen religiösen und historischen Wahrzeichen geworden.

Ortsführer

1
Hauptkirchlicher Altar2003

Der Altar der Hauptkirche befindet sich direkt über dem Keller, in dem die Romanow-Familie hingerichtet wurde, und dient als heiliger Mittelpunkt für Erinnerung und Gottesdienst.

2
Museum, das der Romanow-Familie gewidmet ist2003

Ein Museum innerhalb des Komplexes mit historischen Ausstellungen über das Leben, die Haft und das Martyrium der Romanow-Familie. Es bietet Besuchern einen detaillierten Kontext zu den Ereignissen von 1918 und zum Vermächtnis der Familie.

3
Gedenkkreuz der Orthodoxen

Ein orthodoxes Kreuz markiert den exakten Ort im Keller des Hauses Ipatjew, an dem die Familie getötet wurde. Es steht als Zeichen des Glaubens und der Erinnerung und ersetzt frühere Kreuze, die in der sowjetischen Zeit heimlich platziert wurden.

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