Kulpin Castle

Vojvodina

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Kulpin Castle, auch bekannt als Dunđerski Castle, ist ein bemerkenswerter Komplex in der Vojvodina (Serbien). Er besteht aus zwei Palästen, die von der Adelsfamilie Stratimirović errichtet wurden, eingebettet in einen Park sowie mit Wirtschaftsgebäuden, einer serbisch-orthodoxen Kirche und einer slowakisch-evangelischen Kirche. Das Herzstück der Anlage stammt aus dem späten 18. bis ins 19. Jahrhundert und spiegelt damit die architektonische und kulturelle Entwicklung der Region wider. Der größere Palast, 1826 erbaut und 1912 vom Architekten Momčilo Tapavica umgebaut, zeigt den klassizistischen Stil mit symmetrischen Fassaden, ionischen Säulen und einem markanten Portikus. Innen erwarten Besucher ein großes Prunkzimmer sowie eine Reihe miteinander verbundener Räume, die sowohl dem Wohnen als auch repräsentativen Zwecken dienten. Historisch ging das Anwesen durch mehrere Adelsfamilien, darunter die ungarische Familie Semzo und später die einflussreiche Familie Dunđerski, bei der unter anderem Königin Maria von Serbien und politische Vertreter des frühen 20. Jahrhunderts zu Gast waren. Schloss und Park sind seit 1970 als Kulturdenkmäler geschützt und 1991 als Denkmal von großer Bedeutung ausgewiesen. Heute gehört die Anlage zu einem Museumskomplex, der das Erbe der Region und die aristokratische Vergangenheit bewahrt.

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Tipp: Besucher sollten Schloss und Park am besten im Frühling und im Herbst erkunden: Dann ist das Wetter angenehm und die Aussicht besonders schön. Es lohnt sich, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen und für ein noch intensiveres historisches Erlebnis an einer Führung teilzunehmen. Tickets sind eventuell mit Ermäßigungen für Studierende, Senioren oder Gruppen erhältlich. In der Hochsaison wird eine frühzeitige Buchung empfohlen, um den Zugang sicherzustellen.

Interessante Fakten

  • Das Schloss beherbergte Königin Maria von Serbien und ihre Söhne, die Prinzen Peter, Andrej und Tomislav, aufgrund der Verbindungen der Familie Dunđerski zur königlichen Dynastie Karađorđević.
  • Die Rekonstruktion von 1912 durch Momčilo Tapavica entfernte einen zentralen Turm und ergänzte einen klassizistischen Portikus mit ionischen Säulen.
  • Die slowakisch-evangelische Kirche auf dem Anwesen wurde zwischen 1875 und 1879 errichtet und trägt so zur kulturellen Vielfalt des Komplexes bei.

Geschichte

Die Familie Stratimirović errichtete zunächst im späten 18.

1826

Jahrhundert kleinere Landgutshäuser auf dem Kulpin-Anwesen und ließ später das „small castle“ und das „large castle“ bauen (letzteres wurde 1826 fertiggestellt).

Die Besitzverhältnisse wechselten im späten 19.

1889

Jahrhundert, als Matej Semzo das Anwesen zunächst kurzzeitig kontrollierte, bevor er es 1889 an Lazar Dunđerski verkaufte.

1945

Die Familie Dunđerski verwaltete das Grundstück bis 1945, als es nach einer Agrarreform verstaatlicht wurde.

1912

Der größere Palast wurde 1912 vom Architekten Momčilo Tapavica umgebaut; dabei blieb der klassizistische Stil erhalten.

1991

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Schloss bis 1991 landwirtschaftlichen Kooperationszwecken, bevor es an das Agricultural Museum übergeben wurde.

1970

Die gesamte Anlage wurde 1970 offiziell als Kulturdenkmal geschützt und 1991 als Denkmal von großer Bedeutung anerkannt.

Ortsführer

1
Large Castle (Veliki Dvorac)1826, remodeled 1912
Momčilo Tapavica (reconstruction)

Der 1826 erbaute und 1912 umgebaute Hauptpalast zeigt klassizistische Architektur mit einem großen Portikus, der von vier Paaren ionischer Säulen getragen wird, einer großzügigen Terrasse mit Kuppel sowie im Inneren mit einem zentralen Saal, der über einen langen Korridor mit den angrenzenden Räumen verbunden ist.

2
Small Castle (Mali Dvorac)Late 18th century

Der kleinere Palast aus dem späten 18. Jahrhundert, Teil des ursprünglichen Gutshofs der Stratimirović, steht für die frühere adelige Wohnarchitektur der Region.

3
Park and Grounds

Der Schlosspark umgibt die Paläste und umfasst eine dekorative Einfriedung; er bietet eine malerische Landschaft, wie sie für Gutshöfe des 18. und 19. Jahrhunderts typisch ist.

4
Slovak Evangelical Church1875–1879

Die zwischen 1875 und 1879 errichtete Kirche bereichert den Komplex um religiöse und kulturelle Vielfalt und spiegelt die Präsenz der slowakischen Gemeinde in der Region wider.

5
Serbian Orthodox Church and Parish House

Teil des Komplexes, der der örtlichen serbisch-orthodoxen Gemeinde dient und dem Gut eine spirituelle sowie kulturelle Bedeutung verleiht.