
Kloster Poganovo
Pirotski okrug
Das dem Evangelisten Johannes (Johannes dem Theologen) gewidmete Kloster Poganovo liegt am linken Ufer des Jerma-Flusses nahe dem Dorf Poganovo in Serbien. Es wurde Ende des 14. Jahrhunderts (ca. 1395) vom serbischen Adligen Konstantin Dejanović Dragaš gegründet und ist ein bedeutendes Kulturdenkmal von großer Wichtigkeit. Es weist den architektonischen Stil der Morava-Schule auf und ist vor allem wegen seines reichhaltigen Freskenprogramms bekannt, das 1499 von Künstlern aus Nordgriechenland geschaffen wurde. Aufgrund der schwer erreichbaren Lage blieb das Kloster über Jahrhunderte weitgehend unberührt, bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Es beherbergt wertvolle Ikonen, darunter eine doppelseitige Darstellung mit der Gottesmutter Maria und Johannes dem Theologen, die ursprünglich ein Geschenk von Kaiserin Helena war, der Ehefrau des byzantinischen Kaisers Manuel II Palaiologos. Trotz Plünderungen im Zweiten Weltkrieg bewahrt das Kloster seine spirituelle und künstlerische Tradition und zieht Besucher an, die sich für die mittelalterliche serbisch-orthodoxe Kunst und Architektur interessieren.
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Tipp: Planen Sie Ihren Besuch am besten in den wärmeren Monaten, da das Kloster in einer Schlucht liegt, die historisch bis 1927 nur schwer erreichbar war. Aufgrund der begrenzten Zugänglichkeit empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu kaufen oder Besuche vorher zu organisieren. Für Gruppen oder Seniorinnen und Senioren können Rabatte verfügbar sein. Fotografieren in der Kirche kann eingeschränkt sein – bitte vor Ort nachfragen.
Interessante Fakten
- •Die Fresken des Klosters wurden 1499 von Künstlern aus Nordgriechenland gemalt.
- •Eine doppelseitige Ikone, ein Geschenk der Kaiserin Helena, Ehefrau des byzantinischen Kaisers Manuel II Palaiologos, wurde hier einst aufbewahrt.
- •Das Kloster blieb bis 1927 unzugänglich, weil die Jerma-Fluss-Schlucht unpassierbar war.
- •Während des Zweiten Weltkriegs plünderten bulgarische Truppen das Kloster und nahmen wertvolle Ikonen nach Sofia mit.
- •Das Kloster ist ein wichtiges Beispiel für den architektonischen Stil der Morava-Schule.
Geschichte
Das Kloster Poganovo wurde um 1395 vom serbischen Adligen Konstantin Dejanović Dragaš gegründet und dem Evangelisten Johannes (Johannes dem Theologen) gewidmet.
Die Fresken entstanden 1499 durch Künstler aus dem Norden Griechenlands.
Die abgelegene Lage im Jerma-Fluss-Kessel half dabei, die Zerstörung während verschiedener Invasionen zu vermeiden.
Im 20.
Jahrhundert wurde das Gebiet durch den Bau der Schmalspurbahn im Jahr 1927 besser zugänglich.
Das Kloster erlitt während des Zweiten Weltkriegs Plünderungen; Ikonen wurden nach Sofia gebracht.
Ortsführer
Klosterkirche1395 (Gründung), 1499 (Fresken)
Die Hauptkirche hat Wände aus unbearbeitetem Naturstein und Mörtel, wobei die oberen Partien aus sorgfältig bearbeiteten Steinblöcken bestehen und flache Reliefs zeigen. Das Dach war ursprünglich mit Ziegeln gedeckt, ist nach der Restaurierung jedoch mit Blech abgedeckt. Die Kirche ist ein hervorragendes Beispiel für die Morava-Architektur und beherbergt bedeutende Fresken aus dem Jahr 1499.
Kontakt
Telefon: 010 620002