Gardos Tower

Gardos Tower

Beograd

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Der Gardoš Tower, auch als Millennium Tower oder Tower of John Hunyadi bekannt, thront auf dem Gardoš-Hügel in Zemun, Belgrad. Er wurde 1896 errichtet, um an ein Jahrtausend ungarischer Besiedlung in der pannonischen Tiefebene zu erinnern. Als südlichster von sieben Millenniumstürmen, die im ehemaligen Österreich-Ungarn errichtet wurden, ragt er weithin sichtbar aus der Landschaft. Der 36 Meter hohe Turm wurde auf den Ruinen der mittelalterlichen Taurunum-Festung errichtet und vereint verschiedene architektonische Stile mit einem klar dominierenden römischen Einfluss. Historisch diente er als Aussichtspunkt und wurde von lokalen Feuerwehrleuten genutzt. Obwohl der Turm im Ersten Weltkrieg beschädigt wurde, restaurierte man ihn in der Zwischenkriegszeit und erneut in den 1960er- und 2000er-Jahren. Heute beherbergt der Turm eine Kunstgalerie sowie eine dauerhafte Ausstellung, die Milutin Milanković gewidmet ist. Dazu kommt ein malerischer Aussichtspunkt mit 360-Grad-Blick auf die Donau, Zemun und Belgrad. Der Turm ist als Kulturdenkmal geschützt und gehört zum Alten Kern von Zemun – ein deutliches Zeichen für seinen bedeutenden historischen und kulturellen Wert.

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Tipp: Besuchen Sie den Gardoš Tower am besten im Frühling oder Herbst: Das Wetter ist angenehm und vom Aussichtspunkt aus sind die Blicke klar. In der Hauptsaison empfiehlt es sich, Tickets im Voraus zu kaufen. Besucher können die Kunstgalerie sowie die Ausstellungen im Turm genießen. Vor Ort gibt es Ermäßigungen für Studierende und Senior:innen. Der Turm ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und verfügt über gut gepflegte Wege für Besucher.

Interessante Fakten

  • Der Gardoš Tower ist der südlichste von sieben Millenniumstürmen, die von ungarischen Behörden über das Österreich-Ungarische Reich hinweg errichtet wurden.
  • Römische Gräber aus dem 2. oder 3. Jahrhundert n. Chr. wurden bei archäologischen Untersuchungen nahe der Basis des Turms entdeckt.
  • Der Turm erhielt umgangssprachlich den Namen nach John Hunyadi, einem ungarischen Militärführer des 15. Jahrhunderts, der in der alten Festung an dieser Stelle starb.
  • Eine lokale Stadtlegende behauptet, dass unterirdische Gänge vom Turm bis unter die Donau und weiter zur Belgrade Fortress reichen – doch das wurde widerlegt.
  • Der Turm wurde 1914 im Ersten Weltkrieg durch österreichisches Bombardement stark beschädigt und hat seitdem mehrere Restaurierungen erfahren.

Geschichte

1896

Der Gardoš Tower wurde 1896 im Rahmen des Millennium-Projekts der Österreich-Ungarischen Monarchie errichtet, das 1000 Jahre ungarische Präsenz in der Region feierte.

Er wurde auf den Resten der mittelalterlichen Taurunum-Festung errichtet, die bis ins 9.

Jahrhundert zurückreicht.

Der Turm wurde im Ersten Weltkrieg beschädigt, in der Zwischenkriegszeit wiederhergestellt und später in den 1960er-Jahren sowie Anfang des 21.

Jahrhunderts renoviert.

Archäologische Ausgrabungen in der Nähe des Turms legten römische Gräber aus dem 2.

oder 3.

Jahrhundert n.

Chr.

frei – ein Hinweis auf die lange geschichtliche Bedeutung des Gebiets.

Ortsführer

1
Lookout Terrace1896

Die Spitze des Gardoš Towers bietet einen panoramischen 360-Grad-Blick auf die Donau, den Stadtbezirk Zemun und die Stadt Belgrad – ein idealer Ort für Fotografie und Sightseeing.

2
Čubrilo Gallery and Atelier
Borka and Đorđe Čubrilo

Diese Galerie befindet sich im Inneren des Turms und zeigt unter anderem eine dauerhafte Ausstellung, die Milutin Milanković gewidmet ist – mit 3D-Modellen sowie Software, die sein Leben und Werk veranschaulichen.

3
Original Staircase1896

Eine der beiden Treppen im Turm: Die rechte Treppe ist die Originaltreppe von 1896 und überstand das Bombardement von 1914. Sie führt Besucher bis zum Aussichtspunkt.