Haus der Blumen

Haus der Blumen

Beograd

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Das Haus der Blumen wurde 1975 vom Architekten Stjepan Kralj erbaut und dient als Mausoleum von Josip Broz Tito, dem langjährigen Führer von Jugoslawien, sowie seiner Frau Jovanka Broz. Ursprünglich als Wintergarten und Nebenbüro für Tito konzipiert, verfügt es über einen zentralen Blumengarten, der von zwei breiten Korridoren flankiert wird, sowie eine nicht überdachte Terrasse mit Blick auf Belgrad. Nach Titos Tod im Jahr 1980 wurde sein Grab auf seinen persönlichen Wunsch hin in den zentralen Bereich des Gebäudes verlegt; Jovanka wurde später neben ihm beigesetzt – im Jahr 2013. Das Mausoleum blieb nach der Auflösung Jugoslawiens fast ein Jahrzehnt lang für die Öffentlichkeit geschlossen, ist aber inzwischen wieder geöffnet – als Ort der Pilgerfahrt und des Gedenkens. Besonders viele Besucher kommen ausgerechnet am 7. Mai, dem offiziellen Geburtstag Titos. Außerdem beherbergt das Haus der Blumen eine permanente Ausstellung zu den Fackelzügen der Jugend (Relays of Youth), einem Symbol für die Einheit Jugoslawiens, das am 25. Mai gefeiert wird. Zu sehen sind unter anderem Fackeln, Fotografien und Andenken. Die Außenfassade ist mit gelben Ziegeln verkleidet, während das Innere mit weißem Marmor vom Berg Venčac ausgekleidet ist. Der Ort zählt bis heute zu den meistbesuchten kulturellen Sehenswürdigkeiten Belgrads – eine gelungene Mischung aus historischer Bedeutung, architektonischer Eleganz und einer ruhigen Atmosphäre.

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Tipp: Besucher sollten während der Öffnungszeiten des Museums kommen, typischerweise von 10:00 bis 18:00 Uhr – bitte prüfen Sie jedoch die aktuellen Zeiten, da das Museum vorübergehend geschlossen sein kann. An Wochenenden gibt es geführte Touren auf Englisch um 11:00 Uhr und auf Serbisch um 12:00 Uhr; weitere Touren sind nach Anmeldung möglich und fokussieren auf verschiedene Themen. In der Hochsaison, etwa am 7. Mai zum Geburtstag Titos, wird empfohlen, Tickets im Voraus zu kaufen – dann ist der Ort besonders beliebt. Ermäßigungen können für Studierende und Gruppen verfügbar sein. Das Mausoleum ist für Touristen zugänglich, die ihren Respekt zeigen möchten, und bietet ein stimmiges kulturelles Erlebnis.

Interessante Fakten

  • Der Name „Haus der Blumen“ entstand aus den vielen Blumen, die einst um Titos Grab herumstanden und inzwischen durch weiße Steine ersetzt wurden.
  • An Titos Beisetzung nahmen 211 Delegationen aus 128 Ländern teil – damit gehört sie zu den größten Staatsbegräbnissen ihrer Zeit.
  • Das Gebäude hieß ursprünglich „Flower Shop“ und diente Tito als Nebenbüro sowie Wintergarten, bevor es zum Mausoleum wurde.
  • Zwischen 1982 und 2012 besuchten mehr als 17 Millionen Menschen das Haus der Blumen.
  • Im Inneren ist weißer Marmor vom Berg Venčac verarbeitet, nahe Aranđelovac in Serbien.

Geschichte

1975

Das Haus der Blumen wurde 1975 als Wintergarten und Nebenraum für Josip Broz Tito nahe seiner Residenz in Belgrad errichtet.

1980

Nach seinem Tod im Mai 1980 wurde Tito dort gemäß seinem Wunsch beigesetzt, wodurch das Gebäude zu seinem Mausoleum wurde.

Ursprünglich hieß der Ort „Blumengeschäft“ (Flower Shop) und entwickelte sich nach seiner Beerdigung zu einem Pilgerziel für Millionen jugoslawischer Bürger.

120

An der Trauerfeier nahmen Delegationen aus über 120 Ländern teil.

Im Laufe der Zeit wurde der Ort nach der Auflösung Jugoslawiens geschlossen, aber in den 2000er-Jahren wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.

Der Komplex wurde Teil des Museums von Jugoslawien und bewahrt Titos Vermächtnis sowie die Geschichte Jugoslawiens.

Ortsführer

1
Zentraler Blumengarten und Grab1980
Stjepan Kralj (Architekt)

Im Herzen des Hauses der Blumen befindet sich das Grab von Josip Broz Tito und später von seiner Frau Jovanka Broz, ursprünglich umgeben von Blumen, die dem Mausoleum seinen Namen gaben. Das Grab ist eine große unterirdische Kammer, die von einer Marmortafel bedeckt ist, und bildet den Mittelpunkt der Gedenkstätte.

2
Korridore und Ausstellungsbereiche1975
Stjepan Kralj (Architekt)

Zwei breite, parallel verlaufende Korridore flankieren den zentralen Garten und beherbergen permanente Ausstellungen, die sich mit den Fackelzügen der Jugend (Relays of Youth) befassen. Gezeigt werden Fackeln, Fotografien, Tickets und Botschaften, die an die jährlichen Feierlichkeiten zum Tag der Jugend am 25. Mai erinnern.

3
Nicht überdachte Terrasse1975
Stjepan Kralj (Architekt)

Gegenüber dem Eingang gelegen, bietet die Terrasse den Besuchern einen Panoramablick auf Belgrad – ein ruhiger Ort zum Innehalten, Nachdenken und Genießen der Landschaft der Stadt.

Kontakt

Telefon: 011 3671485