Konzentrationslager Niš
Nišavski okrug
Das Konzentrationslager Niš, auch bekannt als Logor Crveni krst oder Lager Nisch, wurde 1941 von den deutschen Besatzungstruppen in Serbien während des Zweiten Weltkriegs eingerichtet. Zunächst diente es als provisorisches Lager für Kriegsgefangene der Jugoslawischen Königlich- Armee; später entwickelte es sich zu einem Konzentrationslager für politische Häftlinge, Juden, Nationalisten und verschiedene Angehörige von Widerstandsgruppen. Der Lagerstandort befand sich in ehemaligen serbischen Militärlagerhallen in der Nähe des Bahnhofs Niš. Geleitet wurde das Lager von der Gestapo unter dem SS-Kapitän Heinrich Brandt. Rund 30.000 Gefangene durchliefen das Lager, etwa 10.000 wurden am nahegelegenen Ort Bubanj hingerichtet. Das Lager ist vor allem dafür bekannt, dass hier der erste erfolgreiche Ausbruch aus einem Nazi-Konzentrationslager gelang. Heute ist es als Gedenkstättenkomplex „12. Februar“ in Betrieb und bewahrt die Erinnerung an die Menschen, die dort gelitten und ihr Leben verloren. Der Komplex ist in Serbien als Kulturdenkmal von außergewöhnlicher Bedeutung anerkannt.
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Interessante Fakten
- •Das Lager war Schauplatz des ersten erfolgreichen Ausbruchs aus einem Nazi-Konzentrationslager.
- •Während des Zweiten Weltkriegs durchliefen etwa 30.000 Gefangene das Lager.
- •Rund 10.000 Gefangene wurden am nahegelegenen Hinrichtungsort Bubanj hingerichtet.
- •Das Lager war zunächst ein provisorisches POW-Lager, bevor es zu einem Konzentrationslager wurde.
- •Das Lager wurde vom SS-Kapitän Heinrich Brandt verwaltet, unter dem Kommando der Gestapo.
Geschichte
Das Konzentrationslager Niš wurde am 9.
April 1941 eingerichtet, kurz nach der deutschen Invasion in Jugoslawien.
Zunächst war es eine provisorische Haftanstalt für jugoslawische Kriegsgefangene, doch bald wurde es zu einem Konzentrationslager für politische Häftlinge und andere verfolgte Gruppen.
Das Lager wurde von deutschen Kräften betrieben, konkret von der Gestapo unter dem SS-Kapitän Heinrich Brandt.
Während des Krieges wurden dort etwa 30.000 Inhaftierte festgehalten, von denen viele später hingerichtet wurden.
Nach dem Krieg wurde das Gelände als Gedenkstättenkomplex ausgewiesen und 1979 vom serbischen Staat zum Kulturdenkmal von außergewöhnlicher Bedeutung erklärt.
Ortsführer
Gedenkstättenkomplex „12. Februar“1979
Das heutige Museum und der Gedenkstättenkomplex befinden sich in den ehemaligen Militärlagerhallen, in denen das Lager untergebracht war. Hier werden Exponate, Dokumente und Ausstellungen zur Geschichte des Lagers und zu den Opfern bewahrt.
Hinrichtungsstätte Bubanj
Ein nahegelegenes Gelände, an dem während des Zweiten Weltkriegs etwa 10.000 Gefangene aus dem Lager und anderen örtlichen Gefängnissen von den Nazi-Kräften hingerichtet wurden.
Kontakt
Telefon: 018 588889