Kirche des Hl. Prokopius

Toplički okrug

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Die Kirche des Hl. Prokopius in Prokuplje, Serbien, ist eine der ältesten erhaltenen Kirchen des Landes – nur noch von der Kirche des Hl. Petrus übertroffen. Man geht davon aus, dass sie Ende des 9. oder Anfang des 10. Jahrhunderts in der Zeit des Samuil-Empire erbaut wurde. Ursprünglich war es eine Basilika mit drei Schiffen. Spätestens im späten 14. Jahrhundert wurde sie zur Ruhestätte der Reliquien des Hl. Prokopius, dem die Kirche geweiht ist. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr die Kirche zahlreiche Renovierungen und Erweiterungen und entwickelte sich zu einer Basilika mit fünf Schiffen. Besonders erwähnenswert: Auch Reliquien des Hl. Georg wurden im späten 19. Jahrhundert hierhergebracht und sind bis heute innerhalb der Kirche erhalten. Archäologische Ausgrabungen im Jahr 2008 legten auf dem Kirchenareal Reste antiker römischer Badeanlagen frei – ein Hinweis auf die lange historische Bedeutung des Ortes. Die Architektur der Kirche zeichnet sich durch drei Apsiden auf der Ostseite aus; das Mittelschiff ist zentral etwa 6,3 Meter hoch. Außerdem beherbergt sie Ikonen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, darunter Thronikonen von Nikola Apostolović. Die Kirche wurde mehrfach beschädigt und wiederhergestellt – unter anderem nach dem österreichisch-ottomanischen Krieg im Jahr 1690 sowie im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Heute ist sie ein in ganz Serbien bedeutendes, geschütztes Kulturdenkmal und bleibt eine wichtige spirituelle und historische Sehenswürdigkeit.

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Tipp: Besucher sollten in Erwägung ziehen, die Kirche des Hl. Prokopius im Frühling und im frühen Herbst zu besuchen – dann ist das Wetter angenehm und es gibt meist weniger Andrang. Es empfiehlt sich, die lokalen Öffnungszeiten und die Zeiten der Gottesdienste im Voraus zu prüfen, da sie den Zugang beeinflussen können. Wer Tickets im Voraus kauft oder eine geführte Tour organisiert, kann das Erlebnis spürbar verbessern. Für Gruppen, Schüler und Senioren können Ermäßigungen verfügbar sein. Die Lage der Kirche nahe weiterer historischer Stätten in Prokuplje macht es außerdem leicht, mehrere Besuche zu kombinieren.

Interessante Fakten

  • Die Kirche ist die zweitälteste erhaltene Kirche in Serbien – nach der Kirche des Hl. Petrus.
  • Reliquien des Hl. Prokopius wurden 1386 von Niš in die Kirche gebracht – kurz bevor die Stadt fiel.
  • Im Jahr 2008 wurden im Hof der Kirche Überreste römischer Badeanlagen entdeckt, die auf die antike Bedeutung des Ortes hinweisen.
  • Die Stadt Prokuplje ist nach dem Hl. Prokopius benannt – ein Zeichen für die kulturelle Bedeutung der Kirche.
  • Die Kirche beherbergt Ikonen aus dem 17., 18. und 19. Jahrhundert, darunter Werke von Nikola Apostolović.

Geschichte

Die Kirche des Hl.

934

Prokopius wurde vermutlich um 934 n.

Chr.

während der Zeit des Samuil-Empire erbaut.

Zunächst als Basilika mit drei Schiffen errichtet, wurde sie im 11.

Jahrhundert erweitert – unter anderem mit zusätzlichen Säulen und Seitenschiffen.

1386

Im Jahr 1386 wurden Reliquien des Hl.

Prokopius von Niš hierher übertragen.

Das machte die Kirche endgültig zum Ort der Weihe an den Heiligen und prägte zugleich den Namen der Stadt.

1690

Im österreichisch-ottomanischen Krieg des Jahres 1690 erlitt die Kirche schwere Schäden, wurde jedoch 1734 mit finanzieller Unterstützung lokaler Bauern wiederhergestellt.

Weitere Renovierungen folgten im 19.

1847

Jahrhundert: Dazu gehörten der Anbau einer Taufkapelle sowie die Gestaltung des Ikonostas von Kosta Načić im Jahr 1847.

1906

Die letzte große Restaurierung fand 1906 statt.

Dabei wurde die Taufkapelle zu einem Glockenturm umgewandelt und der Innenhof mit entfernten Dachziegeln aus Stein gepflastert.

Ortsführer

1
Mittelschiff und Altar18. Jahrhundert

Der zentrale Bereich der Kirche umfasst den Altarbereich und das Hauptschiff. Zu sehen sind eine Deckenhöhe von 6,3 Metern sowie Fresken aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

2
ReliquienkammerEnde des 14. Jahrhunderts

Auf der südlichen Seite der Kirche gelegen, beherbergt diese Kammer die Reliquien des Hl. Prokopius und des Hl. Georg. Untergebracht sind sie in einem dreiräumigen Grabmal, das im späten 14. Jahrhundert errichtet wurde.

3
Ikonostas1847
Kosta Načić

Der 1847 von Kosta Načić aus Veles gefertigte Ikonostas ist ein bedeutendes Gestaltungselement in der Kirche und zeigt religiöse Bildmotive aus dem 19. Jahrhundert.

4
Taufkapelle und Glockenturm19. Jahrhundert / 1906

Ursprünglich wurde dieser Bau im 19. Jahrhundert als Taufkapelle ergänzt. Im Zuge der Restaurierung im Jahr 1906 wurde er zu einem Glockenturm umfunktioniert – das stärkte das architektonische Profil der Kirche.