Kloster Tuman

Kloster Tuman

Braničevski okrug

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Das Kloster Tuman ist ein serbisch-orthodoxes Kloster, das bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Es liegt im Bezirk Braničevo nahe Golubac in Serbien. In den Ausläufern der Berge rund um Golubac gelegen und von Wald umgeben, befindet es sich am linken Ufer des Tuman-Flusses. Es ist dem Heiligen Erzengel Gabriel gewidmet. Nach lokaler Überlieferung wurde es von dem legendären serbischen Helden Miloš Obilić gegründet. Das Kloster ist vor allem wegen seiner Verbindung zu mehreren historischen Heilern bekannt und trägt deshalb den Spitznamen „Ostrog an der Donau“. Der Komplex umfasst die Hauptkirche im serbisch-byzantinischen Stil, in der die Reliquien des heiligen Zosima Sinaite und des heiligen Jakobus des Neuen aufbewahrt werden. Außerdem gibt es große und kleine klösterliche Wohngebäude, eine Kapelle über der Einsiedelei von Zosima Sinaite sowie einen erst kürzlich hinzugefügten Zoo-Park mit verschiedenen Tieren, was den Reiz für Besucher zusätzlich steigert. Seit 2014 wechselte die Gemeinschaft von einer Frauen- zu einer Männerklostergemeinschaft, was zum wachsenden Ruf des Ortes als Pilger- und religielles Reiseziel beigetragen hat. Das Kloster beherbergt bedeutende religiöse Veranstaltungen, darunter die jährliche Feier der Reliquien des heiligen Zosima Tuman, die zahlreiche Pilger anzieht. Es ist das größte Kloster im administrativen Bezirk Braničevo und im 21. Jahrhundert eines der meistbesuchten in Serbien – vor allem wegen seiner spirituellen Bedeutung und seines Rufes als Ort der Heilung.

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Tipp: Die beste Zeit für einen Besuch im Kloster Tuman sind religiöse Feiertage – besonders die jährliche Feier zu Ehren des heiligen Zosima Tuman am 24. Mai, die einen Festzug und Zeremonien rund um die Reliquien umfasst. Besuchern wird empfohlen, die Unterkunft im Gästehaus des Klosters im Voraus über die offizielle Website zu buchen. Das Kloster bietet eine ruhige Umgebung, ideal für spirituelle Retreats und Heilpilgerreisen. Bescheidene Spenden zur Unterstützung der Instandhaltung des Klosters sind willkommen. Für den Besuch der etwa 1 km entfernten Einsiedelei werden bequeme Wanderschuhe empfohlen. Für die neuesten Servicezeiten und Ankündigungen zu Veranstaltungen lohnt sich ein Blick auf die offizielle Website des Klosters.

Interessante Fakten

  • Das Kloster Tuman wird oft „Ostrog an der Donau“ genannt, weil sein Ruf für Heilungswunder mit dem des Klosters Ostrog in Montenegro verglichen wird.
  • Im Kloster werden die unverwesten Reliquien des heiligen Jakobus Arsović aufbewahrt – eines Mannes, der sowohl ein doppelt abgeschlossenes Doktoratsstudium hatte als auch als Mönch lebte (1893 bis 1946).
  • Ende des 16. Jahrhunderts entstand im Kloster eine literarische Arbeit namens Tuman Apokryphal Collection.
  • Zum Klosterkomplex gehört ein kleiner Zoo-Park mit Tieren wie Vögeln, Straußen, Lamas und Ziegen – das macht ihn für Touristen noch attraktiver.
  • Die Einsiedelei des heiligen Zosima Sinaite, die etwa 1 km vom Kloster entfernt liegt, ist über eine schmale gepflasterte Straße erreichbar und besitzt eine Kapelle über der Einsiedelei.

Geschichte

1572

Der genaue Gründungszeitpunkt des Klosters Tuman ist ungewiss, erstmals taucht es jedoch in Aufzeichnungen aus den Jahren 1572/1573 während der Herrschaft von Sultan Murad III.

auf.

Dort wird es als kleines Kloster mit zwei Mönchen beschrieben.

Der Überlieferung nach wurde es von Miloš Obilić gegründet, nachdem er beim Jagen versehentlich den Einsiedler Zosima Sinaite verletzt hatte.

Das Kloster habe er gegründet, nachdem ihm der Einsiedler sagte „Tu mani“ (sinngemäß: „lass es gut sein“ bzw.

„es gibt keine Heilung, lass mich hier sterben“), was dem Kloster seinen Namen „Tuman“ gegeben haben soll.

Im 16.

1797

Jahrhundert wurde das Kloster bei türkischen Einfällen beschädigt und 1797 wiederaufgebaut.

1879

Es erlitt in einem schweren Erdbeben im Jahr 1879 starke Schäden und wurde später 1883 restauriert.

1910

1910 wurde das Kloster von lokalen Behörden abgerissen, aber 1924 nach Verzögerungen aufgrund der Balkankriege wieder aufgebaut.

1934

Eine russische klösterliche Brüderschaft ließ sich dort 1934 nieder.

1966

Von 1966 bis 2014 war das Kloster eine Frauen-Gemeinschaft; danach wurde es wieder ein Männerkloster, was zu neuer Entwicklung und mehr Pilgeraktivität führte.

2024

Im Jahr 2024 wurde dem Kloster Tuman der Orden „Sretenje“ (3.

Klasse) verliehen.

Ortsführer

1
Hauptkirche des Heiligen Erzengels Gabriel14. Jahrhundert (ursprünglich), wiederaufgebaut 1924

Das Herzstück des Klosters, errichtet im serbisch-byzantinischen Baustil. Hier werden die heiligen Reliquien des heiligen Zosima Sinaite und des heiligen Jakobus des Neuen aufbewahrt. Außerdem gibt es traditionelle orthodoxe Fresken und religiöse Bilddarstellungen (Ikonografie).

2
Einsiedelei des Heiligen Zosima Sinaite

Diese Einsiedelei liegt etwa 1 Kilometer vom Kloster entfernt. Hier lebte der verehrte Heiler und Asket Saint Zosima Sinaite. Über der Einsiedelei steht eine Kapelle, die über einen schmalen gepflasterten Weg erreichbar ist.

3
Klösterliche Wohngebäude (Konaks)

Der Klosterkomplex umfasst ein großes und ein kleines Konak (klösterliche Wohnstätte), die der klösterlichen Gemeinschaft und besuchenden Pilgern Platz bieten.

4
Zoo-Park

Als jüngste Ergänzung auf dem Klostergelände bietet dieser kleine Zoo Vögel, Strauße, Lamas und Ziegen – und verbessert damit besonders für Familien das Besuchserlebnis.

Kontakt

Telefon: 012 7675195