
Djavolja Varoš (Teufelsstadt)
Pčinjski okrug
Djavolja Varoš ist eine beeindruckende Natursehenswürdigkeit aus mehr als 200 Erd-Pyramiden oder Türmen, von denen jeder eine Kappe aus Andesitgestein trägt. Die Formationen erreichen Höhen zwischen zwei und fünfzehn Metern und Breiten von einem halben bis drei Metern. Die seltene geomorphologische Besonderheit liegt auf dem Radan-Gebirge bei dem Dorf Đake im Süden Serbiens. Über Jahrhunderte wurde sie durch Erosion und vulkanische Aktivität geprägt, die vor Millionen von Jahren stattfand. Der Ort ist in zwei Schluchten unterteilt, Djavolja Jaruga und Paklena Jaruga, getrennt durch eine Wasserscheide. Die aus Erosion entstandenen Steinsäulen bilden sich, weil die Erosion auf lockeren, aber festen Boden trifft, der größere Steine enthält. Die Steinkappen schützen das darunterliegende weichere Erdreich vor weiterer Erosion. Der Prozess dauert bis heute an und verändert die Säulen allmählich weiter. Djavolja Varoš bietet außerdem zwei stark saure Mineralwasser-Quellen mit einzigartigen chemischen Eigenschaften, die traditionell für Balneotherapie genutzt werden. International ist die Stätte wegen ihrer Seltenheit bekannt; sie war Finalist unter den sieben Naturwundern Europas. Seit 1959 geschützt und seit 1995 als Naturdenkmal von außergewöhnlicher Bedeutung ausgewiesen, gehört Djavolja Varoš zu den außergewöhnlichsten Naturreservaten Serbiens und ist ein faszinierendes Ziel für Naturliebhaber und Wanderer.
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Tipp: Der beste Weg, Djavolja Varoš zu besuchen, ist eine Wanderung vom nahegelegenen Ort Lebane aus: So genießt man schöne Ausblicke und erreicht die Stätte leichter. Aufgrund des unebenen Geländes wird festes Schuhwerk empfohlen. Außerdem lohnt es sich, die Öffnungszeiten zu prüfen und in der Hochsaison gegebenenfalls Tickets im Voraus zu kaufen. Obwohl die sauren Quellen besonders sind, ist das Wasser trotz seines Rufes als Heilmittel nicht zum Trinken geeignet. Geführte Touren können das Erlebnis bereichern, weil sie detaillierte geologische und kulturelle Einblicke geben.
Interessante Fakten
- •Djavolja Varoš besteht aus 202 Erd-Säulen, die von Steinkappen gekrönt sind; einige erreichen bis zu 15 Meter Höhe.
- •Die Stätte umfasst zwei extrem saure Mineralquellen mit pH-Werten von bis zu 1,5, die weltweit selten sind.
- •Sie gehörte 2010 zu den Top-Kandidaten Europas für die New Seven Wonders of Nature.
- •Die Formationen entwickeln sich durch die fortlaufenden Erosionsprozesse weiterhin natürlich.
- •Djavolja Varoš gilt als eines der Sieben serbischen Wunder und wird für seine natürliche und kulturelle Bedeutung anerkannt.
Geschichte
Die Steinsäulen von Djavolja Varoš entstanden über Millionen von Jahren.
Ausgangspunkt war vulkanische Aktivität, die bunte Gesteinsarten in der Gegend hinterließ.
Die heutigen Erd-Pyramiden entwickelten sich später vor allem durch Erosionsprozesse, die durch die menschliche Entwaldung beschleunigt wurden: Dadurch wurde der Boden Regen und abfließendem Wasser stärker ausgesetzt.
Die Steinkappen auf den Säulen wirken wie schützende Schirme und verhindern eine schnelle Erosion darunter.
Die Anlage wurde erstmals 1959 geschützt und 1995 offiziell vom serbischen Staat als Naturdenkmal von außergewöhnlicher Bedeutung erklärt.
Seitdem sorgen Schutzmaßnahmen dafür, dass diese einzigartige geologische Formation erhalten bleibt.
Ortsführer
Erd-Säulen
Die Hauptattraktion besteht aus über 200 natürlichen Erd-Säulen, die durch Erosion geformt wurden und von Steinkappen gekrönt sind, welche das darunterliegende weichere Erdreich schützen. Besucher können zwischen diesen einzigartigen Formationen hindurchgehen und ihre unterschiedlichen Größen und Formen beobachten.
Sauer-saure Mineralquellen
Innerhalb der Stätte liegen zwei seltene Mineralquellen mit stark saurem Wasser: „Teufelswasser“ mit einem pH-Wert von 1,5 und „Rote Quelle“ mit einem pH-Wert von 3,5. Diese Wässer sind stark mineralisiert und werden traditionell mit heilenden Eigenschaften in Verbindung gebracht, sind jedoch nicht zum Trinken geeignet.