
Brankovina
Kolubarski okrug
Die Kirche der Heiligen Erzengel in Brankovina, 1830 von Prota Mateja Nenadović errichtet, ist ein wichtiges serbisch-orthodoxes Kulturdenkmal. Sie wurde an der Stelle einer zuvor zerstörten hölzernen Kirche gebaut und spiegelt den im 19. Jahrhundert in der Vojvodina typischen Barockstil der sakralen Architektur wider. Die Kirche ist aus Stein gebaut, verputzt und weiß getüncht; auf der westlichen Seite besitzt sie einen hohen Glockenturm. Im Inneren beherbergt sie einen im Lauf des 19. Jahrhunderts angereicherten Schatz mit liturgischen Büchern, künstlerischen Gegenständen und historischen Dokumenten – darunter ein Reliquienkreuz aus dem 10. Jahrhundert, das geschnitzte Kreuz von Hadži Ruvim sowie das Große Evangelium, das vom russischen Zaren geschenkt wurde. Der Kirchhof enthält ein Denkmal für Soldaten aus den Balkankriegen und dem Ersten Weltkrieg sowie Familiengrabsteine der Familie Nenadović, bedeutender serbischer Persönlichkeiten der Geschichte. Darüber hinaus bewahrt der Kirchhof eine Wohnhaus-Architektur des 19. Jahrhunderts in Form der „sobrašice“: kleine Häuser, die während der Kirchenfeste für Zusammenkünfte und als Unterkunft dienten. Der serbische Dichter und Akademiker Desanka Maksimović ist hier begraben – das unterstreicht die kulturelle Bedeutung des Ortes. Zusammen mit der nahegelegenen Schule und deren Hof ist die Kirchenanlage in Serbien als Kulturdenkmal von großer Wichtigkeit geschützt.
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Tipp: Besucher werden empfohlen, im Frühling und im Herbst zu kommen, wenn das Wetter angenehm ist und weniger Andrang herrscht. Es empfiehlt sich, die Öffnungszeiten im Voraus zu prüfen und geführte Touren in Betracht zu ziehen, um den historischen und kulturellen Kontext vollständig zu erfassen. Die Tickets können Ermäßigungen für Studierende und Senioren bieten. Das Fotografieren im Inneren kann eingeschränkt sein – bitte erkundigen Sie sich vor Ort. Der Kirchhof und die umliegenden Gebäude bieten eine ruhige Umgebung zum Innehalten und Entdecken.
Interessante Fakten
- •Die Kirche beherbergt ein Reliquienkreuz aus dem 10. Jahrhundert sowie das geschnitzte Kreuz von Hadži Ruvim – bedeutende religiöse Reliquien.
- •Das Große Evangelium im Inneren war eine Gabe des russischen Zaren an Prota Mateja Nenadović.
- •Der Kirchhof enthält Familiengrabsteine bedeutender serbischer Persönlichkeiten wie Alekse, Jakov, Sima und Prota Mateja Nenadović.
- •Desanka Maksimović, eine bekannte serbische Dichterin und Akademikerin, ist im Kirchhof begraben.
- •Zur Kirchenanlage gehören die „sobrašice“: traditionelle Häuser aus dem 19. Jahrhundert, die während der Kirchenfeste für Zusammenkünfte und Unterkunft genutzt wurden.
Geschichte
Die Kirche der Heiligen Erzengel in Brankovina wurde 1830 von Prota Mateja Nenadović an der Stelle einer früheren hölzernen Kirche errichtet, die von den Türken zerstört wurde.
Die Erbauung im barocken Stil spiegelt die architektonischen Einflüsse aus der Vojvodina in jener Zeit wider.
Im Verlauf des 19.
Jahrhunderts wurde der Kirchenschatz mit wertvollen religiösen Gegenständen und Dokumenten angereichert, darunter Geschenke des russischen Zaren.
Der umliegende Kirchhof entwickelte sich zu einer Gedenkstätte mit Denkmälern für Soldaten aus den Balkankriegen und dem Ersten Weltkrieg sowie zur Ruhestätte von Familienangehörigen der Nenadović.
Der Ort wurde als Kulturdenkmal von großer Bedeutung unter staatlichen Schutz gestellt.
Ortsführer
Kircheninneres und Ikonostase1830
Das Innere umfasst eine barocke Ikonostase mit Bildern des Heiligen Erzengels Michael, des Heiligen Johannes und des Heiligen Nikolaus – ein eindrucksvolles Beispiel serbisch-orthodoxer religiöser Kunst aus dem 19. Jahrhundert.
Kirchenschatz19. Jahrhundert und früher
Der Kirchenschatz bewahrt wertvolle liturgische Bücher und religiöse Reliquien – darunter das Reliquienkreuz aus dem 10. Jahrhundert, das geschnitzte Kreuz von Hadži Ruvim sowie das Große Evangelium, das vom russischen Zaren geschenkt wurde.
Denkmäler im Kirchhof und Sobrašice19. und frühes 20. Jahrhundert
Im Kirchhof befinden sich Denkmäler für Soldaten der Kriege 1912-1918 sowie Familiengrabsteine der Familie Nenadović. Daneben stehen traditionelle Häuser aus dem 19. Jahrhundert namens „sobrašice“, die während der Kirchenfeste für Zusammenkünfte genutzt wurden.